Batterieladetechnologie, die sich rechnet

LogiMAT - Halle 7, Stand 144

Unter dem Eindruck steigender Batterie- und Energiekosten bekommt das richtige Laden von Batterien einen neuen Stellenwert. Was "richtig" in dem Zusammenhang heißt, zeigt Fronius anschaulich auf der Messe LogiMAT 2009.

12. Januar 2009

Energieeffizienz - als Schlagwort inzwischen in aller Munde - ist ein Gebot der Stunde. Auch oder gerade in der Intralogistik. So werden zum Beispiel tagtäglich Tausende von Batterien geladen, die den elektromotorisch angetriebenen Flurförderzeugen die nötige Energie liefern. Da lohnt es sich durchaus, über intelligente Ladetechniken nachzudenken, die hohe Energieeffizienz, konstante Leistung über den gesamten Ladeprozess, kompakte Bauweise sowie hohe Sicherheitsstandards bieten und gleichzeitig die laufenden Betriebskosten reduzieren und obendrein die Umwelt schonen.

Eine solche intelligente Ladetechnik bietet das österreichische Unternehmen Fronius mit der "Active Inverter Technology", die der Hersteller nun erstmals auch auf der kommenden LogiMAT in Stuttgart präsentiert. Ladegeräte mit Inverter-(Hochfrequenz-) Technologie sind zwar in der Anschaffung etwas teurer als herkömmliche Ladegeräte mit 50-Hertz-Trafotechnik, aber sie bieten eine Fülle von unübersehbaren Vorteilen: Sie garantieren eine optimierte Ladung und verlängern so die Lebensdauer der Batterie entscheidend, nämlich um rund zwei Jahre - ein wichtiger Aspekt im Hinblick auf steigende Blei- und damit Batteriekosten. Darüber hinaus haben sie einen Wirkungsgrad von bis zu 96 Prozent. Hier lassen sich bei der Inverter-Technologie gut bis zu einem Drittel der Stromkosten einsparen, denn die alte 50-Hertz-Trafotechnik erreicht nur einen Wirkungsgrad zwischen 55 und 75 Prozent. Außerdem erzielt man durch die bis zu 70 Prozent geringere Größe der Inverter-Geräte im Vergleich zu herkömmlicher Technik, die Stahlschränke und große Transformatoren braucht, eine enorme Platz- und Gewichtsersparnis. Sogar die Wandmontage ist möglich, weil die Geräte gerade mal 1,9 bis höchstens 40 kg wiegen. Ebenso praktisch ist es, diese Inverter-Ladegeräte an Bord eines Flurförderzeugs unterzubringen.

Ein Gesichtspunkt darf bei der Active Inverter Technology keinesfalls übersehen werden: die Umwelt. Um ein CO2-Emissions-Gleichgewicht zwischen der neuen Active Inverter Technology und der alten 50-Hertz-Trafotechnik zu erhalten, sind beim Einsatz eines alten Ladegerätes zwischen 20 und 80 Bäume mehr notwendig, die ja bekanntermaßen für eine ausgeglichene Kohlendioxid-Bilanz der Atmosphäre bedeutsam sind. Eines anschaulicheren Vergleichs bedarf es wohl nicht, um die 50-Hertz-Trafotechnik als "Auslaufmodell" einzustufen.