16. JULI 2018

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Kluges System für perfekte Prozesse


Technik

Intralogistik - Intralogistische Lagerlösungen müssen mehrere Qualitäten haben: Zuverlässigkeit, Kompaktheit, Schnelligkeit, Ausbaufähigkeit, Wirtschaftlichkeit. Das Intelligent Stacking Center von Ylog mit autonomen Shuttles besitzt sie alle.

Das baden-württembergische Traditionsunternehmen »Wäschekrone« in Laichingen bedient sich für Lagerung und Bereitstellung seiner Produkte eines Automatischen Kleinteilelagers mit ISC-System und AiV-Shuttles des österreichischen Logistiksystem-Anbieters Ylog aus Dobl bei Graz. ISC steht für »Intelligent Stacking Center«, AiV für »Autonomous intelligent Vehicle«. In seinem ISC-System kombiniert Ylog ein freifahrendes Transportsystem mit der Behälterlogistik eines Kleinteilelagers, eine Vorgehensweise, die sich durch große Zuverlässigkeit (Verfügbarkeit: 99,6 Prozent) und hohe Flexibilität auszeichnet.

Eingebaute Intelligenz

In den Bereichen Kommissionierung, Chargenverwaltung, Warenbereitstellung und Retouren-Handling stellt das System eine ebenso effiziente wie ökologisch sinnvolle Lösung dar. Zentraler Bestandteil: die »Autonomous intelligent Vehicles« (AiVs). Autonom agierende, intelligente Fahrzeuge verschiedener Baugrößen transportieren Normbehälter oder andere Ladungsträger mit einem Zuladungsgewicht bis 50 Kilogramm. Das an Bord befindliche Navigationssystem berechnet den Weg der AiVs durch das Regal, was die schnellstmögliche Erledigung des Fahrauftrags gewährleistet.

Die Beweglichkeit der AiVs in einem rechtwinkligen Raster, auch quer zu einer Lagergasse, lässt eine hohe Zahl von Lagerspielen zu. Hinzu kommt die individuelle Raumausnutzung ohne bestimmenden Grundriss, solange das Grundraster der rechtwinklig angeordneten Fahrwege erhalten bleibt. Von Vorteil auch: der niedrige Energieverbrauch der »Autonomous intelligent Vehicles«. Während man bei einem Regalbediengerät mit 20 Kilowatt rechnet, verbraucht ein AiV nur 100 Watt. Um Zeit zu sparen, tanken die Shuttles die von ihnen benötigte Energie während der Liftfahrt.

Damit sich mehrere AiVs auf einer Ebene bewegen können, sind die Shuttles durch Lasertechnik abgesichert. Zusätzlich richtet sich der Computer im AiV neben der via WLAN übermittelten Lagerposition auch nach »Verkehrsregeln«. Je nach Bedarf kann die Anzahl der AiVs im Lager jederzeit erhöht werden. Ein »Autonomous intelligent Vehicle« benötig einzig die Eingabe der neuen Anordnung von Lagerplätzen und Fahrstraßen, um den Betrieb aufzunehmen. Im Falle der Inspektion eines Gerätes übernimmt ein anderes Shuttle dessen Aufgaben.

Hohes Leistungsvermögen

Die Leistung des ISC-Grundsystems liegt bei 1.000 Behälter-Bewegungen pro Stunde auf individuell verlegbaren Transport-strecken. Dafür werden zwei Hublifte und 14 AiV-Shuttles benötigt. Ganz besonders geeignet ist die innovative Ylog-Technologie für kleine und mittlere Betriebe mit mittelschnell bis langsam drehenden Artikeln aus dem Kleinteilespektrum. Die Attraktivität des ISC-Systems wird durch seine hohe Wirtschaftlichkeit zusätzlich gesteigert. Je nach Größe des Projekts liegt der Return on Investment bei 1,5 bis zwei Jahren. Davon profitiert auch die »Wäschekrone« in Laichingen.

Bedeutender Anbieter

»Wäschekrone« ist in Deutschland der drittgrößte Anbieter auf dem Gebiet des textilen Hotel- und Gastronomiebedarfs. Vor der Erneuerung der Logistik war das 35.000 Artikel umfassende Sortiment des Unternehmens in einem Blocklager untergebracht. Ende 2009 waren die Platzverhältnisse im Lager jedoch so beengt, dass Abhilfe geschaffen werden musste. Die Spezialisten von Ylog hatten die Lösung.

Bei »Wäschekrone« bietet das »Intelligent Stacking Center« (ISC) auf engstem Raum 1.953 Lagerplätze und weist damit eine beeindruckende Lagerdichte auf. Das »Wäschekrone«-ISC ist 34,3 Meter lang, 7,6 Meter breit und 7,3 Meter hoch. Das Regal hat zwölf Ebenen, in dem ein Lift und vier AiV-Shuttles arbeiten. Der durch die hohe Lagerdichte gewonnene Raum kann für die Kommissionierung und den Versand genutzt werden. »Wäschekrone« arbeitet mit zwei Behältergrößen (600 x 400 mm und 800 x 400 mm), für die 40 Pickplätze zur Verfügung stehen.

Alle Abläufe im Blick

Die für das Betreiben von Palettenlager und Automatischem Kleinteilelager (AKL) sowie von Kommissionierbereich und Versandzone erforderliche Software ist ein 2007 implementiertes ERP-System von Alphaplan. Das ERP-System gibt der Lagersoftware Anweisungen dazu, welches AiV welches Produkt zu liefern hat. Auf dem Bildschirm des zuständigen Kommissioniers wird der ausgelöste Vorgang visualiert und quittiert.

Deutliche Vorteile

Hier noch einmal die Vorteile des ISC-Systems von Ylog im Überblick: hoher Verdichtungsgrad und optimale Raumausnutzung; Verfügbarkeit von 99,6 Prozent; hohe Energieersparnis durch intelligentes Power-Management; überschaubarer Einsatz von Ressourcen; Effizienzsteigerung durch laufende Inventur und Ylog-Lagerverwaltungssoftware; Schaffung zusätzlicher Arbeitsfläche durch Lagerung auf vergleichsweise geringer Quadratmeterzahl (bei »Wäschekrone« beträgt der Platzbedarf 189 qm).

Modulare Bauweise

Ein wichtiger Vorteil des Ylog-Sytems ist auch seine modulare Bauweise. Sie gewährleistet, dass das System optimal den jeweiligen baulichen Gegebenheiten angepasst werden kann und zudem beliebig veränderbar beziehungsweise ausbaufähig ist – vor allem beim Wachstum von Unternehmen ein nicht zu unterschätzender Pluspunkt.

Wichtige Energieersparnis

Bei »Wäschekrone« konnte auch dem Ziel der Energieeinsparung in der klimatisierten Zone entsprochen werden. Dazu wurden zwischen dem niedrigen und dem hohen Temperaturbereich Lamellen eingehängt. Die Implementierung des Ylog-Lagers bei »Wäschekrone« in Laichingen erfolgte während des laufenden Betriebs. Seit März 2011 wird es allen Anforderungen des Nutzers gerecht.

www.ylog.at

Ylog wurde im Jahr 2006 gegründet und befasste sich von Anfang an mit Studien und Berechnungen zur effizienten Auslegung von Warenlagern. Die Anlagen des Unternehmens mit Sitz in Dobl bei Graz kommen in Lebensmittel- und Textilhandel, Gesundheitswesen und Computerhandel zum Einsatz.

Ausgabe:
lj 02/2012
Unternehmen:
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