Gerdes ist alter und neuer DHL-Briefchef

Für drei Jahre in den Vorstand bestellt

16. September 2009

Der Aufsichtsrat der Deutschen Post DHL hat Jürgen Gerdes für weitere drei Jahre in den Konzernvorstand bestellt. Gerdes (45) ist seit 1. Juli 2007 Mitglied des Konzernvorstandes und wird unverändert als CEO BRIEF das nationale und internationale Briefgeschäft sowie die Bereiche Paket Deutschland und Filiale verantworten.

Derzeit ist Gerdes unter anderem mit der Analyse der Sommer-Maßnahmen beschäftigt: Ein Bericht in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung hatte zuletzt für eine verstärkte Kontrolle gesorgt. Mitarbeiter der FAS hatten einen eigenen Test gemacht und insgesamt 99 Briefe auf die Reise geschickt - mit einer Zustellquote am nächsten Werktag von 61 Prozent.

Die Sommer-Maßnahmen sind Teil eines umfassenden Maßnahmenpaketes, das aus Sicht der Deutschen Post dringend notwendig ist, um Profitabilität und damit Arbeitsplätze im Briefbereich zu erhalten. Ohne Einsparungen und Umstrukturierungen drohen in Zeiten von E-Mail und Internet langfristig Verluste, finanzielle und personelle.

Für die Deutsche Post sind die Maßnahmen ein wichtiger Schritt, um Erkenntnisse über Möglichkeiten zur Kosteneinsparung zu sammeln. Diese sind dringend notwendig, denn die derzeit spürbaren Rückgänge der Sendungen - sowohl durch die fortschreitende E-Substitution als auch durch die Wirtschaftskrise - gehen auch am Marktführer nicht spurlos vorbei. Gerdes: "Wie in anderen Unternehmen auch ging es für uns darum, die Produktionskapazitäten an das veränderte Nachfrageverhalten anzupassen - ohne die gewohnte Qualität zu beeinträchtigen."