Gute Logistik in Gelb

Großhandel - In einem Sommer, in dem die beste Fußballmannschaft der Welt ermittelt wird, darf zweifelsfrei mit steigendem Gentränkekonsum gerechnet werden. Da muss der Nachschub rollen. OM hilft dabei, dass keiner Durst leidet.

16. Mai 2006

Die Getränke Industrie Mittelhessen (GIM) in Gießen zählt zu den neun freien Coca-Cola-Konzessionären Deutschlands. Inzwischen sind in den GIM-Unternehmensverbund 16 Getränkefachhändler integriert. Zu den Schwesterunternehmen zählt auch der Hagedorn Wiegand Getränkefachgroßhandel in Rotenburg an der Fulda. Nach Neukundengewinnung und gestiegenem Absatz musste die Lagerfläche in Rotenburg auf 3.000 Quadratmeter nahezu verdoppelt werden. Alleine von hier aus werden 1.600 Kunden bedient. Da sind effektive Abläufe im Lager natürlich unabdingbar.

Für das schnelle Be- und Entladen der Coca-Cola-Jumbotrucks und anderer Lkw sowie für die Arbeit in den schmalen Regalgängen sind fünf wendige XE15-Elektrostapler von OM zuständig. Dabei handelt es sich um die Dreiradversion mit einer Tragkraft von 1,5 Tonnen und geringer Breite. Das ergonomische Fahrercockpit ist mit einem MSG 20-Sitz mit Armlehne ausgestattet. Eine leichtgängige Servolenkung reagiert feinfühlig auf jede Bewegung. XEs lassen sich sowohl manuell als auch mit Doppelpedal manövrieren. Hubgerüste mit schmalen Profilen erweitern das Blickfeld auf den Aktionsraum. Für das erforderliche Tempo sorgen leistungsstarke Gleichstrom- und Drehstrommotoren. Weitere Merkmale der OM-Stapler sind ein hohes Drehmoment und ein Gegenstrom-Bremssystem. Während der Fahrt koordiniert ein Potentiometer die Radstellungen. Zudem garantiert es die Stabilität des Staplers in Kurven.

Schneller Datentransfer

Moderne Elektronik mit CAN-BUS-Steuerung steht für präzises Ansprechverhalten durch schnellen Datentransfer und rasche Befehlsübermittlung. Das übersichtliche Display informiert über Batteriezustand, Geschwindigkeit und Leistungsverteilung. Die effiziente Bedienung steht Staplers gewährleistet ein Joystick. Mit einer Hand kann der Fahrer alle Funktionen des Hubgerüstes schnell und sicher ausführen. Ein in den Joystick integrierter Schalter ermöglicht zudem den bequemen Wechsel der Fahrtrichtung.

Die Bereitstellung des umfangreichen GIM-Getränkesortiments erfordert kraftvolle Geräte. Auf dem überdachten Cargohof bewältigen die OM-Powerpakete E 30ac und E 60 N (mit Doppelgreifeinheiten für das Handling von zwei Paletten) die täglichen Umschlagspitzen von bis zu 18 Lkw-Ladungen. Die neuen 30ac-Elektrostapler mit einer Nutzlast bis zu 3.000 kg, Hubhöhen bis zu 6.900 mm und einer maximalen Fahrgeschwindigkeit unter Last von 20 km/h erfüllen dabei selbst anspruchvollste Aufgaben. Die zwischen den Achsen befindliche Batterie, Vorderradantrieb mit zwei Wechselstrommotoren, die Programmierbarkeit der Antriebs- und der Hubleistung sowie ausgezeichnete Sichtverhältnisse haben daran maßgeblichen Anteil. Der Fahrerarbeitsplatz des E 30ac ist zur Schwingungsdämmung auf Gummiträgern gelagert. Komfortabel auch die integrierte Konsole mit den Hauptbedienelementen. Zur Energierückgewinnung und Erhöhung der Bremsleistungen sind die Stapler mit regenerativer Technik ausgestattet.

Ergonomisches Arbeiten

Die angelieferten Paletten mit Getränkekästen, Großgebinden, Getränkecontainern und Fässern werden von XE-Staplern in das Blocklager für Schnelldreher oder in das Regallager gebracht. Für Kommissionierarbeiten werden sowohl XE-Stapler als auch Vertikalkommissionierer vom Typ XOP1 eingesetzt. Von den XOPs aus können Waren aus der unteren Ebene ebenso entnommen werden wie aus den Regalen darüber. Dabei hebt die Bedienerplattform den Fahrer auf die ergonomisch angenehmste Arbeitshöhe. Alle Fahrbewegungen der XOPs werden mit mikroprozessorgesteuerter Signalverarbeitung ausgeführt. Als zentrale Einheit dient die Mosfet-Steuerungstechnologie.

Die einzelnen Positionen der Kommissionieraufträge werden mit accesspoint-vernetzten Handscannern erfasst. Ist die Kommission abgeschlossen, wird die Ware von OM-Staplern der Typen XE15, E30ac und E 60N nach Touren geordnet für die Verladung auf Lkw bereitgestellt. Für die externe Getränkelogistik wurde der Fuhrpark mit 20 neuen Lkw bestückt. Die Lastwagen bringen es auf 500.000 Kilometer pro Jahr. Zum Entladen führen vier der neuen Lkw einen TL18-Niederhubwagen mit. Die TLs bieten eine Tragkraft bis zu zwei Tonnen und sind mit Mosfet-Steuerung für Fahren und Heben, mit einem Bremssystem zur Energierückgewinnung sowie mit Anti-Rollback-System ausgestattet.

Erschienen in Ausgabe: Transportlogistik/2006