18. AUGUST 2018

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Dachser knackt Sechs-Milliarden-Grenze


Dachser hat im Geschäftsjahr 2017 zum ersten Mal in seiner Geschichte die Umsatzmarke von sechs Milliarden Euro übertroffen. Das gab der Logistikdienstleister auf einer Pressekonferenz in München bekannt.

Das Unternehmen steigerte seinen konsolidierten Bruttoumsatz um 7,2 Prozent auf 6,12 Milliarden Euro. Konkret wurden 81,7 Millionen Sendungen (+2,1 Prozent) mit einem Gewicht von 39,8 Millionen Tonnen (+4,3 Prozent) transportiert, auch das neue Höchstwerte. „Wir haben unsere Exportstrategie in den europäischen Landverkehren konsequent weiterverfolgt und zusätzlichen Rückenwind durch den belebten Welthandel erhalten“, sagte Bernhard Simon, CEO von Dachser. „Insbesondere die anziehenden Raten in der Luft- und Seefracht haben zum deutlichen Umsatzanstieg beigetragen.“

Das Business Field Road Logistics, in dem Dachser den Transport und die Lagerung von Industriegütern (European Logistics) und Lebensmitteln (Food Logistics) zusammenfasst, erwirtschaftete 2017 einen Brutto-Umsatz von 4,44 Milliarden Euro (+3,1 Prozent). Sendungen und Tonnage stiegen um 2,1 beziehungsweise 3,6 Prozent. In der Business Line Food Logistics wurde das erneut überproportionale Wachstum in erster Linie vom Deutschlandgeschäft getrieben; hinzu kamen nach Angaben des Unternehmens einige Neukundengewinne für grenzüberschreitende Transporte. „Nach fünf Jahren European Food Network können wir bilanzieren: Die Entscheidung für ein starkes Partnernetzwerk unter unserer Systemführerschaft hat sich als richtig erwiesen“, berichtete Simon.

Im Business Field Air & Sea Logistics (ASL) sorgte das deutlich belebte Geschäft zusammen mit steigenden Frachtraten – insbesondere in der Luftfracht – dafür, dass der Brutto-Umsatz um 15,7 Prozent auf 1,79 Milliarden Euro stieg. Die drei regionalen ASL Business Units legten im Umsatz zweistellig zu, das größte Umsatzwachstum mit über 20 Prozent konnte das Geschäft in Asien verzeichnen. Die Sendungszahlen des Business Fields erhöhten sich um 6,7 Prozent, während TEU und Tonnage um 8,5 bzw. 23,3 Prozent stiegen. „Die volatile Luft- und Seefracht pendelt im Umsatz nach wie vor zwischen den Extremen“, bilanziert Simon.

Zum Ergebnis machte Dachser (wie in den vergangenen Jahren auch) keine konkreten Angaben. Nur so viel ließ sich CEO Simon entlocken: Es sei „wieder zufriedenstellend ausgefallen“ und eröffne Spielräume für zukünftige Aktivitäten.

Der Dachser-Chef sieht vor allem den wachsenden Fahrermangel als kritischen Faktor für die Zukunft. Kapazitätsengpässe verursachten Mehrkosten, die das Unternehmen an seine Kunden weitergeben müsse. Auch der in anderen Segmenten bereitet der Fachkräftemangel Sorgen. „Das ist für uns zwar keine Wachstumsbremse“, sagte Simon in München. „Es ist aber viel aufwendiger geworden, qualifiziertes Personal zu gewinnen.“ Dies sei besonders im gewerblichen Bereich problematisch, hier komme es immer wieder zu Engpässen.

Für das laufende Jahr 2018 zeigte sich Bernhard Simon in seinem Ausblick optimistisch: „Wir rechnen damit, dass wir das Wachstum in der Größenordnung des Vorjahrs weiterführen können.“ (tr)

Datum:
19.04.2018
Unternehmen:
Bilder:
© Dachser Group

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