Antriebe mit System

Technik Mit innovativen Lösungen und neuester Technologie hat sich der zuständige Fachbereich von ZF als Spezialist für Elektro- und Dieselstapler-Antriebssysteme etabliert. Jetzt präsentiert der Anbieter ein noch stärkeres, breiteres und wartungsfreundlicheres Programm.

04. Oktober 2007

> ZF zählt zu den weltweit führenden Automobilzulieferkonzernen in der Antriebs- und Fahrwerktechnik. Mit 55.050 Beschäftigten an 120 Produktionsstandorten in 25 Ländern wurde im Jahr 2006 ein Gesamtumsatz von 11,65 Mrd. Euro erzielt. Die ZF Passau GmbH, innerhalb der ZF-Gruppe verantwortlich für den Unternehmensbereich Arbeitsmaschinen-Antriebstechnik und Achssysteme, hat sich auf die Entwicklung und Herstellung von Getrieben und Achsen für Land- und Baumaschinen, Staplerantriebssysteme sowie Achssysteme für Busse und Lkw spezialisiert. 2006 wurde mit 6.600 Mitarbeitern ein Umsatz von 1,83 Mrd. Euro realisiert. In Gotha entwickelt und fertigt ZF Antriebssysteme für Elektrostapler, in Passau Antriebssysteme für Dieselstapler. Mit den Produkten des Herstellers werden Kunden in aller Welt beliefert.

Hoher Kundennutzen

Die strikte Ausrichtung von ZF auf wertschöpfende, ständig zu verbessernde Prozesse und Produkte sowie innovatives Denken und führende Technologien bilden die Basis für hohen Kundennutzen. Ein Nutzen, den auch die Stapler-Antriebssysteme des renommierten Herstellers bieten. Unter dem Namen ZF-Ergomat werden Systeme für elektrisch betriebene Stapler bis 6 Tonnen Hublast angeboten. Die optimal abgestimmten Bestandteile bestehen aus Fahrmotor (AC oder DC), Bremse, Laufrad, Rahmenplatte und Lenkmotor, und somit aus allem, was zum Fahren, Lenken und Bremsen benötigt wird. Sowohl Front- und Heckantriebe für Elektro-Gegengewichtsstapler als auch einbaufertige Komplettsysteme für jede Art von Lagertechnik-Geräten werden von ZF mit verschiedenen Alternativlösungen (Stirnrad-, Kegelstirnrad- oder Planetengetriebe) für den Kunden bereitgehalten. Im Bereich der Dieseltechnik stellt ZF Ergopower-Getriebe für Staplersysteme, Reachstacker und Straddle Carrier bis 60 Tonnen Hublast und 330 kW Motorleistung zur Verfügung. Durch die perfekte Abstimmung von Getriebe-Hardware und elektronischer Steuerung ermöglichen die ZF-Ergopower-Neuheiten weiche Schaltübergänge ? ein in der Anwendungspraxis von Staplern entscheidendes Kriterium. Bei den Terminal-, Yard- und RoRo-Traktoren werden zudem Getriebe aus der Ergopower- Reihe bis 270 Tonnen Zuggesamtgewicht angeboten.

Verbesserte Performance

Mit dem Elektrostapler-Getriebe GP 21/GP 23 ist ZF bereits seit langem Marktführer im Bereich frontangetriebene Elektro-Gegengewichtsstapler. Um diese Position weiter auszubauen, wird nun die nächste Generation dieses Antriebskonzepts in den Markt eingeführt. Künftig steht Kunden ein flexibler Baukasten mit Bereicherungen in den Produktreihen GP 15 - GP 25 zur Verfügung. Bei gleichem Bauraum konnte ZF die Performance der Antriebe bis zu 35 Prozent steigern. Ein wesentlicher Kundennutzen ergibt sich auch aus verlängerten Service-Intervallen und erhöhter Servicefreundlichkeit.

Optimale Anpassung an die jeweilige Anwendung

Als erster Anbieter überhaupt hat ZF seinerzeit wartungsfreie Getriebe für Lagertechnik-Geräte in den Markt eingeführt. Nun überträgt das Unternehmen diese Erfahrungen auch auf Gegengewichtstapler. Die neue Baureihe ist für Stapler bis 2,5 Tonnen Hublast ausgelegt. Eine Reihe von Optionen garantiert die bestmögliche Anpassung an die jeweilige Anwendung bzw. das Fahrzeug. So kann z. B. das Motorritzel alternativ auf die Motorwelle montiert oder im Getriebe gelagert sein. Das Bremssystem mit nasser Lamellenbremse beinhaltet lediglich einen Ölhaushalt im Getriebe.

Zwei neue Achssysteme

2008 gehen auch zwei neue Achssysteme für Elektro-Gegengewichtsstapler in Serie. Bei der AT 35 handelt es sich um eine Ein-Motor-Achse mit Differenzial und nasser Lamellenbremse. Alternativ bieten GP 35 und GPA 35 eine Zwei-Motoren-Lösung ebenfalls mit nasser Lamellenbremse, wobei beim GP 35 die Motoren von ZF speziell in die Achse hineinkonstruiert wurden. Bei beiden Lösungen befindet sich die Mastanbindung direkt an der Achse. Sie erlauben sehr kurze und besonders wendige Fahrzeugkonzepte, wobei das GPA 35 das gegensinnige Drehen der Vorderräder beim Wenden erlaubt.

Effizientes Handling

Im Bereich Dieselstapler präsentiert ZF mit der Getriebeserie WG 94 und insbesondere mit dem neuen 3WG 94 eine auf die jeweiligen Kundenwünsche abgestimmte Lösung. Die Getriebe bieten ein effizientes, einfaches Handling bei wahlweise schaltbarem Vorderachsantrieb. In allen Phasen der Produktentwicklung kann ZF sich auf das globale Forschungs- und Entwicklungsnetzwerk des Konzerns stützen. 4.500 Entwickler garantieren stetige Innovation. Grundlagen- und Materialforschung sowie Knowhow aus dem Automotive-Bereich spielen dabei eine wichtige Rolle. Stark ist ZF auch in der Entwicklung von Mechatronik und Elektronik. So kann das Haus mit eigenen Messgetrieben die Beanspruchung des Antriebs beim realen Staplereinsatz ermitteln. Erst wenn die Entwickler von ihrem Produkt völlig überzeugt sind, geht es in die Produktion. Hier sorgt eine strenge Qualitätssicherung dafür, dass am Ende nur perfekte Produkte das ZF-Gelände verlassen.

Erschienen in Ausgabe: 05/2007