Breiter ist besser

Special / Lagern & Transportieren

Etikettierung - Großformatiges lässt sich im Alltagstrubel besser lesen. Und so nutzt Södra zur Identifizierung und Zuordnung seiner Holzwaren den TTP-284M von TSC zum A4-Etikettendruck.

29. August 2014

Ursprünglich benötigte ein Sägewerk des schwedischen Wirtschaftsverbunds Södra einen robusten 6-Zoll-Thermodrucker für die Etikettierung von Holz und Paletten – entschied sich dann allerdings für ein breiter druckendes 8-Zoll-Modell von TSC Auto ID. Eine intelligente Wahl, wie sich herausstellte.

Tradition und Fortschritt

Mehr als 51.000 Waldbesitzer in Südschweden sind Mitglieder des Wirtschaftsverbundes Södra, dessen Wurzeln bis in die Anfänge des 20. Jahrhunderts zurückreichen. Es war Södra-Chef Gösta Edström, der nach dem Zweiten Weltkrieg mit dem Bau eigener Zellstoffwerke den Ausbau der Gruppe nachhaltig vorantrieb und einen neuen Markt für Forstrohstoffe erschloss, der auch heute noch zum Kerngeschäft zählt. Mittlerweile ist die Genossenschaft einer der weltweit führenden Hersteller von Zellstoff sowie führender Lieferant von Baukonstruktionsholz in Europa. 2012 erreichte Södra einen Umsatz von 17 Milliarden SEK und eine Eigenkapitalquote von 61 Prozent. Als einer der größten nordischen Forstkonzerne beschäftigt das Unternehmen rund 3.500 Mitarbeiter in den Bereichen Forstverwaltung, Verkauf und Produktentwicklung bis hin zum Umweltschutz. Die vier Geschäftsbereiche produzieren Schnittholz und Hobelware, Holzprodukte für die Innenausstattung, Papierprodukte sowie Biokraftstoff. Insgesamt etwa 2,5 Millionen Hektar Wald gehören den Mitgliedsunternehmen in Südschweden. Sie lassen ihr Holz in den zehn Sägewerken von Södra Timber in Schweden sowie in einem norwegischen Werk verarbeiten und profitabel nicht nur auf heimischem Parkett, sondern immer stärker auch auf internationalen Märkten verkaufen. Rund 70 Prozent des Produktionsvolumens von 1,6 Millionen Kubikmeter Schnittholz werden zurzeit exportiert.

Sorgfältige Prüfung

»Ursprünglich suchten wir für die Etikettierung von Holzpaletten und verschiedenen Holzwaren nach einem 6-Zoll-Drucker, um die bisher verwendeten A5-Etiketten zu erzeugen«, erinnert sich Daniel Ridding, Wartungsleiter bei Södra im norwegischen Sägewerk in Brumunddal. Nach sorgfältiger Prüfung verschiedener Anbieter fiel die Wahl schließlich auf TSC Auto ID, einen der weltweit führenden Hersteller leistungsstarker, robuster und zuverlässiger Thermotransfer- und Thermodirektdrucker für alle Branchen und Kennzeichnungsanforderungen. Ridding fügt hinzu: »Da TSC zum damaligen Zeitpunkt allerdings keinen 6-Zoll-Drucker im Angebot hatte, entschieden wir uns kurzerhand zum Kauf des 8-Zoll-Modells TTP-384M – aus heutiger Sicht eine glückliche Entscheidung, denn erst später entschlossen wir uns, für die großen Warengebinde und aus Gründen der besseren Lesbarkeit breitere Etiketten im A4-Format zu drucken.« Immerhin werden mit Strichcodes, Daten zum verarbeitenden Betrieb, Holzart, Maßen, Gewicht und Holzmenge sowie Produkt- und Chargennummern jede Menge Informationen abgebildet. Sie dienen der Identifizierung und Zuordnung der Ware durch den gesamten Lebenszyklus und müssen während des Transports und auch in einzelnen Zwischenlagern fehlerfrei von Scannern auszulesen sein.

Harte Anforderungen

Den Mitarbeitern erleichtern die großformatigen Etiketten zudem die Arbeit, weil die relevanten Fakten in der Hektik des Alltags auf einen Blick schnell erkannt werden können. Der erschwingliche und über ein großes LC-Display einfach zu bedienende TTP-384M bedruckt Etikettenbreiten von bis zu 241,3 Millimeter mit einer maximalen Druckfläche von 219,5 Millimetern und einer hohen Auflösung von 300 dpi. Er wurde speziell zum effizienten Druck breiter Codes entwickelt, ohne dass das Bild gedreht werden muss – für Södra eine echte Hilfe, da sich der Kennzeichnungsprozess so zusätzlich beschleunigen ließ. In seinem widerstandsfähigen Aluminium-Druckgussgehäuse trotzt der zuverlässige und leicht zu reinigende Industriedrucker dabei den harten Anforderungen in einem Sägewerk mit robuster Handhabung, schwankenden Temperaturen, enormer Staubentwicklung und viel Schmutz. Dank des zentral ausgerichteten Etikettenmechanismus gestaltet sich das Einlegen und Anpassen von Medien einfach, wobei der Bediener über das seitliche Materialfenster Etiketten- und Transferfolien stets im Blick hat.

»Wichtige Faktoren bei der Wahl des richtigen Druckers für Södra in Norwegen waren neben Schnittstellen und Speicherkapazitäten vor allem die Integrierbarkeit in die bestehende IT-Struktur und die Möglichkeit, den Drucker auch netzwerkunabhängig im Stand-alone-Modus arbeiten zu lassen«, erklärt Henning Mahlstedt, der als Sales Director von TSC Auto ID EMEA auch die skandinavischen Länder betreut.

Zuverlässiger Allrounder

Der Drucker ist mit dem spezifischen Södra-Warenmanagementsystem direkt verbunden und muss eine Vielzahl unterschiedlicher Druckaufträge zügig und sicher verarbeiten können. »Die größte Herausforderung bestand dabei in der Neukonfiguration des bestehenden IT-Systems, das auf die Kommunikation mit älteren, weniger fortschrittlichen Druckern ausgelegt war«, so Daniel Ridding, der zudem sehr erfreut war, dass der Drucker dank leistungsfähiger Firmware problemlos installiert und die Umstellung tatsächlich reibungslos und ohne Systemausfälle durchgeführt werden konnte.

Insgesamt sind alle Beteiligten bei Södra hoch zufrieden mit der jetzigen Lösung. Denn der von Anfang an stabil laufende TTP-384M unterstützt den Kennzeichnungs- und Identifikationsprozess in Brumunddal optimal und sorgt mit schnellem Etikettenausstoß für eine zügige Bearbeitung der anstehenden Druckaufgaben. Alle relevanten Daten erhält der Printer dabei zuverlässig und bedarfsgenau direkt aus dem System. Ein kraftvoller 32-bit-RISC-CPU-Prozessor, 8 MB FLASH und 32 MB SDRAM Speicher, der interne Ethernet-10/100-Druckserver sowie USB 2.0, Centronics, RS-232C und die PS/2-Tastatur-Schnittstelle sorgen dafür, dass die richtigen Daten zum richtigen Zeitpunkt aufs richtige Etikett und auch auf das richtige Produkt kommen. »Die Zeiten, in denen die Informationen auf den Etiketten kaum lesbar oder unzureichend waren, sind nun tatsächlich vorbei«, freut sich Wartungsleiter Ridding. Auch die Fehlerquote durch verwechselte Etiketten tendiert gegen null, da sich die Labels genau dann und dort drucken lassen, wo sie auch benötigt werden.

Daten & Fakten

TSC Auto ID Technology ist Anbieter von Auto-ID-Qualitätslösungen für die Branchen Transport, Logistik, Gesundheitswirtschaft,?Industrie?und?Handel.

Das Unternehmen zählt zu den Top-10-Herstellern von Thermo-Etikettendruckern.In Europa ist TSC durch ihre Niederlassung TSC Auto ID Technology EMEA GmbH in Zorneding bei München vertreten.

Erschienen in Ausgabe: 04/2014