Die Ansage war deutlich: „Wir wollen mit dem EFGP30i alle Dieselstapler ersetzen.“ Das verkündete Jungheinrich-Vertriebsvorstand Christian Erlach Ende Januar in Hamburg bei der Vorstellung des P30i. Der neu entwickelte Elektro-Gegengewichtsstapler der Hamburger soll die Power und den Fahrkomfort eines Verbrenners besitzen. „Ein Game Changer in der Welt der Gegengewichtsstapler“, prophezeit Erlach. Ein bisschen lässt dieser Game Changer jedoch noch auf sich warten: Nach jetzigem Stand plant Jungheinrich die Markteinführung des P30i voraussichtlich Ende 2021.

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Für den EFG P30i hat Jungheinrich das Chassis seines neuen Hydrostaten weiterentwickelt und darin Elektroantrieb und neueste Lithium-Ionen-Hochvolt-Technologie integriert. Rahmen, Fahrerschutzkabine und Reifen sind speziell für den harten Außeneinsatz ausgelegt. Angetrieben wird das Fahrzeug von zwei Elektromotoren. Eine in zwei Modulen à 25 kWh im Fahrzeug fest eingefasste Lithium-Ionen-Batterie versorgt den P30i mit Strom für den intensiven Einsatz in bis zu drei Schichten. Durch eine neu entwickelte Komfortladebuchse und einen ergonomischen Ladestecker soll zukünftig zwischenladen so einfach und schnell wie tanken sein.

Jungheinrich verspricht für sein neues Fahrzeug „das Beste aus zwei Welten“. So weise der P30i gegenüber klassischen Elektro-Gegengewichtsstaplern eine um 25 Prozent erhöhte Hubgeschwindigkeit auf. Seine Steigfähigkeit ist um ein Drittel besser als die eines klassischen EFG. Durch die modulare Anordnung der Lithium-Ionen-Batterien ist es Jungheinrich nach eigenen Angaben gelungen, gegenüber herkömmlichen Elektrostaplern deutlich an Gewicht einzusparen. „Der P30i kombiniert Leistungsstärke, Robustheit und Fahrkomfort eines Verbrenners mit der Wirtschaftlichkeit und Emissionsfreiheit eines Elektrostaplers. In Sachen Energieeffizienz, Ergonomie und Nachhaltigkeit setzt der P30i damit neue Maßstäbe und ist der Anfang vom Ende des Dieselstaplers“, sagt Erlach.

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Welche weiteren Neuerungen das Unternehmen in Hamburg vorgestellt hat (so etwa der Hochhubwagen ERC216zi, eine neue EKS-Plattform und das FTS ERC 213a), lesen Sie in der nächsten Ausgabe von „logistik journal“.