21. JUNI 2018

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"Auf der Cemat wächst zusammen, was zusammen gehört"


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Messe. Im April geht die Cemat mit neuem Konzept an den Start. Was im Vorfeld noch nach einem möglichen Erfolg klingt, könnte sich in der Realität als sehr erfolgreich herausstellen. Messemanager Manfred Kutzinski über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Marke »Cemat«. Gesprächspartner: Michael Weilacher
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Herr Kutzinski, die Cemat hat nach einem vielversprechenden Start als eigenständige Messe im Jahr 2005 in den zurückliegenden Jahren an Glanz und Beachtung verloren. Dennoch, sagen Sie, sei die Cemat 2018 für alle, die sich mit Logistik befassen, ein Muss. Warum eigentlich?
Wie Sie wissen, veranstalten wir in diesem Jahr die Hannover Messe und die Cemat gemeinsam. Und zwar deshalb, weil industrielle Produktion auf der einen Seite und Logistik auf der anderen Seite eng verzahnt sind. Heute muss man die beiden Disziplinen, industrielle Fertigung und Intralogistik, zusammen denken. In Hannover tragen wir dieser Entwicklung Rechnung und lassen aus dem Grund die Weltleitmessen beider Branchen in enger Nachbarschaft stattfinden. Das ist ein Mehrwert sowohl für die Aussteller als auch für die Besucher. Beide können beides haben, Industrie und Logistik, und zwar jeweils in der 4.0-Variante und den sich daraus ergebenden Schnittstellen. Das gibt es so nur in Hannover.

Viel gebrauchte Schlagworte in diesen Tagen sind Automatisierung respektive Robotik. Finden sie auch auf der Cemat ihren Niederschlag?


Selbstverständlich. Robotik und Automatisierung sind nicht nur große Themen der Industriemesse, sondern haben auch auf der Cemat einen hohen Stellenwert. Wie gesagt: Industrielle Fertigung und innerbetriebliche Logistik greifen mehr denn je ineinander. Die Cemat 2018 ist eine einzigartige Messeplattform für das Zusammenspiel von Logistik 4.0 und Industrie 4.0.

Damit Konzerne ein möglichst breites Leistungsportfolio anbieten können, ist es in der jüngeren Vergangenheit zu viel beachteten Akquisitionen gekommen. Erst übernimmt Kion den Lagerautomatisierer Dematic, wenig später meldet Toyota die Akquisition des Intralogistikers Vanderlande. Ein Trend?


Das kommt ganz darauf an, an welche Fleischtöpfe man als Unternehmen möchte. Sind es die großen, muss man als intralogistischer Anbieter auch Gesamtsysteme liefern können. Das wiederum geht nur, wenn man die nötige Kompetenz dazu hat. Hat man sie nicht, aber die nötigen Mittel für eine Akquisition, kann man zusätzliche Kompetenz auch kaufen.

Auch ein Thema auf der Cemat?

Sicher, aber nicht erst seit diesem Jahr.

Auch nicht erst seit diesem Jahr, sondern bereits seit dem Start der Cemat als eigenständige Messe im Jahr 2005 nimmt sie für sich in Anspruch, die Weltleitmesse ihrer Branche zu sein. Bleibt es nach den Rückschlägen in der Vergangenheit dabei?


Mehr denn je, denn durch die Vernetzung mit der Industriemesse ist die Cemat in Hannover internationaler denn je. Aber die Bezeichnung Weltleitmesse steht auch für Bekanntheit. Wie stark muss eine Marke sein, damit sie weltweit für Aufmerksamkeit sorgt und Besucher aus allen Erdteilen anzieht? Die Marke Cemat, so viel steht fest, ist dafür stark genug. Nicht zuletzt übrigens, weil wir in beinahe allen wichtigen Märkten kontinentale Cemats an den Start gebracht haben. Anfangs wurde noch gefragt, ob die Mutter-Cemat in Hannover nicht unter dieser Internationalität leide. Die Zahlen belegen aber, dass das genaue Gegenteil eingetreten ist. Unter Logistikern und Logistikinteressierten ist die Marke Cemat weltweit ein Begriff. Unser globales Netzwerk hat sich bewährt.


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Ausgabe:
lj 01/2018
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Deutsche Messe

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