20. JUNI 2018

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Optimales Fahrverhalten


Technik / Vermessung

Teststrecke - Da mussten Profis ran: Die Fachleute von Koncranes vermessen für die Hamburgische Schiffbau-Versuchsanstalt mittels »RailQ« eine 300 Meter lange Teststrecke für Schiffsmodelle mit präzisen Ergebnissen.
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An diesem Ort kommt es in erster Linie auf Genauigkeit an: In ihrem 300 Meter langen Schlepptank testet die Hamburgische Schiffbau-Versuchsanstalt (HSVA) bis zu sechs Tonnen schwere, maßstabsgetreue Schiffsmodelle. Sie werden von einem 55 Tonnen schweren Schleppwagen gezogen, der auf Schienen rechts und links des Tanks fährt. Für exakte, verlässliche Testergebnisse ist ein optimales Fahrverhalten des Schleppwagens auf einwandfreien Schienen notwendig. Konecranes hat deshalb – unter Berücksichtigung der Erdkrümmung – die 300 Meter lange Fahrbahn sowie die Laufradstellungen des Schleppwagens mit »RailQ« vermessen.

Hochmoderne Prüfeinrichtungen

Die HSVA zählt weltweit zur Spitze im Bereich der hydrodynamischen Forschung und berät Werften, Reeder und Konstruktionsbüros. Mit 90 Mitarbeitern und Sitz in Hamburg verfügt sie über hochmoderne Prüfeinrichtungen für die präzise Optimierung von Schiffsmodellen, Produkten und Verfahren. Dazu zählt auch der beeindruckende Schlepptank, in dem sechs bis zwölf Meter lange, individuell angefertigte Schiffsmodelle in Maßstäben von 1 : 6 bis 1 : 40 unter möglichst realen Bedingungen getestet werden.

Exakte Testabläufe

Ein elektrisch angetriebener Schleppwagen mit rund 55 Tonnen Gesamtmasse, der auf Schienen rechts und links des Tanks fährt, zieht die Modelle auf ihrer simulierten Fahrt durchs Wasser. Um ein optimales Fahrverhalten des Schleppwagens und damit exakte Testabläufe zu gewährleisten, sind einwandfreie Schienen notwendig. Vor diesem Hintergrund hat die HSVA die Fachleute von Konecranes beauftragt, die Fahrbahn präzise und mit möglichst geringer Stillstandzeit zu vermessen.

Einzigartiges Verfahren

Konecranes verwendet für die exakte und zeitsparende Vermessung von Kranbahnen das »RailQ«-System, ein einzigartiges Vermessungsverfahren, bei dem Konecranes eine selbst entwickelte, ferngesteuerte Roboterlaufkatze (»RoboRail«) auf der Laufschiene einsetzt. Das Vermessungsgerät sendet Laserstrahlen, die ein 360-Grad-Multitrack-Prisma mit Präzisionsspiegeln reflektiert und an das Gerät zurücksendet. Analyse- und Visualisierungssoftware verarbeitet die empfangenen Informationen und erzeugt interaktive Berichte, welche die Identifizierung der Problembereiche wesentlich erleichtern.

Bei der Vermessung für die HSVA hat sich Konecranes mit »RailQ« den besonderen Verhältnissen der Fahrbahnumgebung angepasst, denn nicht nur wegen der Länge der Bahn war diese Messung ein besonderer Auftrag: Während Konecranes ähnliche Strecken bis zu einer Länge von 1,6 km exakt messen kann, stellte das Wasser im Innern des Tanks eine große Herausforderung dar. »Wir brauchten für die Messung über den wassergefüllten Tank hinweg eine besondere Lösung, damit die einzelnen Messungen nicht von der Reflexion des Wassers gestört wurden. Deshalb haben wir hier nicht mit ›RoboRail‹, sondern mit ›RailQ‹ und einer Spiegeltechnik gearbeitet. Die Spiegel wurden dabei jedes Mal manuell erfasst«, erläutert Winfried Hitz, CRS Inspector bei Konecranes.


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lj 04/2013
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