21. JUNI 2018

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Sagen Sie mal ...


Nachgefragt: Dr. Harald Göbel (51), Diplom-Physiker und promovierter Ingenieur, verantwortet seit dem 1. Januar 2018 als COO das operative Geschäft der Viastore Software GmbH. Er war zuvor rund sieben Jahre lang Mitglied der Geschäftsleitung beim internationalen Softwarehaus abat, wo er u.a. für die SAP Business Unit EWM zuständig war. Vorher arbeitete er 16 Jahre bei SAP. Heute ist er zudem Lehrbeauftragter an der Hochschule Heilbronn im Studiengang Technisches Logistik Management.

... Herr Dr. Göbel, wie muss ein Tag beginnen, um Ihr Freund werden zu können?

Mit einem guten, frisch zubereiteten Cappuccino.

Mit welcher Einstellung betreten Sie morgens Ihr Büro?

Mit einer äußerst positiven: Ich freue mich auf den Tag, auf die Gespräche mit Kunden und Kollegen.

Welche Fehlleistungen, von Ihnen selbst wie von anderen, gehen Ihnen am meisten gegen den Strich?

Über Herausforderungen und Probleme nur zu reden, anstatt aktiv nach kreativen Lösungen zu suchen.

Wissen Sie um 12 Uhr, ob Sie den Tag auf die Habenseite schreiben können?

Ich teile meinen Tag nicht in Soll und Haben auf, das bringt nichts. Ich freue mich, wenn die Dinge erledigt sind – ob das mittags um 12 oder abends um 20 Uhr ist.

Mahlzeit! Woraus besteht Ihr Mittagessen?
Vor allem aus gemeinsamer Zeit mit den Kollegen in einem der Restaurants rund um Viastore. Da gibt es alles, was der Gaumen begehrt, von türkisch bis deutsch, von italienisch bis asiatisch, von Burger bis Currywurst. Und das Schlimme ist: Ich esse alles gern!

Könnten Sie Ihr Essen auch selbst zubereiten?
Ja, ich koche leidenschaftlich gern. Bei meiner Familie besonders beliebt sind die Flammkuchen, Pizza und verschiedene Brotsorten aus dem eigenen Holzbackofen.

Mit wem würden Sie am liebsten am Tisch sitzen?
Als leidenschaftlicher Rennradfahrer mit Jan Ullrich. Zum einen, weil er ein tougher Sportler war, zum anderen wollte ich wissen, warum er so einen Doping-Mist gemacht hat.

Ein wichtiger Gesprächspartner kommt nicht auf den Punkt und gefährdet so den pünktlichen Beginn Ihres nächsten Meetings. Was tun Sie?

Ihn mit gezielten Fragen so lenken, dass er sich auf das Wesentliche konzentriert, um dann mit einer geschlossenen Frage den Punkt abzusichern. Heute mal kein Abendtermin.

Sie können den Tag ausklingen lassen, wie es Ihnen gefällt. Wie sieht Ihr Wohlfühlprogramm aus?

Mindestens eine Stunde Rennrad fahren oder einen Ausflug mit meinem Oldtimer machen. Am liebsten beides.

Spät am Abend lockt das Fernsehen mit einem interessanten Nachtprogramm. Wofür schalten Sie ein und warum?

Warum Nachtprogramm, wenn es Netflix und Mediatheken gibt? Was mich tatsächlich bis spät in die Nacht wachhält, sind Dokus über alte Hochkulturen in Mexiko: von Mayas über Azteken – von denen man noch viel weiß – bis zu den Völkern im Gebiet Teotihuacán, über die fast nichts bekannt ist. Sie haben jedoch großartige Bauwerke zurückgelassen.

Ein Kapitel aus dem Buch auf Ihrem Nachttisch muss es zum Abschluss eines langen Tages noch sein.
Welches Werk lesen Sie gerade?

»Der Marsianer« von Andy Weir. Das Buch kommt meiner früheren Science-Fiction-Leidenschaft entgegen. Der Autor sieht eine technische Weiterentwicklung voraus und beschreibt sie auch so, dass die physikalischen Grundgesetze erhalten bleiben.

Und weil wir schon dabei sind: Haben Sie ein Lieblingsbuch? Falls ja, warum ist es genau dieses?

Tom DeMarcos Roman »Der Termin« behandelt sehr kurzweilig die Herausforderungen bei IT-Projekten. Das Buch ist 20 Jahre alt und immer noch topaktuell. Denn die Probleme sind die gleichen geblieben – siehe Berliner Flughafen, Stuttgart 21 oder die bundesweite Einführung des Digitalfunks bei Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten.

Ausgabe:
lj 01/2018
Unternehmen:
Bilder:
© Viastore Software

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