DHL erhöht Prognose für 2009

Strikes Kostenmanagement

05. November 2009

Deutsche Post DHL verzeichnete infolge der anhaltenden globalen Wirtschaftskrise im dritten Quartal einen Umsatzrückgang von 18,6 Prozent auf 11,2 Milliarden Euro. Mit Hilfe des konsequenten Kostenmanagements konnten die Auswirkungen auf die Profitabilität des Konzerns jedoch deutlich gemindert werden.

Das berichtete EBIT auf Konzernebene belief sich im dritten Quartal auf 231 Millionen Euro nach 953 Millionen Euro im Vorjahr. Für den deutlichen Rückgang waren vor allem die im Vorjahr enthaltene Rückzahlung der EU-Beihilfe, Ergebnisbelastungen aus der Arcandor-Insolvenz und die Restrukturierungsaufwendungen für das US-Expressgeschäft verantwortlich.

"Weil unser Kostenmanagement Früchte trägt, behaupten wir uns erfolgreich in der Krise", sagte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Post DHL, Frank Appel. "Auch wenn wir erste positive Signale durch die Stabilisierung der Transportmengen sehen, gibt es noch keine Anzeichen einer umfassenden konjunkturellen Erholung. Wir dürfen deshalb jetzt nicht nachlassen, sondern müssen im Gegenteil unsere Bemühungen weiter forcieren."

Heute ist der Konzern zuversichtlich, das ursprünglich für Ende 2010 geplante Gesamteinsparziel von 1 Milliarde Euro indirekter Kosten bereits Ende 2009 zu erreichen. Allein in den ersten neun Monaten 2009 konnten 720 Millionen Euro eingespart werden. Insgesamt liegt das bisherige Einsparvolumen seit November 2008 bei 859 Millionen Euro.

Darüber hinaus wirkte sich die Folgebewertung der Verkaufsoptionen auf Aktien der Deutschen Postbank AG negativ auf das Konzernperiodenergebnis nach Minderheiten aus, das im dritten Quartal 2009 bei minus 83 Millionen Euro lag, nach 879 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Das Ergebnis je Aktie sank dementsprechend von 73 Cent im Vorjahr auf minus 7 Cent.

Aufgrund der Fortschritte im Kostenmanagement und den ersten Zeichen einer Markterholung, hat Deutsche Post DHL trotz des weiterhin schwierigen Umfelds sein bisher angepeiltes Ziel von 1,2 Milliarden Euro EBIT vor Einmaleffekten im Gesamtjahr 2009 auf mindestens 1,35 Milliarden Euro erhöht. Darüber hinaus erwartet der Konzern weiterhin einen positiven Nettogewinn für 2009.

"Die Ergebnisse des dritten Quartals und die erhöhte Prognose für das Gesamtjahr beweisen, dass wir auf dem richtigen Weg sind", sagte der Finanzvorstand der Deutschen Post DHL, Larry Rosen. "Aber wir haben noch einen langen Weg vor uns, um unser Potential vollständig zu entfalten."