17. JANUAR 2019

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Arbeitsbienen für die Lagerverwaltung


Markt

Drohnen - Fliegende Helfer für die Logistik? Die Anwendungsmöglichkeiten für Drohnen reichen vom Transport von kleinen, leichtgewichtigen Gütern bis hin zur autonomen Bestandsaufnahme und Prüfung der Lagerplatzbelegung. Sie können helfen, Zeit, Arbeit und Kosten zu reduzieren. Lesen Sie hier, was in der Logistik schon heute möglich ist. Text: Laura Blankmeister, Anja Seemann
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Biologisch betrachtet sind »Drohnen« die männlichen Bienen eines Bienenvolkes. Sie haben nur eine einzige Aufgabe: die Paarung der jungen Königinnen. Die Arbeit im Stock und das Sammeln von Nektar und Pollen wird von mehreren Tausend weiblichen Arbeitsbienen verrichtet. Die als unbemanntes Fluggerät mit Kameras ausgestatteten Drohnen in der Logistik haben mit ihren tierischen Namensgebern allerdings wenig gemein. 

Drohnen als Experimentierfeld

Seit einigen Jahren erfreuen sich die Flugobjekte im Hobby- und Profi-Bereich immer größerer Beliebtheit. So werden sie etwa für die Inspektion von Stromleitungen oder Dächern, zur Vermessung oder Überwachung, aber auch zur Suche und Rettung eingesetzt. In der Logistik hat die Technik anfänglich mit der utopisch anmutenden Idee, Pakete per Drohne an die Haustür zu liefern, für großes Medienecho gesorgt.

Der Onlineriese Amazon sowie Zustelldienste wie DHL und DPD als auch Forschungseinrichtungen und zahlreiche Start-ups haben in diesem Bereich viel experimentiert. Vieles ist daher heute keine Zukunftsmusik mehr, sondern mit innovativen technischen Entwicklungen bereits einsetzbar. Beispielsweise fliegen Drohnen von Amazon und der Paketkopter von DHL bereits in verschiedenen Praxis-Tests und Pilotanwendungen.

Die Vorteile liegen vor allem in der enormen Zeitersparnis, zudem benötigt diese Form der Zustellung kein Transportfahrzeug mit Fahrer und keine herkömmliche Verkehrsinfrastruktur. Trotzdem wird es in naher Zukunft zu keiner flächendeckenden Paketlieferung via Drohne kommen, da die geltenden Luftfahrtverordnungen und -gesetze und zahlreiche Einschränkungen der nationalen Flugbehörden den Drohneneinsatz zur Sicherheit im öffentlichen Luftraum reglementieren.

Ein weiteres Problem – vor allem in dicht besiedelten Großstädten – sind die fehlenden Möglichkeiten für die Landung und den Start der Drohne. Dafür müssten erst Paketsammelstationen mit entsprechenden Zustell- und Abholmöglichkeiten installiert werden. In entlegenen Regionen, auf Inseln oder in den Bergen eröffnen Paketdrohnen jedoch neue Möglichkeiten, insbesondere in der Medizinversorgung oder bei der Lieferung lebenswichtiger Ressourcen in Katastrophengebiete. Die Ausbreitung von Viruserkrankungen wie zum Beispiel Ebola ließe sich damit frühzeitig bekämpfen. 

Ein weiteres Anwendungsgebiet von Lieferdrohnen ist der innerbetriebliche Transport auf Werksgeländen. Auf diese Weise könnten dringend benötigte Teile in kürzester Zeit auf dem Luftweg ans Fertigungsband gebracht werden. Das könnte Stillstandzeiten von Maschinen und Produktionsausfälle auf ein Minimum reduzieren und helfen, Kosten zu sparen. 


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lj 06/2018
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