Toyota verkauft im Bereich Gabelstapler und Lagertechnikgeräte unter den Marken Toyota, BT und Raymond; Linde unter eigenem Namen, aber auch über Still, OM und - eingeschränkt - über Komatsu. Das Ergebnis der FJ-Recherchen erlaubt eine vergleichende Betrachtung von Markt und Marken und die Gegenüberstellung von Toyota und Linde. Herausragende Erkenntnis: Die beiden Weltmarktführer im Staplergeschäft operieren nahezu nach gleichen Grundsätzen: inneres Wachstum, Innovation beim Produkt, Perfektion beim Service, gepaart mit Wachstum durch Zukauf. So hat Linde in den 80er Jahren in Europa acht Staplerhersteller unter sein Dach genommen, darunter Pioniere wie Still, Lansing und Fenwick. Toyota machte sich erst mal selbst stark und kaufte dann im Jahre 2000 die schwedische Aktiengesellschaft BT Industries AB, die heute mit 8.000 Mitarbeitern 1,3 Milliarden Euro Umsatz und 80 Mio. Euro Gewinn vor Steuern rund ein Drittel zum Umsatz des Toyota-Staplergeschäftes beiträgt. Der nächste Deal im internationalen Staplerbusiness dürfte die strategische Übernahme der Mehrheit von Komatsu Forklift durch Linde sein, was den Umsatz von Linde um 700 Mio. Euro auf fast vier Mrd. Euro erhöhen und den Großhersteller aus Deutschland wieder auf Platz 1 der Weltrangliste hieven würde.

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Was sich außerdem abspielen könnte in der Staplerbranche, findet zwar eine Etage tiefer statt, jedoch mit so klangvollen Namen wie Jungheinrich, Crown und Nacco (Hyster und Yale) und mit Umsätzen, die immerhin zwischen einer und 1,5 Mrd. Euro liegen. Dennoch: Die Speerspitzen Toyota und Linde erreichen gemeinsam einen Umsatz von 6,4 Mrd. Euro. Um den gleichen Wert zu erreichen, müßten die in der Weltrangliste nachfolgenden sechs Unternehmen ihren Umsatz gemeinsam in die Waagschale werfen. Spielraum für Verschiebungen in der Staplerwelt ist trotzdem vorhanden.