Abschiede fallen schwer. Der hier besonders. Deswegen mache ich es kurz: Sie lesen hier meine Abschiedsworte, stellvertretend für das Team von »logistik journal«. Der Verlag Henrich Publikationen, in dem »logistik journal« erscheint, wird in den nächsten Monaten stillgelegt, so haben es die Eigentümer beschlossen.

Mit ihm verschwinden seine Zeitschriftenmarken, darunter das »logistik journal«. Die jahrzehntelange Ära unseres Magazins endet hier. Ein Magazin, das in der Branche stets einen hervorragenden Ruf genoss und das für Neugier, Kreativität, Unabhängigkeit und hohe journalistische Kompetenz stand.

Wir, das Team von »logistik journal«, wollen uns mit diesen Zeilen von Ihnen, unseren Lesern, verabschieden. Wir danken allen, die uns über 50 Jahre die Treue gehalten haben und für die wir immer aufs Neue unser Magazin mit viel Herzblut, Mut und Engagement gestaltet haben. Journalistisch zu arbeiten, das ist mehr als ein Handwerk, mehr als ein Job. Es geht um Werte, Offenheit und Verantwortung. Ich habe mich dieser Verantwortung immer mit großer Leidenschaft gestellt. Eine Leidenschaft, die ich auch immer bei den Menschen in der Logistik gespürt habe, ohne die ich dieses Magazin so nicht hätte gestalten können. Mir werden die spannenden und intensiven Gespräche mit den wichtigsten Akteuren der Logistik in bester Erinnerung bleiben. Passion, Kreativität und gute Führung sind auch in einer automatisierten und zahlengetriebenen Welt der Mittelpunkt eines erfolgreichen Wirtschaftens.

Was mir bleibt, ist Ihnen alles Gute zu wünschen. Ich bin sicher, dass die Logistikbranche die wichtigsten Themen nach Corona (Klima und Digitalisierung) weiter mutig und ambitioniert angehen wird. Gerade in der Krise hat sich gezeigt, wie systemrelevant Logistiker sind.

Ihnen persönlich und Ihrem Unternehmen wünsche ich für die Zukunft viel Erfolg! Ich hoffe sehr, dass wir uns recht bald wiedersehen. Bleiben Sie neugierig!

Tobias Rauser