21. JULI 2018

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100 Prozent Energie


Technik

Gabelstapler Jungheinrich bringt zwei neue Gabelstapler an den Start. Mit dem VFG 540s-550s kom-plettiert das Haus sein Hydrostaten-Angebot. Der EFG 425-430 ergänzt das Elektrostapler-Programm.

Bei dem neuen Drehstromstapler handelt es sich um ein ebenso leistungsstarkes wie energieeffizientes Fahrzeug. Jungheinrich spricht in diesem Zusammenhang von einem »Pure-Energy-Gerät«. Und das aus gutem Grund: Der Energieverbrauch der Baureihe EFG 425-430 ist bis zu 13 Prozent niedriger als bei vergleichbaren Fahrzeugen. Dennoch ist die neue Geräteserie in der Lage, Lasten bis 3.000 Kilogramm zu bewegen. Wichtig auch: Während das eine Modell einen erweiterten Lastschwerpunkt von 600 Millimetern aufweist, hat das andere einen besonders kurzen Rahmen, der den Wenderadius spürbar verkleinert.

Die 80-Volt-Batterie des Fahrzeugs, das für hohe Leistung bei niedrigem Energieverbrauch steht, lässt sich mittels handelsüblichem Jung-heinrich-Niederhubwagen ebenso mühelos wie sicher austauschen. Der Batteriewechsel erfolgt seitlich und erfordert nur wenige Handgriffe. Stefan Pfetsch, Jungheinrich-Produkt- und Portfoliomanager für Gegengewichtsstapler: »Dank der einfachen und flexiblen Batteriewechsel-Option erhöht sich die Wirtschaftlichkeit des neuen Geräts noch einmal deutlich.«

Der EFG 425-430 bietet über alle Tragkraftklassen hinweg interessante Ausstattungsvarianten. Mit den Features »Efficiency« und »Drive & Lift Plus« kann die Leistung des Staplers exakt den vom Kunden definierten Anforderungen angepasst werden. Viel Flexibilität auch bei der Ergonomie: Höhe und Neigung der schmalen Lenksäule lassen sich mit nur einem Handgriff justieren. Zusätzlichen Bedienkomfort bietet die mitschwingende Armlehne. Alle primären Bedienelemente, so Produktmanager Pfetsch, könnten problemlos dem jeweiligen Fahrer angepasst werden. Auch die geräumige Kabine mit ihrem ebenen Boden unterstützt sicheres und effizientes Arbeiten. Hilfreich auch die leicht zu erreichenden Ablagefächer.

Für bestmögliche Sicht sorgen große Fenster und schmale Profile. Zusätzliche Sicherheit bietet die Access Control, die das Fahrzeug erst unter bestimmten Voraussetzungen freigibt (geschlossener Sitzschalter, angelegter Gurt). Bei Kurvenfahrten und ab einer bestimmten Hubhöhe ist zudem für eine sinnvolle Begrenzung der Fahrgeschwindigkeit gesorgt. Ab einer vordefinierten Hubhöhe gilt selbiges auch für die Neigegeschwindigkeit des Masts (Lift Control). Auf diese Weise ist zu jeder Zeit das sichere Handling der Last gewährleistet.

Wirtschaftliches Kraftpaket

Neben dem neuen Drehstromstapler bringt Jungheinrich auch einen weiteren hydrostatisch angetriebenen Gabelstapler auf den Markt. Der sowohl mit Diesel als auch mit Gas zu betreibende VFG 540s-550s für Lasten bis fünf Tonnen und Hubhöhen um sieben Meter vervollständigt das Portfolio, das der Hamburger Hersteller im Segment der Hydrostaten bereithält. Die mit Common-Rail-Motoren von Volkswagen ausgestatteten Stapler erfüllen bereits heute die Grenzwerte der Abgas-Emissionsstufe III b, die ab 2013 in Kraft tritt. Verstellpumpen und Radmotoren des großen Hydrostaten von Jungheinrich stammen von Bosch Rexroth. Für niedrigen Verbrauch bei hoher Leistung – Stichwort »Energieeffizienz« – sorgt die intelligente Systemsteuerung der von den Jungheinrich-Spezialisten selbst entwickelten Software. Design, Ergonomie und Sicherheit des VFG 540s-550s folgen dem bewährten Konzept des Herstellers, wurden aber weiter verfeinert.

Deutliche Vorteile

Marek Scheithauer, Produktmanager für verbrennungsmotorische Gabelstapler bei Jungheinrich, weiß um die Vorteile der sogenannten Hydrostaten: »Insbesondere bei intensiven Einsätzen verbinden diese Geräte hohe Umschlagleistung mit ausgeprägtem Fahrkomfort.« Die Umsetzung der Fahr- und Hydraulikprozesse erfolgt dank des hydrostatischen Antriebs direkt, präzise und mühelos. Mit fünf vordefinierten Betriebsprogrammen – von reduzierter Leistung für energiesparendes Arbeiten bei weniger anspruchsvollen Jobs bis hin zu maximaler Umschlagleistung bei ambitionierten Aufgaben – kann der Fahrer die Arbeitsweise des Staplers per Knopfdruck dem jeweiligen Einsatzfall anpassen.
Der hydrostatische Antrieb erfordert im Vergleich zu Fahrzeugen mit Wandlertechnik weniger mechanische Bauteile und ist somit besonders servicefreundlich und wartungsarm. Durch Nutzung der Common-Rail-Motorentechnologie von Volkswagen sind zudem viele Vorteile aus der Automobilindustrie in die neuen Verbrenner aus dem Hause Jungheinrich eingeflossen. So steht das verwendete VW-Aggregat nicht nur für geringe Abgas-Emissionen, sondern zudem auch niedrige Verbrauchs- und Vibrationswerte sowie für geringe Geräuschentwicklung. Produktmanager Marek Scheithauer: »Mit dem VFG 540s-550s bietet Jungheinrich den saubersten Dieselstapler seiner Klasse an. Messungen haben ergeben, dass mit dem Einsatz des hydrostatischen Antriebs in der Spitze eine Kraftstoffersparnis von zwei Litern Diesel oder zwei Kilogramm Treibgas in der Stunde erzielt werden kann. Das spart Kosten, senkt den CO2-Ausstoß und schont damit auch die Umwelt.«

Ergonomisches Arbeiten

Auch auf dem großen Hydrostaten von Jungheinrich sorgt ein großzügig gestalteter und ergonomisch durchdachter Arbeitsplatz für hohe Produktivität und Sicherheit. So sind die Schwingungen, denen der Fahrer ausgesetzt ist, durch die doppelte Entkopplung der Antriebseinheit und des Fahrerplatzmoduls vom Rahmen (Floating Cab) auf das Minimum reduziert. »Wir erreichen hier Werte«, freut Marek Scheithauer sich, »die den niedrigsten Werten unserer Elektrostapler entsprechen.«

Eine automatisch einfallende Feststellbremse und die zweifach verstellbare, schlanke Lenksäule mit Memory-Funktion sorgen auf dem VFG 540s-550s für noch mehr Bein- und Bewegungsfreiheit. Durch seinen niedrigen Schwerpunkt, im Wesentlichen durch die Gestaltung des Gegengewichts und die oberhalb der Radaufhängung pendelnd gelagerte Hinterachse erzielt, weist das Fahrzeug eine hohe Stabilität auf. Der Stapler kommt daher ohne zusätzliche Stabilitätselektronik aus. Die Sicherheit wird auch durch gute Sicht, etwa auf Last und Gabelspitzen, gefördert. Ein strebenfreies Sichtfenster mit Sicherheitsglasabdeckung im Fahrerschutzdach ermöglicht beim Ein- und Ausstapeln von Paletten den ungehinderten Blick nach oben. Zusätzliche, auf Wunsch erhältliche Fahrerassistenzsysteme wie »Access Control«, »Drive Control«, »Curve Control« und »Lift Control« entsprechen in ihrer Funktionalität den Systemen, die auch im neuen Drehstromstapler von Jungheinrich eingesetzt werden können.

www.jungheinrich.de


Daten & Fakten

Jungheinrich zählt zu den führenden Unternehmen in den Bereichen Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik.
Das Unternehmen bietet ein umfassendes Intralogistikprogramm aus Flurförderzeugen, Regal- und Automatiksystemen, Lagerverwaltunsgssoftware und einer Vielzahl von qualitativ hochwertigen Dienstleistungen.
Die Aktie des Intralogistikers aus Hamburg wird an allen deutschen Börsen gehandelt.

Ausgabe:
lj 01/2012
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