Im harten Einsatz für weiches Papier

Flurförderzeuge Die Herstellung von weichem Hygiene-Papier ist ein hartes Geschäft. Das Schweizer Werk des Herstellers Kimberly-Clark setzt ausschließlich auf Stapler seines Yale-Händlers Avesco. Vom Schwerlaststapler bis zum Elektro-Gabelhubwagen mit Plattform sind die Yale-Fahrzeuge rund um die Uhr im Einsatz.

27. Mai 2019
Im harten Einsatz für weiches Papier
Staubige, heiße Bedingungen stellen hohe Anforderungen an die Flurförderzeuge. (© Yale)

Seit sechs Jahren vertraut Kimberly-Clark, Hersteller von Hygieneprodukten wie Kleenex und Hakle, ausschließlich auf Stapler von Yale. Und das soll auch so bleiben, finden Andreas Nussbaum, zuständiger Facility-Manager der Kimberly-Clark-Group in Niederbipp, und die anderen 47 Fahrer, die laut Unternehmen vor allem die Haltbarkeit der Stapler schätzen.

Heiß, feucht, staubig

»Die Stapler sind äußerst robust und erfordern minimale Wartung – das ist ein großer Vorteil für unseren Betrieb«, sagt Nussbaum. Mit 42.000 Mitarbeitern in 175 Ländern ist Kimberly-Clark Weltmarktführer bei Hygienepapieren. Im Schweizer Werk in Niederbipp im Kanton Bern stellen 320 Mitarbeiter Produkte in erster Linie für den lokalen Markt her.

Papierherstellung ist kein Kinderspiel: Es ist heiß, es ist feucht, überall liegt Staub und es wird rund um die Uhr gearbeitet. »Unsere Arbeitsumgebung stellt sehr hohe Anforderungen an die eingesetzten Fahrzeuge«, sagt Nussbaum. Gleichzeitig müssen große Mengen bewegt werden: Die Papiermaschinen sind nahezu unersättlich und verlangen laufend nach mehr Altpapier und Zellstoff, den zwei wichtigsten Rohstoffen der Papierherstellung.

Entsprechend hart arbeiten die 23 Yale-Stapler im Fuhrpark von Kimberly-Clark. Sechs Dieselgabelstapler, vom GDP35VX bis zum GDP60VX, sind im Außengelände im Einsatz und sorgen für Nachschub an Rohmaterial. Für eine reibungslose Lagerlogistik sorgen zusätzlich fünf Elektrostapler. Sie überzeugen laut Unternehmen mit einer langen Lebensdauer: Die ERP16/18-Modelle aus der VF-Serie haben bereits über 8.000 Stunden Betriebszeit vor Ort hinter sich und ein GDP35VX war in 65 Monaten 14.750 Stunden im Einsatz. »Die Stapler müssen sehr viel leisten, auch in Bezug auf die Betriebsstunden«, erklärt Nussbaum.

Passendes Gesamtpaket gesucht

2012 wechselte Kimberly-Clark von einem anderen Staplerhersteller zu Yale. Der Schweizer Yale-Händler Avesco war bereits im Unternehmen verankert, da er zuvor Radlader für die Rohstofflieferkette bereitgestellt hatte.

Nussbaum erinnert sich, wie Avesco damals das passende Gesamtpaket schnürte: Neben den Staplern von Yale umfasste die Vereinbarung auch einen Fünfjahres-Mietvertrag mit der Option von Ersatzstaplern nach Ende der Laufzeit.

Avesco sicherte Kimberly-Clark zudem eine garantierte Servicestufe zu, die das Unternehmen laut Nussbaum auch vollständig liefern konnte: Servicetechniker seien innerhalb kürzester Zeit vor Ort und Ersatzstapler stehen in der Regel noch am gleichen Tag zur Verfügung.

Hitzeschutzfolie mindert die Brandgefahr

Besonders schätzte die Geschäftsleitung von Kimberly-Clark, dass Avesco und Yale die Ausrüstung an die besonderen Anforderungen des Unternehmens anpassen konnten. So wurde beispielsweise das Abgasnachbehandlungssystem der Dieselstapler zur Minderung von Brandgefahren mit einer Hitzeschutzfolie ausgestattet. Die Hydraulik- und Wasserkühlsysteme verfügen zudem über zusätzliche Kühler, die bei Schwerlastanwendungen zum Einsatz kommen. Zwei Elektrostapler sind mit Ballenklammern ausgestattet und ein Schwerlaststapler verfügt über Scheren zum Schneiden der Drähte auf den Papierballen

»Unsere Arbeits- umgebung stellt hohe Anforderungen an die eingesetzten Fahrzeuge.«

— Andreas Nussbaum, Kimberly-Clark-Group

»Die Wörter ›nicht möglich‹ gehören nicht zum Wortschatz des Händlers. Das finden wir sehr gut«, sagt Nussbaum. Kimberly-Clark kann jederzeit Wartungsarbeiten veranlassen, aber ebenso kann Avesco das Unternehmen auf anstehende Fahrerschulungen hinweisen. Lieferant und Kunde sitzen zweimal im Jahr zusammen, um über Betriebsstunden, Schäden und Vertragskonditionen zu sprechen. Als weiteren Pluspunkt sieht Kimberly-Clark den von Avesco bereitgestellten zentralen Ansprechpartner, der mit einem Hintergrund als Mechaniker das Geschäft in- und auswendig kennt. Auch die Fahrer bei Kimberly-Clark sind nach Angaben des Unternehmens zufrieden. René Känzig ist seit 1989 Staplerfahrer bei Kimberly-Clark. Ihm gefällt besonders gut, dass er mit dem Yale-AccuTouch-Minihebel alle Staplerfunktionen nur mit seiner rechten Hand steuern kann. Der luftgefederte Sitz soll für erhöhten Komfort sorgen, insbesondere bei langen Arbeitszeiten, und dank der Klimaanlage kann er die Kabinenfenster schließen. Und nicht zuletzt gestaltet das Radio das Arbeiten für die Fahrer angenehmer.

Dreizehn neue Stapler

Im April 2018 erreichten Kimberly-Clark und Avesco eine neue Stufe in ihrer Partnerschaft: Fünfeinhalb Jahre nachdem der Mietvertrag unterschrieben wurde, lieferte Avesco 13 neue Stapler. Zur Feier des Tages überreichte der Händler Kimberly-Clark einen symbolischen Schlüssel, der von einem lokalen Bäcker kunstvoll aufbereitet wurde. Allerdings wird dieser essbare Schlüssel im Gegensatz zu den anderen Lieferungen von Avesco wohl eher kurzlebig sein.

Erschienen in Ausgabe: 03/2019
Seite: 50 bis 51

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