18. JUNI 2018

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Die Mischung machts


Technik / Flurförderzeuge

Konzepte. Das Türenwerk Prüm nutzt für seine innerbetriebliche Logistik einen Mix aus Automatisierung und Staplereinsatz. Das Ergebnis unterstreicht die Richtigkeit dieses Logistikkonzepts.
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Die Prüm-Türenwerk GmbH, eine der führenden Anbieterinnen von Wohnrauminnentüren in Deutschland, produziert in den beiden Werken der Prüm-Garant-Holding in Weinsheim (Eifel) und Erfurt rund 2,5 Millionen Türen und Zargen pro Jahr. Etwa 90 Prozent davon bleiben in Deutschland, der übrige Teil wird im Ausland verkauft. Die Türen unterschiedlichster Stilrichtungen können ausschließlich über den Fachhandel bezogen werden.

Zweigeteilter Materialfluss

Der innerbetriebliche Materialfluss im Werk Weinsheim ist zweigeteilt. Fertigung und Hochregallager sind voll automatisiert. Über spezielle Transportlogistik durchlaufen die Türrohlinge die komplette Fertigung, bevor sie im Logistikzentrum als endgeprüftes Fertigprodukt in verpackter Form ankommen. Für Be- und Entladung, Streckentransporte sowie zur Kommissionierung im Logistikzentrum werden rund 40 Flurförderzeuge eingesetzt.

Bereits vor 15 Jahren begann der Türenhersteller Prüm mit der Automatisierung seiner Produktions- und Logistikprozesse. Wesentlicher Bestandteil des Versandmanagements ist das 2004 in Betrieb genommene Hochregallager mit einer Fläche von 2.500 Quadratmetern und einer Höhe von 26 Metern. Hier lagern ca. 80.000 Türen und Zargen. Computergesteuerte Regalbediengeräte stellen eingehende Bestellungen zusammen, und zwar voll automatisch, 24 Stunden am Tag. Doch trotz der hochautomatisierten Fertigung geht es nicht ohne die Flexibilität von Staplern und Lagertechnikgeräten.


»Im Vordergrund steht, Bestellungen aus dem Produktsortiment in hoher Qualität kurzfristig liefern zu können«, erläutert Horst Lichter, Technischer Gesamtleiter der Prüm-Garant-Holding. Die innerbetriebliche Logistik nimmt mit Blick auf die pünktliche Belieferung der Kunden eine Schlüsselstellung ein. Schnell muss sie sein und von hoher Effizienz.

Um dies zu erreichen, automatisiert das Unternehmen so viele Prozesse wie möglich. »Zudem streben wir an, alle Staplerfahrten durch ein zentrales System zu koordinieren. Denn durch die Just-in-Time-Fertigung wissen wir genau, welches Material und welche Fertigteile zu welcher Zeit wohin transportiert werden sollen«, erklärt Horst Lichter.

Vordefiniertes Zeitfenster

Stapler und Lagertechnikgeräte erfüllen im Türenwerk unterschiedliche Aufgaben. Dieselstapler mit 3,5 Tonnen Tragfähigkeit übernehmen Streckentransporte und kommen am Anfang und am Ende der Materialflusskette zum Einsatz.

Sie entladen Rohmaterial aus den ankommenden LKW und bringen dieses direkt vor die Anlagen der einzelnen Fertigungsbereiche. Nach Produktion, Lagerung und Kommissionierung sind sie wieder zur Stelle, um die fertig kommissionierte Auftragsware von der Verladehalle zum Versandplatz zu bringen und die bereitstehenden LKW zu beladen. Durchschnittlich 17 Laster verlassen täglich das Werksgelände. Für die Beladung hatten sie ein klar definiertes Zeitfenster erhalten.


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lj 03/2013
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