"Es wird nie überdosiert"

Technik

Lager - Saubere Logistik: Der Logistikdienstleister Dachser reinigt seine Lagerfläche am baden-württembergischen Standort Öhringen mit einer Aufsitz-Scheuersaugmaschine von Kärcher.

07. November 2018
 © Kärcher
(Bild: Kärcher)

Das Familienunternehmen Dachser gehört zu den weltweit größten Logistikunternehmen und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2016 einen konsolidierten Bruttoumsatz von 5,7 Milliarden Euro. Die Zahl der Sendungen betrug rund 80 Millionen, die Tonnage etwa 38,2 Millionen. In Deutschland tragen über 14.000 Mitarbeiter dazu bei, Warenströme, Informationen und Verkehrsträger jederzeit miteinander zu vernetzen.

69 Standorte sorgen für eine intelligente Kombination logistischer Netzkompetenzen. Hierzu zählt seit 2012 auch die Niederlassung in Öhringen mit einer 4.500 Quadratmeter umfassenden Umschlaghalle sowie dem 2015 ergänzten 15.500 Quadratmeter großen Warehouse.

Sauberkeit für Werterhalt

Sauberkeit für Werterhalt

Für die Pflege und den Werterhalt sämtlicher Dachser-Immobilien ist die Fachabteilung »Construction and Real Estate« gemeinsam mit dem Local Facility Management verantwortlich. Hierzu finden regelmäßig Audits statt, wo bestimmte Kriterien im Zusammenhang mit dem Gebäude überprüft werden. »Dazu gehört natürlich auch das Thema Sauberkeit. Jede Anlage muss stets in einem einwandfreien Zustand gehalten werden«, sagt Marc-Oliver Bohlender, Prokurist und Niederlassungsleiter. »Wir setzen die Reinigungstechnik von Kärcher seit sechs Jahren ein, also seit es diesen Standort gibt.«

In Öhringen arbeiten die Mitarbeiter von Dachser in drei Schichten an fünf Tagen in der Woche. In der Regel wird der gesamte Hallenbereich alle zwei Tage gereinigt, bei Bedarf auch öfter. »Es ist nicht möglich, den gesamten Hallenbereich an einem Tag komplett zu reinigen, und darum haben wir das so aufgeteilt, dass auf jeden Fall eine Grundsauberkeit der Bodenflächen erreicht werden kann«, erklärt Contract-Logistikmanager Frank Tafelmeier.

10.000 Quadratmeter Fläche

In der Umschlaghalle besteht der Boden aus Walzbeton. Hier kommt die kleinere Kärcher-Aufsitz-Scheuersaugmaschine B 150 R zum Einsatz. Im Lagerbereich wurde der Boden aus armiertem Stahlbeton mit flügelgeglätteter Oberfläche hergestellt. Die zu reinigende Fläche beträgt ohne die Hochregale noch etwa 10.000 Quadratmeter. Mit einer Arbeitsbreite von 120 Zentimetern, zwei Walzenbürsten und 250 Litern Frisch- beziehungsweise Schmutzwassertank fiel die Wahl auf die Aufsitz-Scheuersaugmaschine B 250 R zur Grund- und Unterhaltsreinigung.

Ihren festen Platz hat sie in einem markierten Bereich in der Nähe der Rampen. Gibt es etwas zu reinigen, nimmt sie einer der zehn berechtigten Mitarbeiter in Betrieb. Normalerweise ist sie startbereit, das heißt, derjenige, der sie zuletzt benutzt hat, leert den Schmutzwassertank und füllt dann Frischwasser auf, damit die Einsatzbereitschaft der Maschine sichergestellt ist. Außerdem kümmert er sich um den Füllstand des Reinigungsmittels und schaut, ob die Kehrlade für den Grobschmutz sauber ist.

Reifenabrieb und Palettentransport

Der meiste Schmutz entsteht durch Staubentwicklung und während des Transports der Paletten. »Auch der Reifenabrieb durch den Staplerverkehr trägt maßgeblich zu den Verunreinigungen bei und stellt eine Rutschgefahr für Mitarbeiter dar«, erklärt Frank Tafelmeier. Besonders deutlich tritt er auf den gelben Oberflächenmarkierungen im Umschlagbereich hervor; dort, wo die kommissionierten Paletten für die Lkw in den markierten Zonen bereitgestellt werden. Hier verschwinden die gelben Linien praktisch regelmäßig unter den dunklen Schmutzablagerungen.

Kehrlade für Grobschmutz

»Gerade in diesen Bereichen zeigt die B250R ihre besonderen Stärken«, freut sich Torsten Reinert, Key-Account-Manager Professionelle Reinigungssysteme bei Kärcher. »Mit dieser Maschine lassen sich zwei Reinigungsverfahren durchführen: die Grundreinigung in der Zweischrittmethode und die normale Unterhaltsreinigung in der Einschrittmethode.«

Um die gelben Oberflächenmarkierungen wieder sauber zu bekommen, setzt der Mitarbeiter in diesem Fall das Reinigungsmittel RM 776 ein und bearbeitet die Oberfläche mit der Zweischrittmethode, damit sie wieder wie vorher aussieht. »Bei diesem Verfahren massiert man im ersten Arbeitsschritt Wasser und Reinigungsmittel mit den Bürsten in den Boden ein. Das Reinigungsmittel hat so Zeit zu wirken.

Im nächsten Arbeitsgang fährt die B 250 R dann nochmals über die bearbeiteten Stellen und saugt die Schmutzflotte auf«, erklärt Kärcher-Mann Reinert. Will man aber in kurzer Zeit eine größere Fläche reinigen, wendet der Fahrer die Einschrittmethode an. Dabei wird in einem Arbeitsgang am Walzenkopf die Reinigungsflotte ausgebracht und im hinteren Bereich über den Saugbalken sofort wieder aufgenommen.

»In diesem Fall geht es vornehmlich um die Staubbindung und darum, den oberflächlichen Schmutz aufzunehmen«, betont der Key-Account-Manager. Eine Besonderheit der B 250 R ist ihre Vorkehreinrichtung. In der Kehrlade für Grobschmutz werden lose und kleine Holzteile oder -späne, die sich von den Paletten gelöst haben, gesammelt.

Automatisches Dosiersystem

Eine große Hilfe bei der B 250 R ist nach Angaben des Unternehmens das automatische Dosiersystem des Reinigungsmittels. Häufig sei es so, dass man bei einem Frischwassertank das Reinigungsmittel individuell zuführen und dosieren müsse. Der Mitarbeiter entscheidet, welche Menge notwendig ist. Da fällt die Dosierung häufig zu großzügig aus. »Unsere Maschine macht das alles selber. Der Anwender hat nur die Wahl einer Dosierung von 0,5 bis 3 Prozent«, sagt Torsten Reinert.

»Der große Vorteil für den verantwortlichen Facility-Manager besteht darin, dass er auf diese Weise immer das gleiche, gewünschte Reinigungsergebnis erhält und gleichzeitig auch die Kosten genauer kalkulieren kann. Es wird nie überdosiert.« »Über das Schlüsselsystem Kärcher Intelligent Key (KIK) lassen sich die Nutzungsparameter der B 250 R anwenderspezifisch programmieren«, berichtet Reinert.

»So kann zum Beispiel der Lagerleiter mit seinem Schlüssel die verschiedenen Modifikationen wie Anpressdruck der Bürsten oder Geschwindigkeit voreinstellen. Bei den Schlüsseln der Anwender kann er dann aber bestimmte Funktionen sperren.« Der Bediener der Reinigungsmaschine muss nur noch fahren und reinigen, weil alle vor Ort notwendigen Parameter eingestellt sind. Anfahrschäden sind ebenfalls geringer, weil die Maschine nicht mehr so schnell gefahren werden kann, wie es manche Nutzer gerne machen. »So behält das Facility-Management die Kosten im Griff und erfüllt zwei wichtige Anforderungen, die bei Dachser stets im Fokus stehen: Sauberkeit und Wirtschaftlichkeit.«

Erschienen in Ausgabe: 06/2018

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