16. JULI 2018

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Autozulieferer kann sicher abbremsen


Markt / Lagertechnik

Praxis - Verschieden schwere Behälter in Durchlaufregalen müssen sicher und kontinuierlich von der Beschickungs- zur Entnahmeseite laufen. Um dies zu gewährleisten, nutzt der Automobilzulieferer BorgWarner Lagertechnik von Bito.
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Mittleres oder schweres Nutzfahrzeug? Land- oder Baumaschine? Marine- oder Industriemotor? BorgWarner Turbo Systems entwickelt für jedes Fahrzeug- und Antriebskonzept ein Aufladesystem nach Maß. Denn Fahrzeuge für den Stadtlieferverkehr stellen andere Anforderungen an Motor und Aufladung als Fahrzeuge im Fernverkehr oder Off-Highway-Versionen. Hinzu kommen unterschiedliche Anforderungen wegen verschiedener Emissionslösungen. Hauptstandort von BorgWarner Turbo Systems ist Kirchheimbolanden in Rheinland Pfalz. Dort befindet sich neben Produktion und Vertrieb auch das Entwicklungszentrum mit umfangreichen Test- und Prüfstandeinrichtungen.

Verschiedene Regalsysteme

In Werk I und II erfolgt die Montage der Aufladesysteme für den Pkw- und Nutzfahrzeugbereich. Außerdem verfügt BorgWarner über ein Logistikzentrum in Kirchheimbolanden. »Um die Teile für die Montage bereitzustellen, setzen wir verschiedene Regalsysteme von Bito ein«, sagt Heiko Koch, zuständig für den Bereich Operational Logistics bei BorgWarner. »Die Systeme basieren auf einem Rohrregalsystem und auf dem Durchlaufregalsystem SDS.

Beide Systeme ermöglichen das FiFo-Prinzip«, erklärt Koch. Die zur Montage benötigten Kleinteile werden in standardisierten VDA-KLT-Behältern in den Durchlaufregalsystemen untergebracht, einzelne Fertigungsteile in spezifischen EPP-Trays im Format 600 x 400 Millimeter in den flexiblen Rohrregalsystemen. Die Trays lassen sich auch stapeln, was für eine effektivere Raumnutzung im Regal sorgt. Über Rollenleisten, die in leichtem Gefälle in die Kanäle eingebaut sind, laufen sie dann selbstständig von der Beschickungsseite zur Entnahme-seite. »Weil die Ladungsträger mit unterschiedlich schweren Teilen beladen sind, war es schwer, die Gefälle der Rollenleisten festzulegen«, erklärt Heiko Koch und spricht damit ein Problem an, für das er seinerzeit dringend eine Lösung benötigte.

Bei geringem Gefälle bewegen sich die leichten Trays kaum und gelangen ohne Unterstützung nicht bis zur Entnahmeseite. »Hätten wir deswegen die Gefälle größer gestaltet, hätte die Gefahr bestanden, dass schwer beladene Trays, besonders wenn mehrere übereinander gestapelt worden wären, nach vorn geschossen und aus dem Regalgekippt wären.«

Bito hatte die Lösung

Als Bito seine Bremsrollen für Rollenleisten entwickelt und auf den Markt gebracht hatte, machte sich ein Fachberater mit einigen Mustern auf nach Kirchheim-bolanden, weil er überzeugt war, für das Problem von BorgWarner-Logistiker Heiko Koch die Lösung gefunden zu haben. Die standardisierten Bremsrollen von Bito wurden speziell für die Stückgut-Durchlaufkanäle SDS entwickelt. Sie sorgen dafür, dass sowohl leere als auch maximal beladene Behälter in einem Durchlaufkanal mit einer einheitlichen Neigung fahren können.


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lj 04/2013
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