Das Wachstum macht Pause

WRL-Feature

Tendenzen - Alljährlich fragt das logistik journal Staplerhersteller in aller Welt nach ihrer Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung. So auch in diesem Jahr. Fazit: Der Optimismus hält sich in engen Grenzen. von Michael Weilacher

02. Oktober 2012

Matthias Fischer, Europa-Chef von Toyota Material Handling, weltweit die Nummer eins im Geschäft mit Gabelstaplern und Lagerhausgeräten, bringt es auf den Punkt: »Lang anhaltende Wachstumsphasen gehören der Vergangenheit an.« Theodor Maurer von Linde Material Handling, dem europäischen Branchenprimus, teilt die Auffassung seines Kollegen vom Konkurrenten Toyota: »Die Zyklen werden kürzer und intensiver, die Ausschläge in die eine wie in die andere Richtung stärker.« Auch bei Linde Material Handling, so Theodor Maurer, registriere man »ein Abflauen der Konjunktur und in einigen Märkten auch Rückgänge«. Sein eigenes Haus aber sieht der Linde-Chef in einer guten Position: »Die Fabriken laufen unter Volllast.« Und, so Maurer, »vielerorts können wir gegenüber dem Markttrend zulegen und Marktanteile hinzugewinnen«.

Auch Jungheinrich-Vertriebsvorstand Dr. Helmut Limberg sieht sein Haus, immerhin die Nummer drei im weltweiten Staplerbusiness, nach einen erfolgreichen Geschäftsjahr 2011 für die kommenden Herausforderungen gut aufgestellt: »Wir befassen uns mit allem, was für den weiteren Erfolg des Unternehmens wichtig ist.« Limberg räumt aber ein, dass man bei Jungheinrich die Entwicklung der Märkte »mit einer gewissen Sorge« betrachte: »Es ist nicht unwahrscheinlich, dass wir aufgrund äußerer Einflüsse – sprich: der Staatsschuldenkrise in Europa – vor einer längeren Phase der Verunsicherung stehen. Und wenn der Kunde verunsichert ist, wird er bestimmte Kaufentscheidungen nicht oder erst zu einem späteren Zeitpunkt treffen. Wir gehen derzeit von einer Seitwärtsbewegung des Marktes im Jahr 2012 aus.«

Europa, Kernmarkt von Linde wie auch von Jungheinrich, weist gegenüber dem Vorjahr ein Minus von acht Prozent auf. Ein Marktrückgang, an dem auch die Politik ihren Anteil hat. Dr. Helmut Limberg: »Die Staatsschuldenkrise ist auch eine Vertrauenskrise der Politik insbesondere der europäischen Staaten und Institutionen.« Auch nach Einschätzung von Ken Dufford, Vice President Europe des weltweit tätigen Flurförderzeug-Herstellers Crown, ist die Wirtschaft im auslaufenden Jahr 2011 erneut in eine »schwierige Phase« eingetreten, in einen Zeitraum, in dem die Senkung der Kosten auf der Tagesordnung der meisten Unternehmen stehe.

Man muss besser sein

Von entscheidender Bedeutung, so Dufford, sei daher, dass die Produkte eines Staplerherstellers sich positiv von denen der Wettbewerber abhöben – »nicht nur, was ihre vordergründigen Features angeht, sondern auch hinsichtlich der Bedürfnisse des Kunden«. Gerade in Zeiten wie diesen, so Dufford, gehe es darum, dass Geschäft des Kunden profitabler zu gestalten. Und hier sieht Crown sich in einer guten Position: »Wir bei Crown glauben, dass wir dem Kunden langfristig den höheren Mehrwert anbieten können. Die Langlebigkeit unserer Produkte und die niedrigen Kosten über ihren gesamten Lebenszyklus sorgen dafür, dass der Kunde sein Geschäft profitabler betreiben kann.«

Mehr Automation

Auch generelle Trends auf Anwenderseite hat Ken Dufford von Crown ausgemacht: »Den Companies, die ihre Stapler ersetzen, wird es darauf ankommen, durch einen höheren Grad an Automation Personalkosten zu reduzieren und einen besseren Überblick über die gesamten Betriebskosten der Geräte zu erhalten. Wer neue Einrichtungen wie etwa Distributionszentren in Betrieb nimmt, wird auf eine bessere Raumausnutzung und somit auf Trucks mit größeren Hubhöhen Wert legen alles vor dem Hintergrund, den maximalen Nutzen aus den Geräten zu ziehen. Zudem sollten die Fahrzeuge für multiple Aufgaben eingesetzt werden können.«

Schwerlast-Spezialist Kalmar, ein Unternehmen der finnischen Cargotec-Gruppe, kann und will nicht klagen. Hans Götz, Vertriebsleitung Cargotec Germany: »Sowohl im Umsatz als auch von der Stückzahl her liegen wir gleichmäßig auf sehr hohem Niveau. Der weltweit wichtigste Markt, Deutschland, ist seit Jahren ausgeglichen. Die Schwäche anderer europäischer Länder wird durch Zuwächse in Russland, Asien und den USA kompensiert.« Auch was die Zukunft angeht, ist Hans Götz zuversichtlich: »Als Anbieter von Gabelstaplern mit Tragkräften über fünf Tonnen befinden wir uns in einem Markt mit sehr oft an Kundenprozesse angepassten Geräten. Die Stückzahl aber wird sich auf einem gleichbleibenden Niveau bewegen.«

Verschiedene Bedürfnisse

Manitou, gerade erst mit neuen Gegengewichtsstaplern am Start, sieht Absatzmöglichkeiten für verbrennungsmotorische Geräte vor allem in den aufstrebenden Regionen. Market Development Manager Gerald Loiseau: »Bei aller technologischer Inovation dürfen wir nicht vergessen, dass wir es nicht nur mit entwickelten Märkten zu tun haben. Den Emerging Markets müssen wir Geräte anbieten, die deren Anforderungen entsprechen, also einfach sind in Bedienung und Instandhaltung.«

Auch positive Stimmen

»Aufgrund der finanzpolitischen Lage kaum enorme Wachstumsraten« erwartet Peter Wolf, Europa-Chef von Mitsubishi Gabelstapler. Den deutschen Markt sieht der Staplermanager Wolf »auf stabilem Niveau«, was angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung schon einer positiven Einschätzung gleichkommt.

Eher positiv beurteilt auch Ralf Hartmann von Nissan Forklift die Lage – zumindest für sein Haus: »Durch die ständige Optimierung von Produktentwicklung, internen Prozessen und Organisation, bis hin zur Vermarktung der Produkte und dem Ausbau der Vertriebsorganisation, werden wir nachhaltig wachsen.«

China sieht Chancen

Auch und gerade vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Entwicklung in diesen Tagen sehen die chinesischen Hersteller von Gabelstaplern ihre im unteren Preissegment angesiedelten Produkte klar im Aufwind. Wang Fuxi, Secretary of the Board bei der chinesischen Hangcha Group: »2011 überstieg die Wachstumsrate der exportierten Produkte die der in China abgesetzten Geräte.«

Bei Nichiyu (Nippon Yusoki Gruppe) im fernen Japan hat man, wie anderswo auch, den Weltmarkt, aber ganz speziell Europa im Blick. K. Yoshizawa, General Manager der Overseas Sales Division: »Die Krise in Europa wird sich auch auf die anderen Märkte auswirken. Dennoch wird die Nachfrage nach Gabelstaplern im Jahr 2012 stabil bleiben. Und das, obwohl eine gewisse Zahl von Kunden in den vergangenen drei Jahren ihre Einkaufsaktivitäten eingeschränkt hat.« Zukunftschancen sieht K. Yoshizawa vor allem in den Emerging Markets: »Während die Märkte in den entwickelten Ländern nahezu gesättigt sind und in einigen Jahren an ihre Grenzen stoßen, bieten die aufstrebenden Märkte, speziell in Asien, noch reichlich Raum für eine sich ausweitende Nachfrage.«

Spürbare Verunsicherung

So zufrieden Clark-Europe-Geschäftsführer Egon Strehl mit dem Geschäftsjahr 2011 ist (»Wir verzeichneten ein Wachstum in allen Geschäftsfeldern, der Auftragseingang lag 37 Prozent über Vorjahresniveau.«), so skeptisch blickt er auf die gegenwärtige Situation und die absehbare Zukunft: »Die Überschuldungsproblematik und die damit verbundene Verunsicherung der Finanzmärkte schlägt sich auch auf die Flurförderzeug-Branche nieder. Besonders in Südeuropa sind Verunsicherungen zu spüren. Es werden kaum noch größere Investitionen getätigt.« Mit Zuversicht dagegen blickt der Clark-Europe-Chef nach Osteuropa: »Hier sehen wir noch enormes Entwicklungspotenzial, sodass wir unser Händlernetzwerk in dieser Region verstärkt erweitern und zudem ein Dealer Support Center in Russland planen.«

Angesichts der Eurokrise gleichfalls vorteilhaft für Clark auch die von Egon Strehl und seinem Team verfolgte Strategie: »Da wir nicht auf einzelne Märkte fokussiert sind, sondern ganz Europa, Afrika und den Nahen Osten abdecken, sind wir auch in Regionen tätig, die in den kommenden Jahren stabil bleiben oder sogar Wachstum generieren.« Wie etliche seiner Kollegen sieht auch Egon Strehl einen Trend hin zu gas- beziehungsweise elektrisch betriebenen Fahrzeugen: »Insbesondere durch verschärfte Emissionsvorschriften für Dieselmotoren wird dieser Trend noch verstärkt.«

Bürde beim Verkauf

Wie der Geschäftsführer von Clark in Europa und andere Stapleranbieter betrachtet auch Michel de Weert, Sales Manager Europe von Hyundai Heavy Industries Europe mit Sitz im flämischen Geel, die gravierenden Defizitprobleme in den süd- bzw. südwestlichen Regionen des Kontinents und die damit verbundene Instabilität der Eurozone als »Bürde beim Verkauf von Flurförderzeugen«. Der Hyundai-Manager aus Belgien ergänzt: »Die Mehrheit der Trucks wäre an der Reihe, ersetzt zu werden. Die Unsicherheit im Markt verhindert aber, dass es dazu kommt.« Nach den derzeit erkennbaren Trends gefragt, äußert Michel de Weert sich so: »Weil die Warehousing-Industrie im Vergleich zum Produktionsbereich stärker wächst, setzen sich elektrisch betriebene Geräte mehr und mehr durch.«

Strengere Umweltgesetze, so der Hyundai-Manager, täten ein Übriges. Wenn Flotten ersetzt würden, ergänzt de Weert, sei die Energieeffizienz der Geräte einer der wichtigsten Aspekte. Den Blick auf 2013 und die darauf folgenden Jahre gerichtet, geht Michel de Weert von einem wachsenden europäischen Markt aus. Voraussetzungen dafür seien allerdings die Stabilisierung der südlichen Regionen und der Finanzmärkte sowie die Lösung des Schuldenproblems. Eine Gefahr sieht der Hyundai-Manager in der zunehmenden Abwanderung von Industriebetrieben in Billiglohn-Länder oder in Regionen mit weniger strengen Umweltgesetzen. Dies, so de Weert, könne früher oder später zu erheblichen Einbußen führen.

Mehr Marktanteil

Philip Chen, General Sales Manager von EP Equipment in China, sieht den Weltmarkt für Flurförderzeuge »angesichts der schlechten wirtschaftlichen Situation« schrumpfen. Vor diesem Hintergrund sieht Chen allerdings auch dies: »Chinesische Hersteller werden Marktanteile hinzugewinnen.«

Kein Wachstum

Klare Aussage auch vom irischen Vier-Wege- bzw. Langgutstapler-Spezialisten Combilift. Managing Director Martin McVicar: »Für die westliche Welt erwarten wir mit Blick auf die Gesamtzahl der verkauften Flurförderzeuge kein Wachstum, weder in diesem Jahr noch in den kommenden drei Jahren.« Hoffnungen setzt der Combilift-Chef vor diesem Hintergrund auf die aufstrebenden Märkte. Klar zu erkennen für Martin McVicar ist dies: »In den kommenden Jahren werden alle Unternehmen ihre Kosten strenger unter die Lupe nehmen.« Ein Umstand, der nach Auffassung des Staplermanagers auch Irland auch positive Effekte zeitigen kann: »Im Bereich der Lagerung werden wir auch wegen der strengeren Kostenkontrolle einen steigenden Bedarf an platzsparenden Gabelstaplern sehen, an Geräten, die zudem in der Lage sind, mehrere Aufgaben zu bewältigen.

Aus genau diesem Grund haben wir auch den Gelenkstapler ›Aisle-Master‹ in die Produktpalette von Combilift integriert.« Auch Martin McVicar erkennt klare Tendenzen im Geschäft mit Gabelstaplern: »Die Kosten, die ein Stapler in einem Zeitraum von etwa fünf Jahren verursacht, werden immer wichtiger als der Anschaffungspreis. Deshalb hat Combilift damit begonnen, vielen seiner Händler genau festgelegte Rückkaufverträge anzubieten, die sich auf den Restwert der Stapler nach fünf Jahren beziehen.« Keinesfalls fünf Jahre will der Kunde heute warten. Martin McVicar: »Ist die Kaufentscheidung erst einmal gefallen, möchte der Kunde den Stapler am besten schon tags zuvor bekommen haben – Lieferzeiten sind ein kritischer Faktor geworden.«

Gut vorbereitet

Das Haus Hubtex verzeichnete 2011 zum 30-jährigen Bestehen eines der besten Jahre in der Unternehmensgeschichte. Für 2012 gingen die Verantwortlichen in Fulda Ende Juli davon aus, dass der Gesamtumsatz weiter gesteigert werden kann: »Die Dynamik des Welthandels und der Konjunktur wird sich abschwächen, allerdings regional unterschiedlich.« Dieser Entwicklung will Hubtex mit zusätzlichen Innovationen und dem weiteren Ausbau seiner Produktpalette entgegenwirken. Außerdem sei Hubtex »im Sinne der Kundenanforderungen flexibel und auf verschiedene Eventualitäten vorbereitet«. Auch Trends hat man in Fulda registriert. Erstens: »Der Elektroantrieb gewinnt weiter an Bedeutung.

Nie zuvor hat Hubtex so viele Flurförderzeuge mit Elektromotoren verkauft wie im Jahr 2012.« Zweitens: »Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz haben bei allen Neuentwicklungen eine hohe Priorität.« Drittens: »Die Betrachtung der Total Cost of Ownership rückt noch mehr in den Fokus.« Viertens: »Die Bereitschaft, auf Spezialgeräte zu setzen, steigt weiter. Sich verändernde Lagersituationen nach dem Prinzip ›schwerer, enger, höher‹ verstärken diesen Trend.« Zhejiang Maximal Forklift, chinesischer Hersteller aus Hang-zhou, sieht eine Verlagerung der »Hot Markets« von Europa hin zu den Emerging Markets. Barry Su, zuständiger Deputy General Manager, spricht in diesem Zusammenhang von »Märkten wie dem Mittleren Osten, Afrika und Südamerika.« Als »Zukunft der chinesischen Gabelstapler-Industrie« betrachtet Barry Su »die Globalisierung von Produktion, Marketing und After Sales Service«. Der Wettbewerb, so Barry Su, werde sich stark verschärfen.

Düstere Prognose

Alles andere als euphorisch äußert sich Svetruck-Prokurist Wolfgang Tietz über Gegenwart und Zukunft seiner Branche: »Die anhaltende Unsicherheit den Fortgang der EU-Schuldenkrise betreffend und das Auf und Ab an den weltweiten Finanzmärkten dämpft nach wie vor die wirtschaftliche Entwicklung. Somit ist die erhoffte Investitionsbereitschaft in dem gewünschten Ausmaß nicht vorhanden. Tendenziell wird uns die Überwindung der Eurokrise noch große Probleme bereiten. Und ohne den Gürtel enger zu schnallen, wird es für alle Beteiligten nicht funktionieren. Vorerst rechnen wir mit keinem stärkeren Wachstum der Wirtschaft. Bedingt durch das bekannte Qualitätsniveau der Schwerlaststapler hofft Svetruck jedoch, seine Marktposition zu halten.«

Erhebliche Befürchtungen

Auch wenn die Hersteller von Gabelstaplern rund um den Erdball verteilt sind, beim Blick in die Zukunft eint sie die Sorge um Zustand und Entwicklung der Märkte. Das Headquarter von Godrej & Boyce etwa befindet sich im indischen Mumbai. Aber auch hier stehen Gewitterwolken am Himmel. Neville Wankadia, General Manager Marketing des Staplerbauers vom Subkontinent: »Der indische Markt ist überschattet von Befürchtungen, der allmähliche Rückgang der Weltwirtschaft könne eine tiefe Rezession auslösen.« Schon der Rückgang der indischen Industrieproduktion, so Wankadia, habe das Geschäftsjahr 2011/2012 für Godrej & Boyce zu einer Herausforderung gemacht.

Man habe die Zeit aber genutzt, um die internen Prozesse zu verbessern und das Unternehmen auf die Zukunft auszurichten. Seine Aktivitäten entfaltet Godrej & Boyce auf heimischem Boden und »in ausgewählten Märkten« anderer Regionen. Aufwärtsentwicklungen sieht auch der indische Hersteller im Bereich von elektrisch betriebenen Fahrzeugen beziehungsweise Lagerhausgeräten und auf dem Gebiet nachhaltiger, grüner Technologien.

Gutes Geschäftsjahr 2011

Nach dem erfolgreich verlaufenen Geschäftsjahr 2011 (»Unser Unternehmen konnte seinen Umsatz um rund 20 Prozent erhöhen.«) und der durch wachsende Aufträge gekennzeichneten ersten Hälfte des laufenden Jahres kommt bei Massimo Marchetti, Export Manager von OMG in Italien, derzeit nur wenig Freude auf: »Wir rechnen mit einem hohen Grad an Verunsicherung und mit einem generellen Rückgang der Bestellungen.« Langfristige Vorhersagen, so Massimo Marchetti, lasse die »historische« Situation kaum zu. »Aber wir glauben, dass der Markt kein Umsatzwachstum erlauben wird.«

Hans-Jörg Fleiner, Verkaufsleiter Handling bei der Pramac GmbH, sieht sowohl Premium-Geräte aus Europa als auch »extrem günstige Fahrzeuge aus Asien« auf dem Vormarsch: »Verlierer sind die Anbieter aus dem Mittelfeld, die sich verstärkt auf das Preisniveau der Billiganbieter einstellen müssen. Wirklich günstige und gut erhaltene Gebrauchtgeräte sind, wenn man sie sucht, nur schwer erhältlich. In diesen Fällen sollen einfache und günstige Fahrzeuge aus China beziehungsweise Korea punkten.« Positiv findet Hans-Jörg Fleiner in diesem Zusammenhang, dass »der Trend langfristig ganz klar in Richtung Qualität geht«. Vor diesem Hintergrund müssten sich »Anbieter im untersten Preissegment auf Dauer preislich den Marktführern stark annähern«. Treiber seien dabei Faktoren wie strengere Umweltauflagen, Transportkosten und eine umfassende Ersatzteilbevorratung.

Von Unruhe geprägt

»Über die nächsten Jahre werden die Märkte durch die derzeitige Unruhe im Finanzsektor geprägt bleiben. Solange keine gemeinsame europäische Marschrichtung – sparen oder investie-ren – festgelegt ist, werden sich viele Unternehmen bei anstehenden Investitionen bedeckt halten.« So sieht Bruno Haller, Geschäftsbereichsleiter Flurfördermittel der Stöcklin Logistik AG, die absehbare Zukunft der Staplerbranche. Haller fügt an: »Gespannt beobachten wir natürlich auch, wie stark unser Heimatmarkt, die Schweiz, von den Querelen beeinflusst wird.«

Erschienen in Ausgabe: 05/2012