Eine Frage - Drei Antworten

Abschwung, Stillstand oder Wachstum: Auf welches Szenario 2020 bereiten Sie sich vor?

21. November 2019
Eine Frage - Drei Antworten
(©Maksym Yemelyanov – stock.adobe.com)

Michael Mohr

Wir gehen in 2020 von einer leichten Abkühlung der Konjunktur aus; dies war nach mehreren guten Jahren aber zu erwarten. Als Familienunternehmen streben wir ein eher moderates, solides Wachstum an. Wir sind weltweit in den verschiedenen Regionen gut aufgestellt und können Konjunkturschwankungen in gewissem Maß ausgleichen. Nicht nur in den Märkten, auch in den Produktbereichen gibt es immer mal ein Auf und Ab, welches wir durch unser breites Produkt- und Leistungsspektrum auffangen können. Angesichts von Marktfaktoren wie u. a. dem E-Commerce-Boom und dem globalen Wettbewerbsdruck sehen wir nach wie vor einen hohen Bedarf an modernen Intralogistik-Lösungen.

Stefan Brenner

Aus der Sicht meines Unternehmens AMI sehe ich für das Jahr 2020 eine in etwa gleichbleibende Konjunktur. Was unter anderem einmal mehr die Bedeutung der Intralogistik für das Funktionieren innerbetrieblicher und weltweit vernetzter Wertschöpfungsketten unterstreicht. In diesem Kontext erweitern wir unser Produktportfolio kontinuierlich und verstärken unsere Aktivitäten in der Automatisierung für die Intralogistik in allen Branchen. Auf diese Weise werden wir auch in Zukunft weiterwachsen. Dazu beitragen wird – aus marktstrategischer Sicht – unser Engagement über Deutschland und Europa hinaus.

Rainer Buchmann

Auch wenn sich unsere Konjunktur insgesamt abflacht, so haben wir Branchen, die noch immer wachsen, weil sie zukunftsträchtige Technologien offerieren oder von der privaten Nachfrage getrieben werden wie das Baugewerbe oder Handel beziehungsweise E-Commerce. Bei Letzterem boomt die Multi-Channel-Ausrichtung. Hier rechnen wir weiter mit kontinuierlichen Investitionen. Wir stellen uns jedoch darauf ein, dass neben großen Lagern und Zentren auf der Wiese vermehrt in Micro-Fulfillment in urbanen Lagen investiert wird, wo innovative modulare Lösungen mit geringem Footprint und kurzer Implementierungszeit gefragt sind.

Erschienen in Ausgabe: 06/2019

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