18. AUGUST 2018

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Karliczek besucht Innovationslabor


Großes schaffen, statt groß zu träumen – dass das funktioniert, zeigen das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML und die Technische Universität Dortmund mit dem »Innovationslabor Hybride Dienstleistungen in der Logistik«.

Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, hat sich ein umfassendes Bild von den bisherigen Forschungsaktivitäten des Innovationslabors gemacht und die beiden Versuchshallen in feierlichem Rahmen offiziell für eröffnet erklärt.

Längst haben Roboter, Fahrerlose Transportfahrzeuge und intelligente Regale Einzug in Forschung und Industrie gehalten. Die Frage, die sich dabei stellt: In welcher Form werden Mensch und Technik künftig in einer Social Networked Industry zusammenarbeiten? Unbekanntes Terrain, das das Fraunhofer IML und die TU Dortmund im »Innovationslabor Hybride Dienstleistungen in der Logistik« erschließen wollen.

»Eine moderne Logistik ist für Deutschland als Exportnation und rohstoffarmes Land entscheidend und bietet für das Ruhrgebiet eine Zukunftsperspektive als attraktiver und wettbewerbsfähiger Standort. Das neue Innovationslabor wird die Region stärken. Es bringt Wirtschaftsunternehmen und gut ausgebaute Forschungseinrichtungen wie das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik oder die Technische Universität Dortmund schneller zusammen. Dieser lebendige Transfer wird auch eine kreative und innovative Startup-Landschaft unterstützen«, sagte Bundesforschungsministerin Karliczek bei der Eröffnung.

Das Innovationslabor ist ein interdisziplinäres Forschungsprojekt, in dem intelligente Technologien für die Social Networked Industry erforscht, mit betriebswirtschaftlichen sowie arbeits- und sozialwissenschaftlichen Anforderungen verknüpft und zu hybriden Dienstleistungen ausgestaltet werden. Die zentrale wissenschaftliche Frage, die dabei im Vordergrund steht: Wie lassen sich die ureigenen Fähigkeiten von Menschen, wie Intelligenz, Kreativität oder Motorik, bestmöglich mit den Fähigkeiten technischer Assistenzsysteme vereinen? In den beiden hochmodern ausgestatteten Hallen – einem Forschungs- und einem Anwendungszentrum – testen und veranschaulichen die Forscher die Entwicklungen der Mensch-Technik-Interaktion. Unternehmen erhalten dabei die Möglichkeit, die Versuchsanordnungen für eigene Entwicklungen zu nutzen.

»Digitalisierte Produktionstechnologien und Logistiklösungen beeinflussen Geschäftsmodelle und verändern Marktstrukturen. Es entstehen in rasanter Geschwindigkeit spannende, völlig neue Perspektiven, Produkte und Anwendungen. Mit dem Innovationslabor in Dortmund wollen wir als Fraunhofer-Gesellschaft gemeinsam mit der universitären Forschung Innovationen soziotechnisch weiterentwickeln und nachhaltig in die hiesigen Arbeitswelten von Logistik und Produktion einbetten«, erklärt Prof. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft.

»Mit dem Innovationslabor leisten wir dank der Unterstützung des BMBF gemeinsam mit der TU Dortmund einen wichtigen Beitrag zur Debatte um die verantwortliche Digitalisierung menschlicher Arbeit. Gleichzeitig schaffen wir die wissenschaftlichen Grundlagen für eine neue Generation der Mensch-Maschine-Schnittstelle und behalten dabei auch die Anforderungen kleiner und mittlerer Unternehmen im Blick«, betont Prof. Michael ten Hompel, geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer IML.

Datum:
26.07.2018
Unternehmen:
Bilder:
© Fraunhofer IML

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