17. JANUAR 2019

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Servicerobotik auf dem Vormarsch


Die Automatica 2014 wird erstmalig einen eigenen Ausstellungsbereich zum Thema Servicerobotik in Halle A4 präsentieren, in dem über 30 Unternehmen verkaufbare Produkte zeigen. Somit positioniert sich die Ausstellung als führende Fachmesse für Industrierobotik und professionelle Servicerobotik unter einem Dach.
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Zukunftsweisende Entwicklungen frühzeitig erkennen und sie einem hochinteressierten Fachpublikum vorstellen: Das leistet die Automatica als führende europäische Innovationsplattform mit dem weltweit größten Angebot an Robotik, Montageanlagen und industriellen Bildverarbeitungssystemen.

Eins der bisherigen Trendthemen: die professionelle Servicerobotik. Im Jahr 2012 zeigten dafür über 11.000 der insgesamt 30.000 Besucher reges Interesse, unter anderem auf den Forenveranstaltungen oder der Innovationsplattform Servicerobotik. Das Echo durchgängig positiv: 97 Prozent bewerteten die Präsentation der Servicerobotik mit »exzellent«, »sehr gut« oder »gut«.

Der Studie »World Robotics 2013« zufolge werden 2013 bis 2016 an die 95.000 neue Serviceroboter für den professionellen Einsatz im Wert von 17,1 Milliarden US-Dollar installiert. »Industrie- und Serviceroboter werden sich wesentliche Technologien teilen und voneinander profitieren«, prophezeit Martin Hägele, Abteilungsleiter Roboter- und Assistenzsysteme am Fraunhofer IPA. »Die sichere Mensch-Roboter-Kooperation, das intuitive Instruieren von Aufgaben, die weiterreichende Nutzung von Sensoren – besonders Bildverarbeitung – sind verbindende Elemente.«

Für Serviceroboter ist die künftige Herausforderung die physische Wechselwirkung mit Menschen, Objekten und Prozessen: Sie müssen sicher, robust und mit wachsender Autonomie in der realen Welt handeln. Das bedeutet, sie brauchen flexible, universell einsetzbare Greifer und Algorithmen für clevere Manipulationen, Planungsalgorithmen für kollisionsfreie Bewegungen im dynamischen Umfeld sowie Sensorik und Wahrnehmung, die nicht nur sieht, sondern die Welt um uns herum auch begreift.

Neben der Servicerobotik werden auf der Automatica viele weitere spannende Themengebiete aufgegriffen. Beispielsweise gehören auch Life-Science-Applikationen zu den hochinteressanten Wachstumsmärkten für Automatisierungstechnik. Aber: Branchenspezifische Zertifizierungen und anspruchsvolle Reinraumanforderungen sind zu erfüllen. Sind die Zulassungsvoraussetzungen hinsichtlich grauer, weißer oder gar steriler Umgebung gegeben, sehen sich die Anbieter mit weiteren Herausforderungen konfrontiert: Viele Applikationen in der Medizin- und Pharmaindustrie fordern einen Ausstoß von bis zu 100 Millionen Einheiten jährlich und lassen sich nur mit schnell taktenden Hightech-Lösungen automatisieren, bei denen konventionelle Anlagentechnik an Grenzen stößt.

»Die Automation von Life-Science-Anwendungen gehört zu den anspruchsvollsten Disziplinen. In diesen Branchen ist Hightech gefordert. Auf der Automatica können sich Fachbesucher ein umfassendes Bild über Automatisierungsmöglichkeiten in Biotechnologie, Pharma und Medizin machen«, so Patrick Schwarzkopf, Geschäftsführer VDMA Robotik + Automation.

Tatsächlich entdecken immer mehr Anlagenbauer und Roboterhersteller diese Branchen für sich. Immerhin geben rund 200 Aussteller der Automatica an, im Bereich Life Science aktiv zu sein. Und deren Exponate punkten dank konsequenter Weiterentwicklung mit Performance auf höchstem Niveau.

www.automatica-munich.com


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AUT AM 01/2014
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