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Handhabung mit System


Special Intralogistik

Vakuumtechnik - Die Anforderungen automatisierter Prozesse an die Handhabung steigen stetig. Die an-gestrebte Effizienz von Produkten wie Prozessen wirft immer neue Fragen auf. Schmalz hat die Antworten.
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Optimierter Energiebedarf, höhere Bearbeitungsgeschwindigkeiten und Variantenvielfalt sorgen dafür, dass die Anforderungen automatisierter industrieller Prozesse an die Handhabung steigen. »Sowohl das Produkt als auch der Prozess an sich müssen dazu beitragen, die Produktionseffizienz zu steigern«, so Walter Dunkmann, Leiter Geschäftsentwicklung Vakuum-Komponenten. Auch die Bearbeitungsgeschwindigkeit in den Pressenanlagen hat zugenommen. Die Leistungsfähigkeit von Servopressen, bei denen Bauteile mittels Vakuum gehandhabt werden, liegt aktuell bei bis zu 20 Hüben pro Minute, Tendenz steigend. Erforderlich ist deswegen auch eine bessere Performance von Sauggreifern. Ein Beispiel für Produkteffizienz ist die für die Prozessanforderungen in der Automobilindustrie entwickelte Vakuum-Sauggreifer-Baureihe SAXM. Sie verfügt über einen großen Hub, der optimale Anpassung an komplex konturierte Werkstücke ermöglicht. Darüber hinaus bietet die Saugergeometrie Vorteile: Minimale Ansaugzeiten, hohe Eigenstabilität im angesaugten Zustand und Aufnahme extremer Halte- und Querkräfte, speziell auf geölten Oberflächen.

Mehr Hub und perfekte Anpassung

Werden Türen, Kotflügel, Front- oder Heckschürzen aus der Presse entnommen, ist aufgrund von Störkanten oder Aussparungen nur eine begrenzte Platzierung der Sauggreifer auf dem Werkstück möglich. Im Vergleich zu gängigen Flachsauggreifern hat der SAXM einen zweifach höheren Hub und passt sich besser an dreidimensionale Werkstückkonturen an. Zusätzlich lässt er sich – bedingt durch die sehr hohe Querkraftaufnahme bei vergleichsweise geringem Saugerdurchmesser – bei begrenzter Auflagefläche flexibler auf dem konturierten Blech positionieren, als herkömmliche Metallsauggreifer mit größerem Durchmesser. Die SAXM sind aus dem Werkstoff Elastodur gefertigt, der weder durch Ozon (unter konzentriertem Ozoneinfluss, zum Beispiel beim Schweißen im Karosseriebau, können Sauggreifer mit der Zeit spröde werden) noch durch Ziehöle negativ beeinflusst wird.

Weitere Vorteile ergeben sich aus der werkstoffbedingten langen Lebensdauer: Durch den geringen Verschleiß erhöht sich nicht nur die Anlagenverfügbarkeit, der Anwender profitiert auch von geringeren Beschaffungskosten sowie Kosteneinsparungen. Die Sauggreifer sind vollständig recyclebar und darüber hinaus als Modulsauggreifer konzipiert. Das heißt, im Bedarfsfall lassen sich einzelne Sauggreiferbestandteile wie Elastomerteil, Reib- und Anbindungselemente schnell austauschen, mit geringen Kosten wiederbeschaffen und 100 Prozent sortenrein dem Recycling zuführen. »Neben einer optimierten Produkteffizienz steigen auch die Anforderungen, die Prozesse selbst wirkungsvoller zu gestalten, ungewollte Ausfallzeiten zu vermeiden und Wartungszeiten zur Instandhaltung zu reduzieren«, so Walter Dunkmann. Ein Höchstmaß an Prozesseffizienz werde durch eine wirkungsvolle Zustandsüberwachung (Condition Monitoring), Energieüberwachung (Energy Monitoring) und vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance) realisiert.


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lj 01/2014
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