Weil Flughafenbetreiber in den kommenden Jahren mit immer mehr Reisenden rechnen, entstehen auf den Flughäfen immer neue Terminals – oder bereits bestehende werden modernisiert. Herzstück sind die Bandförderanlagen. Sie transportieren Koffer, Taschen oder auch Pakete schnell und sicher zu ihrem Bestimmungsort innerhalb des Geländes.

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„Damit das Gepäck von Förderband zu Förderband oder zum Übergabetrichter reibungslos befördert werden kann, sind in der Regel an den Übergangsstellen Stahlplatten angebracht“, beschreibt Harry Schiminski, Produktmanager bei der Flexco Europe GmbH. Das Unternehmen hat sich auf mechanische Transportband-Verbindersysteme spezialisiert, die in unterschiedlichen Branchen zum Einsatz kommen – unter anderem an Flughäfen. „An sich sind die Platten auch eine effiziente Lösung“, sagt Harry Schiminski. Doch diese müssten oft individuell gefertigt werden. Zudem können sich im Spalt zwischen Transportband und Platte unter anderem die Schnüre eines Beutels, die Rollen eines Koffers verfangen oder ein Paket verkanten. Dann staut sich das nachfolgende Transportgut. Bis der Service-Techniker den Schaden behoben hat, steht die Anlage still – und unvorhergesehene Stillstände sind in der Regel teuer. „Kommt es dann auch noch innerhalb eines Röntgen-Scanners für die Sprengstofferkennung zum Stau, dauert es wegen der schwierigen Zugänglichkeit nochmal länger“, sagt Harry Schiminski. Sind die Gepäckstücke zu spät an ihrem Zielort, fliegt der Fluggast eventuell ohne sie ab. „Bei diesen Staus besteht zudem die Gefahr, dass ein Paket zu Boden fällt und der Inhalt beschädigt wird. Ganz gleich welcher Fall eintritt, für die Betreiber kann das teuer werden.

Flexco hat mit den segmentierten Übergangsplatten eine effektive Transferlösung entwickelt, mit denen die Bänder „endlos“ verbunden werden. Die Komponenten bestehen aus dem hochfesten Kunststoff HDPE (High Density Polyethylen). Sie besitzen einen äußerst niedrigen Reibungskoeffizienten sowie lange Standzeiten. An den Übergängen bilden die Segmente einen sicheren Verbund, auf dem das Fördergut problemlos über die Segmente rutscht. „Apropos Segmente: Genau darin unterscheidet sich unsere Lösung von einer starren Stahlplatte“, sagt Harry Schiminski.

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Die Segmente können Übergänge von 38 bis 250 Millimeter abdecken. Die unterschiedlichen Segmente lassen sich beliebig miteinander kombinieren. Das ist zum Beispiel erforderlich, um durch eine versetzte Montage Unterschiede in der Tragkonstruktion auszugleichen – was mit einer Stahlplatte nicht möglich ist. Die Brückensegmente ermöglichen Übergänge von Band zum Übergabetrichter oder zur Rutsche. Montiert werden die verschiedenen Komponenten auf einer Montageschiene. Die Montageschienen decken die Bandbreiten bis zu 1.524 Millimeter ab.

„Verklemmt sich nun etwas in der Übergangsplatte, löst sich das jeweilige Segment aus der Monatageschiene und gibt den Fremdkörper frei“, erläutert Harry Schiminski. „Der Übergang bleibt dabei sicher bestehen.“ Ist das Segment beschädigt, erfolgt der Austausch in wenigen Sekunden: Der Service-Techniker sieht durch die auffallend gelbe Farbe der Flexco-Komponente sofort, wo er eingreifen muss. Er klickt das alte Segment aus der Schiene und das neue hinein.

Eine Kostenfalle an den Transportbändern ist zudem die Einzugsstelle. Bleiben hier kleine Gegenstände hängen, kann der Gurt in Längsrichtung reißen. Dann steht die Anlage erstmal still. „Damit das nicht passiert, haben wir unseren Einzugsschutz Hitch Guard entwickelt“, sagt Harry Schiminski. Auch diese Komponente besteht aus mehreren Segmenten, die sich mit Halterungen und Befestigungselementen einfach installieren lassen. Auflagestange und Segmente können an jede beliebige Bandbreite angepasst werden. Sind an der Bandanlage optische Scanner im Einsatz, bietet Flexco eine optionale Montagevorrichtung an.

Harry Schiminski erklärt das Besondere an Hitch Guard: „Sobald sich ein kleiner Gegenstand zwischen Förderband und Segment verfängt, gibt das jeweilige Segment dem Druck nach. Dadurch löst sich der Fremdkörper.“ Die anderen Segmente bewegen sich währenddessen nicht, damit muss der Betrieb nicht unterbrochen werden. Auch hier erleichtert das helle Gelb der Komponenten dem Service-Techniker die Arbeit. „Mit unseren effizienten Transferlösungen unterstützen wir die Betreiber dabei, Kosten zu sparen“, sagt Harry Schiminski. Auf den Flughäfen kommt es zu weniger ungeplanten Ausfällen und damit auch zu weniger Serviceeinsätzen. Ganz wichtig für die Passagiere: Die Sicherheit des Transportguts wird deutlich erhöht.