Um maßgeschneiderte Lösungen anbieten zu können, braucht es die Kreativität und Kompetenz einer agilen Entwicklungsabteilung ebenso wie die Kundenorientierung einer effizient arbeitenden Vertriebsorganisation. Sie übernimmt bei der Erarbeitung des Pflichtenheftes die Planungsaufgaben und unterbreitet in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden und der Technik realisierbare Lösungsvorschläge. Als Vorzeigeprojekt darf diesbezüglich die Entwicklung und Realisierung der kompletten Verladezone des Unternehmens Nordwest-Blumen in Wiesmoor angesehen werden. Hier erwies sich der weltweit tätige Verladespezialist Hafa einmal mehr als wahrer Solution Provider - als Anbieter also, der ebenso kreative wie wirkungsvolle Lösungen bereithält.

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Komplexe Aufgabe

Bei Nordwest-Blumen handelt es sich um einen der größten deutschen Blumenhändler, der mit einer zentralen Lkw-Flotte von Wiesmoor/Aurich aus den gesamten deutschen Markt bedient. Die komplexe Aufgabenstellung an den Verladespezialisten Hafa beinhaltete die Umgestaltung eines bereits vorhandenen Lagerhauses mit dazugehöriger Verladezone. Als Baukörper war das eigentliche Lager bereits vorhanden. Es sollte aber eine Modernisierung der Andockeinrichtungen erfolgen. Als ideale Lösung hierfür schlugen die Verladespezialisten von Hafa das Verladesystem Loadhouse vor, das - mit einem Autodock kombiniert - über eine eigenständige Verladestation und alle notwendigen Komponenten wie Torabdichtung, Überladebrücke und Sektionaltor verfügt.

Unübersehbare Vorteile

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Die Vorteile dieses Verladesystems waren nicht zu übersehen: Es waren keinerlei aufwendige und kostenintensive Arbeiten im Inneren der vorhandenen Lagerhalle notwendig. Alles spielte sich draußen, also außerhalb des Gebäudes ab. Ein weiterer interessanter Aspekt kam noch hinzu: Mit der nun notwendig gewordenen Neugestaltung der Außenfassade konnte man auch der Optik genüge tun. Die Außenfront und die Loadhouses wurden mit dem gleichen Material einheitlich und blumengerecht in hellem Grün gestaltet. Vor diesem Hintergrund wurden die Loadhouses unverkleidet als verzinkte Stahlrahmen-Konstruktion geliefert und montiert. Die Verkleidung übernahm der Bauherr.

Geschlossene Kühlkette

Die wichtigste Forderung von Nordwest-Blumen war die Einhaltung der Kühlkette. Sie darf weder beim Transport, noch beim Verladevorgang unterbrochen werden. Für den Transport seiner empfindlichen Ware setzt das Haus Nordwest-Blumen ausschließlich Thermozüge ein. Diese besitzen eine Außenisolierung mit einer Stärke von 40 mm und sind zusätzlich mit Kühlaggregaten ausgerüstet. Von besonderer Bedeutung ist, daß die Fahrzeuge vorgekühlt an die Verladestation andocken. Um zu vermeiden, daß - speziell im Sommer - beim Verladen Wärme in den Lkw und in das Kühllager eindringt, muß mit geschlossenen und nicht wie üblich mit geöffneten Türen angedockt werden. Die Türen dürfen erst geöffnet werden, wenn der Lkw angedockt ist. Und das wiederum erforderte erhebliche Änderungen an der Verladerampe.

Unterschiedliche Abmessungen

Vor diesem Hintergrund war es notwendig, im Schwenkbereich der Türen eine wesentliche niedrigere Rampenhöhe als üblich einzusetzen. Zudem waren bei Nordwest-Blumen unterschiedliche Lkw-Abmessungen zu berücksichtigen. Es mußte also von einer extrem niedrigen Andockhöhe ausgegangen werden, die trotzdem die übliche Rampenhöhe von 1.200 mm (des Lagers) berücksichtigte. Insgesamt standen die Verantwortlichen also vor einer anspruchsvollen Aufgabe, die profundes Wissen auf dem Gebiet der Verladetechnik voraussetzte.

Maßgeschneiderte Lösung

Die Spezialisten von Hafa hielten die optimale Lösung bereit: eine Stufenrampe mit schräg eingebauter Überladebrücke. Die nach unten geneigte, schräge Ruheposition ist gleichzeitig die unterste Stellung der Überladebrücke. Sie befindet sich daher komplett unterhalb der Ladefläche des Lkw. Die Türen können nun ohne Probleme auch im angedockten Zustand des Lkw geöffnet werden. Die Bauweise, die das Öffnen der Türen gestattet, war bereits bei Innenrampen angewandt worden. Bei einem Loadhouse aber hatte sie Premiere.

Punktgenaues Ansteuern

Die Ausführung des Loadhouse& pos; als Stufenversion erfolgte mit einer Hafa- Überladebrücke mit Vorschubtechnik. Eine Klappkeil-Überladebrücke, die für das Auflegen des Klappkeils auf die Lkw-Ladefläche einen bestimmten Schwenkbereich benötigt, war nicht geeignet. Mit der gewählten Lösung dagegen kann die Ladefläche des Lkw punktgenau angesteuert werden. Somit kann die Verladung ins Gebäudeinnere von jeder in Frage kommenden Lkw-Ladehöhe aus mittels Loadhouse erfolgen. Auf diese Weise bleibt die lückenlose Kühlkette erhalten, was wiederum bewirkt, daß die Blumen auch während des Verladevorgangs nichts von ihrer Frische verlieren. Zusätzlich sorgt die von Hafa installierte Lösung für eine Ersparnis beim Energieverbrauch und somit für eine Senkung der Betriebskosten.

Eindeutige Signale

Ein weiterer positiver Aspekt im Zuge der umfangreichen Installation von Hafa ergab sich mit Blick auf den Anfahrpuffer. Der Hintergrund: Wenn die Rampenhöhe unterhalb des Lkw-Anfahrbereiches liegt, ist auch der beste Anfahrpuffer - ob höhenverstellbar oder nicht - ohne Funktion. Der Lkw wird die niedrige Rampe einschließlich Puffer „überfahren“. Anfahrschäden sind die Folge. Und die können teuer werden. Bei Nordwest-Blumen wurde das Problem unter dem Motto „Grün, Gelb, Rot - Lkw ist angedockt“ mit dem neuen Hafa-Eye optimal gelöst. Und so funktioniert& pos;s: Über eine Sensoreneinheit unterhalb der Überladebrücke wird eine Außenampel gesteuert, die dem Lkw-Fahrer in einzelnen Schaltstufen genau seinen Abstand zur Rampe signalisiert. Mit der Rot-Phase hat der Lkw seine Andockposition punktgenau erreicht. Dank dieses Verfahrens konnte bei Nordwest-Blumen auf die Montage von Anfahrpuffern komplett verzichtet werden. Das Hafa-Eye wird vom Hersteller als innovative Lösung für ein Dauerproblem auch mit Blick auf andere Verladeanlagen angeboten. Die Ausstattung vorhandener Anlagen mit der modernen Andocktechnik von Hafa ist problemlos möglich. Nachrüstsätze sind in unterschiedlichen Ausführungen lieferbar.

Wie wirkungsvoll die Hafa-Technik arbeitet, zeigt sich am Beispiel von Nordwest-Blumen besonders deutlich. Dort garantieren jetzt 14 moderne Verladeanlagen, daß die empfindliche Ware des Unternehmens auch in Sachen Frische immer bestens geschützt ist.