Dezentral und digital

Antriebstechnik Die Zukunft der Produktion ist modular, flexibel und autonom. Das erfordert laut Nord Drivesystems neue Systeme mit dezentraler Intelligenz, die die wachsende Komplexität der Prozesse bewältigen. Sie lassen sich an die gewünschte Anwendung anpassen und flexibel im Anlagenfeld integrieren.

21. November 2019
Dezentral und digital
Die dezentralen Antriebseinheiten lassen sich flexibel im Anlagenfeld integrieren. (© Nord)

Dezentrale Frequenzumrichter können zahlreiche Vorteile bieten: Sie sparen Platz im Schaltschrank, reduzieren den Verdrahtungs- und Verkabelungsaufwand, vereinfachen die Wartung und erhöhen so die Effizienz des gesamten Antriebssystems. Mit seinem umfangreichen Produktbaukasten an dezentraler Antriebselektronik deckt Nord Drivesystems nach eigenen Angaben nahezu alle Anforderungen und Applikationen ab. Die Antriebskomponenten verfügen über einen Leistungsbereich bis 22 kW, eine standardmäßig integrierte PLC sowie eine hohe Steckbarkeit. Sie lassen sich frei konfigurieren und so an die gewünschte Anwendung anpassen. Die dezentrale Antriebstechnik von Nord ist in alle Automatisierungsarchitekturen integrierbar.

Integration in Industrie 4.0

»Nord-Antriebe sind vernetzt, autark und skalierbar – und liefern so alle erforderlichen Voraussetzungen für die Integration in eine Industrie-4.0-Architektur«, verspricht das Unternehmen. Die in die Umrichter integrierte PLC kann die übergeordnete Anlagensteuerung entlasten und eigenständig Steuerungsaufgaben übernehmen. Das erlaubt ein Anlagendesign mit autarken Produktionsgruppen und Fertigungsinseln. Die frei programmierbare PLC verarbeitet die Daten angeschlossener Sensoren und Aktoren, kann Ablaufsteuerungen einleiten und die Antriebs- und Anwendungsdaten an den Leitstand, vernetzte Komponenten oder eine vorhandene Cloud übermitteln. Das ermöglicht eine kontinuierliche Zustandsüberwachung (Condition Monitoring) und legt damit die Basis für vorausschauende Wartungskonzepte (Predictive Maintenance) sowie eine optimierte Anlagendimensionierung.

Nordac Link als variable Lösung

Die Antriebssteuerung für die variable, dezentrale Installation ist als Frequenzumrichter (bis 7,5 kW) sowie Motorstarter (bis 3 kW) verfügbar und bietet laut Nord eine schnelle Inbetriebnahme, einfache Bedienung und Wartung. So werden alle Anschlüsse beim Nordac Link über Steckverbindungen hergestellt. Zusätzlich zur Steckbarkeit sollen integrierte Wartungsschalter und Handbedienschalter für eine hohe Benutzerfreundlichkeit sorgen.

Nordac Flex für mehr Flexibilität

Mit seinem Leistungsbereich bis 22 kW, seinem großen Funktionsumfang sowie seinem Zubehör ist der Nordac Flex der flexibelste der Nord-Umrichter. Mit dem einfachen Parametertransfer via EEPROM-Speicher sind Installation und Wartung »zuverlässig und schnell erledigt«. Dank des modularen Aufbaus sind die Nord-Umrichter nach eigenen Angaben einfach erweiterbar und bieten eine Vielfalt an Einsatzszenarien für Automationsnetzwerke im Industrie-4.0-Zeitalter. Ihre Einsatzgebiete reichen von der Fördertechnik und Intralogistik über Applikationen in der Verpackungs- und Lebensmittelindustrie bis hin zu Pumpenanwendungen und dem allgemeinen Maschinenbau.

Erschienen in Ausgabe: 06/2019
Seite: 52

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