17. JANUAR 2019

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Sauber abliefern


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Elektromobilität - Wie reagieren Unternehmen, wenn Diesel-Fahrverbote drohen? Eine Option ist der Einsatz von Elektro-Transportern wie dem StreetScooter. Wie das funktioniert, zeigen erste Beispiele aus der Praxis: etwa bei den Stadtwerken München, der Stadtverwaltung Düren oder dem Logistikdienstleister Bezold.
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Der Lieferverkehr nimmt stetig zu, gleichzeitig wird immer häufiger über Fahrverbote und Umweltzonen in Innenstädten debattiert. Einige Unternehmen und Kommunen testen aus diesem Grund Elektrofahrzeuge. Diese könnten eine Alternative sein, damit Zusteller, Transporteure und Lieferdienste auch in Zukunft überall dort unterwegs sein können, wo alte Dieselfahrzeuge möglicherweise nicht mehr hindürfen.

München: Elektro für die Poststelle

Beispiel München: Für ihre Poststelle haben die Stadtwerke in der bayerischen Landeshauptstadt seit einiger Zeit ein Elektromobil der Marke StreetScooter im Einsatz. Die Stadtwerke München (SWM) sehen sich selbst als Vorreiter der Elektromobilität: Sie errichten und betreiben die Ladeinfrastruktur in München mit bereits 160 Ladesäulen. »Die SWM bauen die Elektromobilität weiter aus. Viele unserer Dienst-Pkw legen am Tag maximal 80 Kilometer zurück.

Für diese Distanzen ist die elektrische Reichweite ideal«, sagt Florian Bieberbach, Vorsitzender der SWM-Geschäftsführung. »Wir werden daher bei jeder Fahrzeugbeschaffung prüfen, ob der Ersatz durch Elektrofahrzeuge möglich und sinnvoll ist.« Doch das Vorhaben stellte sich als gar nicht so einfach heraus, berichtet das Unternehmen. »Gerade bei Nutzfahrzeugen gibt es derzeit von den klassischen Herstellern leider nur sehr wenige alltagstaugliche und bezahlbare Serienfahrzeuge«, moniert der SWM-Chef.

Die Stadtwerke wurden dann aber doch fündig: »Es ist erfreulich, dass hier neue Anbieter auf den Markt kommen, wie die Deutsche-Post-Tochter StreetScooter. Von dieser haben wir nun erstmals ein Fahrzeug gekauft und werden den StreetScooter Work im Alltag unserer Poststelle testen«, sagt Bieberbach. Die Stadtwerke versprechen sich vom Einsatz nicht nur Pluspunkte für Umwelt und Anwohner, sondern auch für das betriebliche Budget: Die Verbrauchskosten sind nach Angaben des Herstellers bis zu 50 Prozent niedriger.

Der StreetScooter ist außerdem nach einem Modulsystem mit leicht austauschbaren Bauteilen aus durchgefärbtem Gewebekunststoff bestückt. Das soll Reparaturen einfacher machen und Rost verhindern. Und auch der Staat hilft in manchen Fällen beim Umstieg auf Elektromobilität: Bei Kauf oder Leasing gibt es Zuschüsse von Bund und Ländern. Die Allianz-Versicherung bietet nach Angaben von StreetScooter einen Sondertarif, der die besonderen Sicherheitskomponenten und Reparaturmöglichkeiten berücksichtigt.


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Ausgabe:
lj 06/2018
Unternehmen:
Bilder:
© StreetScooter
© StreetScooter

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