Gut laden, besser fahren

Unternehmen

Batterieladetechnik - Wer für seine Elektrostapler die passende Batterieladetechnik einsetzt, fährt besser. Ein Beispiel aus Österreich zeigt, wie sehr sich richtige Technik rentiert.

15. April 2011

Die Constantia Teich GmbH mit Sitz im österreichischen Weinburg ist ein international führender Anbieter von Verpackungsmaterialien. Aus den Rohstoffen Aluminium, Papier und Kunststoff werden hochwertige Produkte für Milchwirtschaft, Süßwaren-, Lebensmittel- und Tiernahrungsindustrie sowie für international tätige Pharmakonzerne gefertigt. Ein Hauptprodukt von Constantia Teich ist die sogenannte Platine, jener dünne, zur Vermeidung von Oxidation beidseitig lackierte Deckel auf Joghurt- oder Frischkäsebechern. Mit über 800 Mitarbeitern ist Constantia Teich das Leitunternehmen der Constantia Flexibles, die wiederum ein Segment der börsennotierten Constantia Packaging AG ist. Constantia Flexibles ist groß genug, um multinationale Unternehmen der Nahrungsmittel-, Pharma- und Getränkeindustrie mit unterschiedlichen Produkten beliefern zu können. Gleichzeitig ist die Gruppe flexibel genug, um auf spezifische Kundenwünsche einzugehen und in Nutzen für die Kunden umzusetzen.

Die sehr unterschiedlichen Herstellungsprozesse – Walzen, Lackieren, Extrusionsbeschichten, Kaschieren, Bedrucken, Prägen, Schneiden, Stanzen und andere mehr – erfolgen an verschiedenen Maschinen, die materialflusstechnisch verknüpft werden müssen. Das übernimmt großteils eine Flotte von Flurförderzeugen. Projektmanager Franz Schmied nennt durchaus beeindruckende Zahlen: »In Summe haben wir derzeit 95 Fahrzeuge mit Elektroantrieb im Einsatz. Wir arbeiten hier rund um die Uhr. Deshalb sind auch die Fahrzeuge mit ihren Batterien stark gefordert. Da wir teilweise Wechselbatterien einsetzen, verfügen wir momentan über 111 Batterien und 80 Ladegeräte von Fronius.«

Problematik erkannt

Es waren vor allem die kurzen Lebenszeiten der teuren Batterien von nur drei bis vier Jahren, die dazu führten, dass man sich bei der Constantia Teich GmbH mit der Thematik »Batterie und Ladetechnologie« eingehender befasste. Zuvor hatte man sich auf die Aussagen der Flurförderzeug-Lieferanten und deren Vorschläge in Sachen Ladegeräte verlassen, die vorrangig 50-Hertz-Trafotechnik angeboten und geliefert hatten. »Im Laufe unserer Studien wurde uns klar, dass vor allem die Erwärmung der Batterie während des Ladeprozesses einen großen Einfluss auf deren Lebensdauer hat. Dadurch stießen wir auf die Inverter-Technologie«, erinnert sich Franz Schmied. Die ersten Fronius-Geräte mit Active Inverter Technology wurden bereits im Jahr 2001 von Constantia Teich getestet – und hatten prompt überzeugt.

Kompakte Bauform

Es waren insbesondere die kompakte und damit platzsparende Bauform und die einfache Programmierung der optimalen Ladekennlinien über das integrierte Display, die nach Ansicht der Firma Constantia Teich für Fronius sprachen. »Die Batterien erreichen jetzt im harten Einsatz eine Lebensdauer von sechs bis sieben Jahren und im leichteren Einsatz auch deutlich mehr. Das ist, was für uns zählt«, bekräftigt Franz Schmied.

Hohe Energieeffizienz

Das Energiesparen mit den Fronius-Ladegeräten von bis zu 30 Prozent ist zwar ein wichtiges Kriterium, steht bei dem Verpackungsspezialisten aber nicht an erster Stelle der Argumente, denn »wir haben insgesamt einen hohen Energieverbrauch mit der Folge, dass die Stromkosten vergleichsweise günstig sind. Da spielt die Energie- und Kostenersparnis beim Laden der Batterien eine untergeordnete Rolle«, erklärt Franz Schmied. Es sei vor allem die deutlich höhere Lebensdauer der Batterien, die durch die Active Inverter Technology des österreichischen Ladegeräteherstellers Fronius eine entscheidende Ersparnis bringt. In den Werkshallen der Constantia Teich GmbH gibt es keine zentrale Batterieladestation, sondern die Stationen sind dezentral angeordnet.

Diese Bereiche mit je fünf bis zehn Ladegeräten werden bei Bedarf von den Fahrzeugen aus der Umgebung angefahren. Hierher kommen vor allem Flurförderzeuge, die nicht im Dreischichtbetrieb gebraucht werden und deren Batterien in diesen Stationen eine Zwischenladung erhalten. Auf diese Weise erspart man sich das gelegentlich umständliche Wechseln der Batterien. Eine Besonderheit ist ein Ladegerät Selectiva Plus 8050 aus dem Hause Fronius, das Constantia Teich für die Werkstätte gekauft hatte. Es ist für 80-Volt-Batterien ausgelegt, kann aber auch kleinere Batterien mit 12, 24, 36, 48 und 72 Volt laden. Durch verschiedene am Display einstellbare Kennlinien lässt sich die Ladung optimal auf die Anforderungen der Anwendung anpassen. Der Vorteil für Constantia Teich: Jeder Batterietyp, der in die Werkstätte kommt, kann hier über Nacht aufgeladen werden.

Daten & Fakten

Fronius ist auf internationaler Ebene in den Bereichen Batterieladesysteme, Schweißtechnik und Solarelektronik tätig.

Weltweit beschäftigt das Unternehmen aus Österreich rund 2.700 Mitarbeiter. Der Umsatz 2009 lag bei 329 Mio. Euro.

In Deutschland ist Fronius in Neuhof bei Fulda ansässig.

Erschienen in Ausgabe: 02/2011