Mit einem Portfolio von mehr als 50.000 Produkten gehört 3M zu jenen Unternehmen, die über ein besonders umfangreiches Angebot verfügen. Klar, daß der effiziente Umgang mit Daten für ein Unternehmen dieser Art von herausragender Bedeutung ist. Was also ist wann und mit welchem Aufwand zu tun, damit optimale Ergebnisse erzielt werden können? 3M entschied sich für eine Umstellung: Im europäischen Distributionszentrum des Unternehmens in Jüchen wurde die Schmalbandversorgung gegen ein breitbandiges Funksystem ausgetauscht. In allen Arbeitsbereichen setzt das Unternehmen jetzt Auto-ID Produkte von Intermec Technologies ein.

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Mobile und feste Terminals

Im Warenein- und ausgang, im Lager sowie in Kommissionierung und Versand verwenden die Mitarbeiter mobile und feste Terminals. Über ein drahtloses Wireless Local Area Network (WLAN) werden Arbeitsaufträge an die Handhelds Intermec 2435 und die Terminals Intermec 2455 übermittelt. Lediglich im Bürobereich benutzen die Mitarbeiter fest mit dem PC verbundene Handscanner zur Datenerfassung. An allen Produkten von 3M befinden sich Barcodes, die zusätzlich über einen Klartext bezeichnet werden. Jeder der Lagerarbeiter erhält seine Anweisungen über Handgeräte oder Staplerterminals. Die empfangenen Aufträge arbeitet er in 20 bis 30 Minuten ab. Dann folgt die nächste Order.

Umfangreiche Lieferung

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Warum eigentlich wurde ein neues System angeschafft? Hanns-Georg Rybak, Manager Logistiksysteme bei 3M in Jüchen, erinnert sich: „Das alte Schmalband-Funksystem war am Ende seiner Lebensdauer angekommen.“ Auch die mobilen Geräte waren nach acht bis neun Jahren gealtert und fielen immer öfter aus. Dadurch stieg der Instandhaltungsaufwand, und damit stiegen auch die Kosten. Zeit also für eine Neuorientierung. Nach eingehender Prüfung der Möglichkeiten entschied 3M sich für das Angebot von Intermec. Ab Mitte Juli 2003 lieferte das Unternehmen die Geräte. Die Lieferung umfasste 41 Staplerterminals, 32 Handhelds, 60 Scanner und 30 WA Access Points. Seit August 2003 befindet sich das komplette System in Betrieb. Die Stapler wurden sukzessive mit den neuen Terminals ausgestattet und konnten nach wenigen Minuten ihre Arbeit fortsetzen.

Die bestehende Anwendung, eine Telnet-Emulation, konnte leicht geändert auf die neuen Geräte portiert werden. Intermec besitzt im Bereich der Auto-ID-Lösungen durch Eigenprodukte wie Drucker, Scanner, Mobile Computer oder Funknetzwerke eine hohe Gesamtkompetenz. Obendrein verfügt das Unternehmen über Software-Knowhow in den Bereichen Terminalemulation, Client/Server sowie ERP-Middleware und gewährleistete damit eine optimale Abstimmung der einzelnen Komponenten innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette.

Große Bedienerfreundlichkeit

Die betroffenen Mitarbeiter von 3M in Jüchen waren frühzeitig in die Entscheidung der Verantwortlichen eingebunden, auf ein neues System umzustellen - und stiegen interessiert in den Prozess ein. „Die meisten Mitarbeiter waren nach zwei bis drei Minuten Einweisungszeit einsatzbereit“, erinnert sich Logistikmanager Rybak. Die Bedienerfreundlichkeit der neuen Geräte sorgte auf Anhieb für große Akzeptanz. Lediglich in der Anfangsphase verwendeten einige Mitarbeiter eine Folie, die über oft genutzte Tastenkombinationen informierte.

Die weitläufigen Gebäude von 3M in Jüchen werden von 30 Access- Points (Intermec WA22) ausgeleuchtet, die über ein Netzwerkkabel mit den Switches verbunden sind. Ein Backup-System verhindert den Ausfall des Funknetzes, auch wenn einzelne Komponenten versagen. „Wir haben bisher mehrere Ausfälle von Geräten oder Leitungen registriert, das WLAN hat aber immer bestens funktioniert“, versichert Hanns-Georg Rybak.

Großen Wert legte 3M auf die Abhörsicherheit. Eine eigens beschaffte Firewall und die Verschlüsselung der Daten verhindern sowohl das Eindringen von Außenstehenden als auch die unerlaubte Nutzung des Netzes. Allerdings: Die Sicherheit gegen Ausfälle und unerlaubte Mithörer waren nicht eben billig. Dafür mußte das Unternehmen etwa 40 Prozent der Projektkosten einräumen. „Das erreichte Sicherheitsniveau war uns das aber wert“, betont Rybak.

Positive Bilanz

Die Erfahrungen mit dem neuen System sind rundum positiv. Unter anderem auch deswegen: „Früher mußten die Mitarbeiter bei Lastschwankungen ein paar Sekunden warten, bis der Auftrag im Gerät ankam“, berichtet Rybak. Diese Wartezeiten sind mit dem WLAN-System vorbei. Weiterer Vorteil der modernen Funktechnik: Bei einer Erweiterung des Logistikzentrums müssen lediglich zusätzliche Access-Points eingerichtet werden.