18. AUGUST 2018

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Weltpremiere auf der Hannover Messe


Der Technologiekonzern ZF präsentiert den ZF Innovation Forklift – einen hochautomatisierten, elektrifizierten und voll vernetzten Gabelstapler, der den Konzernanspruch see. think. act. erstmals auch in eine Material-Handling-Anwendung überträgt.

Wie die ZF-Division Industrietechnik von der breiten Expertise des Technologiekonzerns im Pkw- und Nutzfahrzeugbereich profitiert, demonstriert der Konzern auf der diesjährigen Hannover Messe mit einer Weltpremiere: Mit dem ZF Innovation Forklift bringt der Konzern erstmals einer Material-Handling-Anwendung das Sehen, Denken und Handeln bei. Das Resultat ist ein voll vernetzter Elektro-Gabelstapler mit hochautomatisierten Fahrfunktionen, der seine Umgebung über Kamera- und Radarsysteme wahrnimmt. Die so erzeugten Daten werden von dem Zentralcomputer ZF ProAI auf der Basis einer Künstlichen-Intelligenz-Software ausgewertet, die sich bereits in Innovationsträgern auf Basis von Pkws und Traktoren bewährt hat. Intelligente Aktuatorik – wie die elektrische ZF-Hinterachslenkung für Gabelstapler – und der elektrische ZF-Einzelradantrieb setzen die Handlungsanweisungen der Steuerung um. So bündelt der ZF Innovation Forklift Digitalisierung, Automatisierung, Elektrifizierung und Vernetzung. Er zeigt den Weg zu autonomen Flurförderfahrzeugen der Zukunft auf und erledigt Arbeitsaufträge hochautomatisiert, indem er den Lagerort eigenständig ansteuert, die Ware abholt und zum Besteller transportiert. Dazu bewegt sich der ZF Innovation Forklift dank seines extrem leistungsfähigen Elektroantriebs, der mit einer Hublast von bis zu 3,5 Tonnen in den Bereich der heute noch im Outdoor-Einsatz weitverbreiteten dieselgetriebenen Stapler vorstößt, emissionsfrei.

ZF liefert den rein elektrischen Antrieb als Systemlösung und hat das Energiemanagement des Staplers so optimiert, dass eine Batterieladung mindestens eine Schicht vorhält. Anwender müssen daher weniger Wechselbatterien bereitstellen und können auf diese Weise deutlich Kosten sparen. Eine intelligente Objekt- und Fußgängererkennung führt zu einem wesentlichen Plus an Sicherheit im Betrieb. Denn die Sensoren des ZF Innovation Forklift erfassen Personen oder stehende Hindernisse wie Gitterboxen oder Paletten. Die Dateninterpretation auf dem KI-Zentralsteuergerät ZF ProAI führt zu einem entsprechenden Befehl an das Fahrzeug zum sofortigen Stopp oder Umfahren des Hindernisses. Dabei helfen Deep-Learning-Algorithmen, die große Zahl von möglichen Szenarien in hoher Geschwindigkeit zu antizipieren und adäquate Reaktionen auszuüben. Künstliche Intelligenz hilft also dabei, Arbeitsunfälle und Personen- oder Materialschäden zu vermeiden. Auch kann das Fahrzeug selbständig Aufträge priorisieren und so über die optimale Reihenfolge und Route entscheiden. Ein wesentlicher Faktor hierfür ist die Vernetzung des ZF Innovation Forklift. Er kann in einen digitalisierten Fertigungsverbund agieren und dort sowohl mit dem Warenwirtschaftssystem als auch mit der Infrastruktur und weiteren Fahrzeugen kommunizieren. Das cloudbasierte, dynamische Flottenmanagement erlaubt es, die Daten der einzelnen Gabelstapler effizient zu verwalten und auszuwerten. Das System berücksichtigt beispielsweise bei allen Fahrten den aktuellen Ladezustand der Batterie und plant den Aufladezeitpunkt, an dem der Stapler selbständig die Ladestation ansteuert.

Datum:
02.05.2018
Unternehmen:
Bilder:
© ZF Friedrichshafen

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