Countdown zur Jubiläumsmesse

Portfolio

Verpackung - Die Messe Nürnberg feiert in diesem Jahr das 30-jährige Jubiläum der Fachpack. Trotz schwieriger Zeiten ist das Messetrio aus Fachpack, Logintern und Printpack weiter erfolgreich. 1.300 Aussteller zeigen auf der Leistungsschau ihre neuen Lösungen.von Kathrin Warncke

14. Juli 2009

> Im Jahr 1979 war kaum abzusehen, dass eine regionale Verpackungsmesse sich so entwickeln könnte: die Fachpack startete damals in Nürnberg mit rund 100 Ausstellern. In diesem Herbst feiert sie 30-jähriges Jubiläum und stellt auf einer Fläche von 48.000 Quadratmetern aus. Die Messe hat bereits damals erste Widrigkeiten überstanden. Heute, 30 Jahre später, sieht sie sich mit turbulenten Zeiten konfrontiert. Gert Erhardt, Fachberater der Nürnberg Messe und Aussteller der ersten Stunde: »Besonders Deutschland und Italien als Exporteure von Verpackungsmaschinen verzeichnen einen starken Einbruch, teilweise um bis zu 50 Prozent. Bei Verpackungsmaterialien ist im Kartonbereich der Verbrauch stark eingebrochen. Das gleiche gilt auch für die Erzeugung von Granulat als Vorstufe zur Herstellung von Verpackungen und Folien.«

Gute Zahlen in schwierigem Umfeld

Trotzdem relativiert Erhardt diese Zahlen. »Die Jahre 2006 bis Mitte 2008 waren absolut überhitzt, sodass jetzt bei diesen Maschinenherstellern der Stand von 2005 erreicht ist. Und 2005 ist es den Herstellern nicht schlecht gegangen. Man darf also nicht hysterisch werden.« Auch die Ausstellerzahlen der Fachmesse sprechen für eine solide Aufstellung in schwierigen Zeiten. Derzeit erwartet der Veranstalter rund 1.300 Aussteller, also ebenso viele wie 2007. Auch für die Ausstellungsfläche wird eine äquivalente Größe von 48.000 Quadratmetern erwartet.

Gesamte Prozesskette im Blick

Damit ist die Fachpack nach wie vor eine der bedeutendsten Verpackungsmessen in Zentraleuropa, die die gesamte Prozesskette im Unternehmen abbildet. Das Angebot der Messe konzentriert sich auf Packstoffe und Packmittel, Druck- sowie Verpackungsmaschinen. Auch Themen wie Recycling, Umweltschutztechniken und Kontroll- und Prüfgeräte werden auf der Messe präsentiert.

Aktuelle Entwicklungen der Verpackungsindustrie stehen ebenso im Mittelpunkt der Expertengespräche. So setzen laut Erhardt vor allem Verpackungsmaschinen mit intelligenten Antrieben Trends, die über ihre Leistungselektronik Energieeinsparungen von 20 bis 50 Prozent ermöglichen. »Der Trend geht zum modularen Aufbau von Maschinen. Der Hintergrund ist, dass sich die Maschinen bei Veränderung der Verpackung viel leichter umbauen lassen. So kommen sie auch insgesamt zu längeren Laufzeiten.« Weitere wichtige Themen, die die Branche bewegen, sind die Reduzierung von Folienstärken bei gleichen Fähigkeiten sowie das Thema Biokunststoffe. Bei letzterem warnt Gert Erhardt, das Thema überzubewerten. »Sie haben zwar Zukunft, allerdings ist derzeit die Menge an benötigtem Vormaterial nicht ausreichend, um es auf breiter Basis zu verwenden. Außerdem fehlt momentan noch die Infrastruktur für die Verwendung von Biokunststoffen.« Begleitet wird das Programm in diesem Jahr von verschiedenen Sonderschauen und Veranstaltungen. So vergibt das deutsche Verpackungsinstitut (dvi) zum 31. Mal den Deutschen Verpackungspreis für besondere Verpackungen, Materialien und Designs. Hersteller und Gestalter zeigen ihre Kreationen aus den Bereichen Packstoffe, Packmittel, Displays, Einzel- und Sammelverpackungen.

Innovative Verpackungsideen

Neue Entwicklungen der Branche präsentiert auch das Forum Wellpappe vom Verband der Wellpappen-Industrie (VDW). Die Packvision 2009 zeigt Verpackungslösungen der Zukunft, die von Studenten für Industriepartner entwickelt wurden. Einen Blick in die Vergangenheit gewährt hingegen das Deutsche Verpackungsmuseum, das Exponate aus Kulturgeschichte, Alltag und Kunstbranche zeigt. Die Sonderschau zeigt anschaulich die internationale Geschichte der Verpackung.

Sonderschau zum Thema RFID

Erschienen in Ausgabe: 04/2009