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Prozessoptimierung Wenn es um die Verbesserung logistischer Prozesse geht, hat kaum ein anderes Identifikationsmedium so viel Beachtung gefunden wie der Transponder. Zu Recht, wie sein Nutzen in der textilen Kette klar beweist.

15. Februar 2007

Viele Branchenexperten glauben, dass die Transpondertechnologie im Bekleidungssegment künftig breite Anwendung findet. Schon seit geraumer Zeit testen Konfektionäre wie Gardeur, Lemmi oder Gerry Weber den Einsatz der RFID-Technologie. Einer der Gründe: Kaum eine Branche ist in Plan- und Prognosefähigkeit so inkonstant - Mode ändert sich stetig und damit auch die Absatz- und Bedarfsmenge. Werden in der textilen Kette innovative Technologien eingesetzt, zu der auch die radiofrequente Identifikation zählt, können zusätzliche Rationalisierungspotenziale erschlossen werden. Dazu können zum Beispiel ein verbesserter Materialfluss zählen, der von einem logistischen Informationsfluss abgesichert wird, sowie eine effizientere Prozesssteuerung. Ein reibungsloser und redundanzfreier Material- und Informationsfluss stellt im Bereich der Bekleidungsindustrie inzwischen eine Grundvoraussetzung dar, um im Rahmen zunehmender Globalisierung am weltweiten Wettbewerb erfolgreich partizipieren zu können. Unstrittig ist, dass die Kompetenz eines Unternehmens auf dem Gebiet der Informationslogistik immer stärker zu einem strategischen Faktor wird und dadurch wesentlich zur Sicherung von Wettbewerbsvorteilen beiträgt. Einerseits stellt sie ein bedeutendes Differenzierungskriterium für die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens dar, andererseits muss sie als notwendige Kommunikationsschnittstelle zwischen den logistischen Subbereichen gesehen werden.

Verbindung zweier Ebenen

In einer logistischen Ganzheitsbetrachtung geht es also vor allem darum, den physischen Materialfluss mit der informationellen Ebene zu verbinden, um einzelne Geschäftsprozesse und die damit zusammenhängenden Abläufe

zeit-, arbeits- und kostenminimal durchführen zu können. Übertragen auf die textile Prozesskette bedeutet das: Mittels RFID-Technologie können viele »Teilnehmer« detaillierte Statusinformationen über Waren, Transporteinheiten oder Lieferungen quasi in Echtzeit abfordern.

Beträchtliches Potenzial

Ohne Frage können bereits heute mithilfe der RFID-Technologie in der textilen Kette viele Prozesse rationalisiert werden: die Wareneingangs- und -ausgangskontrolle etwa, das Sortieren und Zählen von Kleidungsstücken oder die Lagersteuerung. Hinzu kommt die Bedeutung von RFID in der Schnittstellenkontrolle (z. B. vom Logistikdienstleister zum Konfektionär). Allerdings müssen technologische Besonderheiten beachtet werden, etwa der richtige Einsatz von Hard- und Software sowie datenschutzrechtliche Aspekte. Eine Plug& lay-Lösung gibt es bislang nicht. Deshalb braucht es auch mit Blick auf die zu verwendenden Labels Spezialisten, die um die speziellen Bedürfnisse der Branche wissen.

Produkte nach Maß

Schreiner LogiData bietet mit dem RFID-TexLabel-Soft und dem RFID-HangTex-Label Lösungen für die speziellen Bedürfnisse der Textilbranche an. Mit den kunden- und projektindividuell entwickelten und produzierten Labels ist eine zuverlässige Identifikation von DOB, HAKA, Wäsche, Accessoires und Dekostoffen möglich. Die Labels können sowohl bei Liege- als auch bei Hängeware eingesetzt werden.

Die Anbringung ist einfach: Das TexLabel-Soft wird zum Beispiel in ein Bekleidungsstück integriert, das anschließend wie gewohnt weiterverarbeitet werden kann. Es ist für alle Anwendungen geeignet, bei denen Flexibilität und Geschmeidigkeit des Labels wichtig sind. Im Gegensatz zu herkömmlichen Etiketten, die meist stabil und unflexibel sind, besteht das TexLabel-Soft aus textilem Obermaterial. Zudem ist es in Größe und Form variabel und in individuellen Kombinationen erhältlich: beidseitig oder einseitig textil abgedeckt sowie kleberlos zum Einnähen und kleberbeschichtet zum Patchen. Das HangTex-Label von Schreiner LogiData wird mittels einer Etikettierpistole an die textilen Produkte appliziert und gewährleistet damit die eindeutige Zuordnung von Ware und Datenträger. Das Material des Labels wird dabei auf die Anforderungen der textilen Applikation abgestimmt. Dadurch bleibt das Kleidungsstück unversehrt und die Qualität erhalten. Je nach Anforderung kann das Label als Einweg oder Mehrweglösung genutzt werden. Beide RFID-Labels können auf Wunsch des Kunden um Klarschriftinformationen ergänzt und anschließend vom Einzelhandel weiterverwendet werden. Auch der Aufdruck von Logos und Codes ist möglich. Zudem können die Labels als elektronisches Medium zur Sicherung des jeweiligen Artikels dienen.

Schreiner LogiData

Kompetenz aus Erfahrung

Als renommierter Ansprechpartner für Identifikationslösungen konzipiert, entwickelt und produziert Schreiner LogiData kundenindividuelle Barcode- und RFID-Systeme zur Optimierung von Lagerhaltungs-, Logistik-, Materialfluss- und Produktionssteuerungsprozessen. Dabei kann das Münchner Unternehmen aus seiner Erfahrung aus zwei Jahrzehnten schöpfen.

Erschienen in Ausgabe: 01/2007