22. JUNI 2018

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Umsteigen leicht gemacht


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Flughafenlogistik. Flughäfen sind auf eine besonders zuverlässige Gepäckabfertigung angewiesen. Die Beumer Group bietet mit ihrem weiterentwickelten Gepäckfördersystem »Beumer autover« die Lösung.
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Gerade zu Spitzenzeiten erfordern kurze Umsteige- und Transferzeiten an Flughäfen eine zuverlässige und schnelle Gepäckabfertigung. Die Beumer Group hat dazu das Hochgeschwindigkeits-Gepäckfördersystem Beumer autover im Programm. Um nicht nur Standardkoffer und Taschen schnell und sorgfältig zum Zielort zu befördern, sondern auch Sperrgepäck, hat der Systemanbieter die intelligenten autoca-Fahrzeuge weiterentwickelt. Sie können die in Größe und Form unterschiedlichen Gepäckstücke auf den gleichen Fahrschienen und mit der gleichen Geschwindigkeit transportieren. Auf diese Lösung setzen internationale Flughäfen wie Moskau-Scheremetjewo. Der Betreiber ist damit für künftiges Wachstum gut gerüstet.

Einfach gut: Beumer autoca

Das Beumer autover System besteht aus einem Schienensystem und einzelnen Fahrzeugen, den sogenannten Beumer autoca. Eine Zentraleinheit, ausgestattet mit der Beumer-Logistiksoftware BeSS (Beumer Sortation System), versorgt jedes dieser Fahrzeuge mit Aufträgen. Selbstständig, leise und unabhängig voneinander bewegen sie sich – meist nach dem Check-in – mit einer Geschwindigkeit von bis zu zehn Kilometern in der Stunde und mit ihrem Fördergut von maximal 50 Kilogramm zu ihrem Zielort. Ihr On-Board-Controller ermittelt dazu die ideale Fahrstrecke. Zusätzlich können die Fahrzeuge die Koffer in einen Frühgepäckspeicher ein- und auslagern. Fällt ein Durchleuchtungsgerät aus, leitet das System das Beumer autoca mit dem zu durchleuchtenden Gepäck zu einem betriebsbereiten Gerät um. Das sorgt für ein hohes Maß an Betriebssicherheit. »Muss am Flughafen das Schienensystem erweitert werden, können wir ganz einfach neue Segmente anbinden«, erläutert Thomas Frank, Senior Systems Manager Airport bei der Beumer Group. Weil Kurven und Weichen mit kleinen Radien von 1,25 Metern eingesetzt werden können, benötigt das Gepäckfördersystem nur wenig Platz. Zudem meistern die Fahrzeuge auch große Entfernungen und schwierige Gebäudesituationen wie Steige- und Gefällestrecken. »Um unser Hochgeschwindigkeits-Gepäckfördersystem noch flexibler zu gestalten und damit auch auf ganz unterschiedliche Gepäckstücke effizient reagieren zu können, haben wir die Beumer autoca weiterentwickelt«, berichtet Frank. Das Ziel bestand darin, sowohl Standardkoffer als auch Gepäckstücke mit Längen von bis zu 2,5 Metern mit unterschiedlichen Ladungsträgern in ein und demselben Schienensystem und mit gleicher Geschwindigkeit schonend und schnell zu ihrem Bestimmungsort zu fahren.

Vom Koffer bis zum Surfbrett
Je nach Fördergut werden die Beumer autoca mit einem Gurt oder einem Behälter genutzt, welcher auf dem Beumer autoca montiert ist. »Damit können wir mit dem Beumer autover nun auch Sperrgepäck wie Surfbretter, Skier, Sonnenschirme oder Kinderwagen sicher transportieren«, betont Frank. Die Anzahl der aktiven Fahrzeuge lässt sich während des laufenden Betriebs automatisch an die Anzahl der zu befördernden Gepäckstücke anpassen, um Energie und Wartungsaufwand auf ein Minimum zu reduzieren. Beumer autover kann das Gepäck anschließend nahtlos an andere Systeme, wie die Behälterförder- und Sortieranlage CrisBag aus dem Beumer-Group-Produktportfolio übergeben. Mit der Bezeichnung NG III besitzt das neue Beumer autoca nun einen konkav geformten Gurt mit Waffelmuster. Darauf kann selbst ein Koffer mit Rollen nicht verrutschen. »In der Vorgängerversion hatten wir einen glatten und flachen Gurt verbaut«, berichtet Frank. »Um die Ladung zu sichern, waren an beiden Seiten Klappen angebracht, die sich beim Be- und Entladen automatisch öffnen und schließen konnten.« Das entfällt nun. Die Beumer-Entwickler haben stattdessen die Seitenwangen höher gestaltet und mit einer robusten Blechkonstruktion versehen. Sechs Lichtschranken in jedem Fahrzeug überwachen permanent die Position des Gepäckstücks. Dieses kann somit während der Fahrt zentriert werden. Um Instandhaltungsarbeiten zu vereinfachen, ist in der neuen Version die komplette Antriebstechnik auf einer Seite des Fahrwagens angeordnet; die Installation wurde auf die Rückseite des Fahrzeugs verlagert. Für eine verbesserte Positionierung ist der Bandantrieb mit einem Impulsgeber ausgestattet. Die Beumer-Entwickler haben zudem einen viermal schnelleren Prozessor eingebaut. Seine Auslastung konnte im Vergleich zum Vorgänger deutlich gesenkt werden. Damit erreicht das System noch schnellere Reaktionszeiten.


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lj 01/2018
Unternehmen:
Bilder:
© Beumer Group
© Beumer Group
© Beumer Group

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