Erfolgreiche Symbiose

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Automated Packaging Systems -Dass Kapazitätsprobleme neues Denken initiieren können, beweist das mittelständische Unternehmen Hytec-Hydraulik. Das Ergebnis: Ein selbst entwickeltes Warenwirtschaftssystem und die Einbindung eines Verpackungssystems von Automated Packaging Systems.

04. September 2018
© Automated Packaging Systems
Bild 1: Erfolgreiche Symbiose (© Automated Packaging Systems)

Mit über 17.000 am Lager vorhandenen Komponenten beliefert die vor gut 25 Jahren gegründete Hytec-Hydraulik OHG in Helmstedt Nutzer von Hydrauliksystemen in verschiedensten Branchen. Allein die Vielfalt und Besonderheit der einzelnen Hydraulikparts erfordert eine akribische Bestellannahme, Fakturierung, Lagerhaltung und Verpackung der vom Kunden benötigten spezifischen Teile. Dies alles möglichst innerhalb von 24 Stunden.

Gesucht: Flexibles Warenwirtschaftssystem

Vor diesem Hintergrund suchte das Unternehmen vor drei Jahren effizientere Methoden der Lagerhaltung und Verpackung bei gleichzeitiger Einbindung in ein eigenes Warenwirtschaftssystem.

Geschäftsführer Michael Georgi erläutert: »Wir waren damals einfach an der Grenze unserer Kapazität angekommen. Eingehende Bestellungen mussten per relativ unflexibler Programme am PC abgewickelt werden.

In der Masse verpackten wir unsere Hydraulikteile zeitraubend in übliche Zipperbeutel und produzierten aufwendig die einzelnen Versandetiketten.« Bei Hytec wurde deshalb intensiv nach Lösungen gesucht, zumal auch die Möglichkeiten des E-Commerce völlig unzureichend genutzt wurden.

Die Hilfe kam wie oft direkt aus nächster Nähe.

Als frischgebackener Diplomingenieur für Elektrotechnik/Automatisierung widmete sich Daniel Georgi, der Bruder des Firmenchefs, nun der Modernisierung der Warenwirtschaftsprozesse im Unternehmen. Gemeinsam mit der Geschäftsführung und Mitarbeitern wurde das für kleine und mittelständische Unternehmen passende Warenwirtschaftssystem »Hyreka« entwickelt.

»Vordergründig programmierten wir Hyreka für den Versand- und Onlinehandel. Darüber hinaus lässt es sich jedoch auch in anderen Bereichen einsetzen.« Das System bietet nach Angaben des Unternehmens leicht verständliche Arbeitsabläufe bei einer gleichzeitig hohen Automatisierungsrate. Zum Standardumfang gehören Artikel- und Kundenverwaltung, CRM, Einkauf, Verkauf, eine einfache Finanzbuchhaltung, ein Report-Designer sowie E-Commerce-Funktionen.

Gesucht: Effizientes Verpackungssystem

Parallel zur Hyreka-Entwicklung suchte das Unternehmen ein Beutelverpackungssystem.

Das Ziel: Es sollte schneller als die händische Verpackung sein und gleichzeitig Konfigurationen und Schnittstellen besitzen, um es in den neuen Logistikprozess einbeziehen zu können.

Hytec-Hydraulik wurde bei Automated Packaging Systems (APS) fündig. Das mit APS gemeinsam ausgewählte Tischverpackungssystem PS 125 OneStep entsprach in den technischen Daten und Möglichkeiten den gestellten Forderungen.

Eine Teststellung dieses Verpackungssystems über mehrere Wochen überzeugte schließlich Geschäftsführung und Mitarbeiter. Die PS 125 OneStep verpackt im kontinuierlichen Modus bis zu 15 Beutel pro Minute. Das Tischgerät benötigt 560 mal 480 Millimeter Aufstellfläche und wiegt 49 Kilogramm.

Mit der PS 125 können Beutel mit einer Breite von 50 bis 265 Millimeter und einer Länge von 100 bis 450 Millimeter verarbeitet werden. Während des Verpackungsvorganges werden die Beutel automatisch indiziert und manuell beladen. Die anschließende Versiegelung der Beutel kann auch per optionalem Fußschalter oder automatisch durch voreingestellte Jobparameter ausgelöst werden.

Gefordert: Beutelbedruckung inklusive

Die georderte OneStep-Version der PS 125 ist mit einem integrierten Thermotransferdrucker PH 412 für die Direktbedruckung der Beutel ausgestattet.

Der Drucker ist in der Lage, alle gängigen Barcodes inklusive 2D- Barcodes und den UPS-MaxiCode mit einer Auflösung von 200 dpi zu drucken. Darüber hinaus können Beutel mit Grafiken, freien Texten oder laufenden Serien- oder Prüfnummern bedruckt werden. Ein Wechsel der Druckinhalte ist schnell und einfach durch Abruf gespeicherter Inhalte vom Drucker oder aus externen Datenbanken möglich.

Hytec-Hydraulik entwickelte ein eigenes Druck-Layout mit Produktbild, Produktbezeichnung, Barcode und weiteren detaillierenden Angaben.

Zur Erleichterung bei der Erstellung des Etikettenlayouts steht darüber hinaus eine AutoLabel-Designsoftware von APS optional zur Verfügung. Das für die individuelle Kennzeichnung von Beuteln bisher erforderliche, gesonderte Drucken und Verkleben von Etiketten entfällt in Helmstedt nun vollständig.

Gefunden: Einfache Bedienung, komfortable Ausstattung

Beim Tischverpackungssystem PS 125 sorgt eine automatische Beutelführung für die genaue Positionierung der Beutel beim Inline-Druck, aber auch bei deren Befüllung und Versiegelung.

Der offene Ladebereich der Maschine und eine steuerbare Versiegelungsleiste sollen den Bedienkomfort, die Flexibilität der Maschine und deren Bediensicherheit erhöhen. Die Speicherung und Abrufmöglichkeit von bis zu zehn Verpackungsaufträgen unterstützt die schnelle Umstellung der PS 125 auf andere Beutelformate oder andere zu verpackende Produkte. Die Rollen der Autobag-Beutel lassen sich mit wenigen Handgriffen austauschen.

Jeder Beutel wird jetzt mit einem Bild des verpackten Artikels versehen. Die transparente Beutelrückseite ermöglicht eine problemlose Inhaltskontrolle. »Die aufgedruckten Barcodes werden von alle gängigen Scannern erkannt und können so auch in Sortieranlagen verarbeitet werden«, berichtet IT-Spezialist Daniel Georgi. Zusätzlich zu anderen Informationen wird auch der Lagerort des Artikels aufgedruckt. Geschäftsführer Michael Georgi ergänzt: »Wir sind hochzufrieden mit dieser Lösung. Bei weiterem Bedarf werden wir uns mit Sicherheit wieder an APS wenden.«

Die Effizienz der Logistikprozesse inklusive der Verpackung der Hydraulikprodukte konnte bei Hytec seit 2015 erheblich gesteigert werden. »Wir betreuen heute etwa 45.000 aktive Kunden und versenden täglich bis zu 2.000 Hydraulikteile«, erklärt Michael Georgi und ergänzt: »Wir konnten auch Fehler bei der Kommissionierung reduzieren und Optik sowie Aussage der Verpackung unserer Handelsprodukte wesentlich verbessern.«

Erschienen in Ausgabe: 04/2018