18. AUGUST 2018

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Mautausweitung bringt Milliarden


Ab 1. Januar 2019 sollen neue Gebührensätze für Lkw gelten. Schon ab Juli 2018 wird die Lkw-Maut auf 40.000 Kilometer Bundestraße ausgeweitet.

Das Bundeskabinett hat deutliche Veränderungen bei der Lkw-Maut beschlossen. Ab dem 1. Januar 2019 soll die Mauthöhe für Lkw ab 7,5 Tonnen aufgrund des neuen Wegekostengutachtens neu festgesetzt werden. Nach EU-Recht müssen sich die durchschnittlichen Gebühren an den Baukosten und den Kosten für Betrieb, Instandhaltung und Ausbau des betreffenden Verkehrswegenetzes orientieren. Durch so genannte Wegekostengutachten werden diese Kosten in regelmäßigen Abständen ermittelt.

Die Veränderung zum Januar, die das Gewicht stärker berücksichtige, schaffe mehr Gerechtigkeit bei den Tarifen, indem schwere Lkw für ihre Beanspruchung der Straße stärker zur Kasse gebeten werden, sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). Auch Kosten der Lärmbelastung sollen erstmals einbezogen werden.

Insgesamt rechnet das Verkehrsministerium bis 2022 mit jährlichen Einnahmen aus der Lkw-Maut von 7,2 Milliarden Euro – statt zuletzt rund 4,8 Milliarden Euro. Den größten Effekt auf das Aufkommen hat, dass die Lkw-Maut schon ab Juli 2018 auf rund 40.000 Kilometer Bundesstraße ausgedehnt wird. Bisher waren nur knapp 13.000 Kilometer Bundesstraße mit der Maut belegt. Elektro-Lkw sollen ab dem 1. Januar 2019 von der Lkw-Maut befreit werden. Transport- und Logistikverbände wie der BGL und der BWVL warnten vor »erheblichen Mehrbelastungen« für die Wirtschaft. (tr)

Datum:
16.05.2018
Unternehmen:
Bilder:
© Toll Collect

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