16. JULI 2018

zurück

kommentieren drucken  

Robuste Effizienz


Unternehmen - Casio/Friesland Campina

Mobile Datenerfassung - Für das Bestandsmanagement von Zusatzstoffen und Verpackungsmaterial setzt der Lebensmittelproduzent Friesland Campina moderne Scannerterminals ein. Zudem unterstützen die Geräte die im Food-Bereich verlangte Rückverfolgbarkeit.
Mehrseitiger Artikel:
1 2  

Friesland Campina Germany gehört zur Business Group Consumer Products des in den Niederlanden beheimateten, international tätigen Unternehmens Royal Friesland Campina, das hochwertige Molkereiprodukte und Ingredienzen produziert. Mit weltweit rund 19.000 Mitarbeitern und über 100 Produktionsstätten und Verkaufsniederlassungen in über 25 Ländern erzielt das Unternehmen einen Jahresumsatz von mehr als neun Milliarden Euro. Das Sortiment umfasst Trinkmilch, Milch in Pulver- und konzentrierter Form, Milchgetränke, Joghurts, Desserts, Sahne, Kaffeezusätze, Baby- und Kindernahrung, Käse, Butter, Fruchtgetränke und Ingredienzen.

Verantwortlich für all diese Produkte ist Friesland Campina Germany mit Sitz in Heilbronn und Standorten wie Gütersloh und Köln. Allein in Deutschland beschäftigt das Unternehmen rund 1.500 Mitarbeiter.

Große Artikelvielfalt
Bei Molkereiprodukten – ganz besonders bei Joghurts und Desserts – geht es neben dem Geschmackserlebnis auch um Attraktivität und Qualität der Verpackung. Bei der Vielfalt von Marken, Sorten und Geschmacksrichtungen kommt da einiges an Bechern, Dosen, Deckelfolien, Kartonagen, Inhaltsstoffen und Umverpackungen zusammen – Ware, die stets in ausreichenden Mengen an den Abfülllinien vorhanden sein muss. In Gütersloh wurde zu diesem Zweck ein neues, 14,5 Meter hohes Schmalganglager mit rund 2.000 Stellplätzen für Paletten und Fruchtcontainer errichtet. Die Logistikprozesse im neuen Lager werden schon länger vom Lagerverwaltungssystem gesteuert. Die Kommunikation zwischen IT und den Mitarbeitern sowie die mobile Datenerfassung mittels moderner Identtechnik allerdings sind neu.

Ambitioniertes Ziel
Ziel bei der Angliederung des neuen Lagers an die Produktion war, alle Prozesse – vom Wareneingang über die Ein- und Auslagerung bis hin zum Transport an die Abfülllinien in der Produktion – transparent und nachvollziehbar mit einem multifunktionalen Mobilgerät abzudecken. Tracking and Tracing sollten durchgängig von der Anlieferung des Materials und der Zusatzstoffe bis hin zum Verbrauch an den Maschinen den aktuellen Standards zur Rückverfolgbarkeit in der Lebensmittelindustrie genügen. Weiterhin sollte die neue Transparenz ein besseres Bestandsmanagement ermöglichen und mit der Zeit beim Abbau der oft überflüssigen Sicherheitsreserven helfen. Zu guter Letzt soll erreicht werden, dass die Abfüllaufträge in der Produktion den Bedarf an Rohstoff erkennen und automatisch die Prozesse im Lager auslösen.

Die langjährigen Erfahrungen in der Fertigwarenlogistik des Standorts Gütersloh hatten gezeigt, dass die Prozesse in der Kommissionierung und Verladung mit Online-Datenkommunikation und AutoID-Systemen spürbar optimiert werden konnten. Die beleglose Datenerfassung erfolgt hier mit mobilen Scannerterminals sowie mit robusten Fahrzeugterminals und Handscannern auf Flurförderzeugen. Für die neue, produktionsnahe Anwendung im Rohstoff- und Fruchtlager sind Staplerterminals ungeeignet. Daher wurde ein leistungsfähiges Lager-Handheld gesucht, das in allen Einsatzbereichen – beispielsweise beim Scannen kleinster Artikel-Barcodes aus nächster Nähe bis hin zu Regalkennzeichnungen in Höhen von mehreren Metern – optimale Leseergebnisse liefert. Gleichzeitig sollte das MDE-Gerät über eine inte-grierte Digitalkamera zur Dokumentation von Transportschäden verfügen, äußerst robust und dennoch leicht und handlich sein. Für die Mitarbeiter war ein Handheld vorgesehen, welches sie bequem mitführen und bei allen Prozessen optimal nutzen können. Die bis dahin in der Fertigwarenlogistik eingesetzten Handterminals kamen nicht in die engere Wahl, weil die Opto-Mechanik der Linienscanner recht empfindlich war und die Handlichkeit zu Gunsten recht klobiger Robustheit zu wünschen übrig ließ.

Nur Casio überzeugte
Die zusammengefassten Anforderungen an die neuen MDE-Geräte wurden mit dem bei Friesland Campina bereits gut eingeführten Systemhaus Data Elektronik diskutiert. Horst-Günther Bode, Account Manager der Data Elektronik, erinnert sich gut an die extremen Anforderungen: »Man hatte uns deutlich darauf hingewiesen, dass es im Produktionsbereich nass sein kann. Wenn beispielsweise Abfülllinien gereinigt werden, ist viel Wasser im Spiel, und da kann es schnell passieren, dass auch ein MDE-Gerät in den Strahl gerät.« Als herstellerneutrales Systemhaus stellte Data Elektronik Handterminals verschiedener Hersteller vor. Die genauen Anforderungen des Projektteams allerdings erfüllte nur ein Gerät: das DT-X30 All-Range des Herstellers Casio. Es verfügt einerseits über den besten Scanner und verspricht andererseits mit Schutzart IP67 und seinem bruchfesten Gehäuse den besten Investitionsschutz.


Mehrseitiger Artikel:
1 2  

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 

 
» Finden Sie weitere Fachartikel in unserem Artikelarchiv

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Aktuelle Ausgaben

Weltmarkt Flurförderzeuge

logistik journal: Weltmarkt Flurförderzeuge 2016

Video der Woche

 

ANZEIGE