16. JULI 2018

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Kompetenz für Chinas Weiten


Technik Fördern & Transportieren

Förderanlagen - Zement ist gefragt, besonders in China. Um Anwendern welt-weit als Komplettanbieter stets die optimalen Anlagen und Systeme liefern zu können, hat Beumer das »Center of Competence« für den Geschäftsbereich Zement gegründet. Hier tauschen die Experten ihre weltweiten Erfahrungen aus.
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Unser Ziel ist es, international tätige Baustoffkonzerne wie Heidelberg Cement oder Holcim bei weltweiten Projekten als Komplettanbieter stets optimal zu unterstützen«, sagt André Tissen, Director Business Unit Cement bei der Beumer Group in Beckum. Dazu müssen die Kompetenzen aller Niederlassungen des Unternehmens, die in diesem Geschäftsfeld aktiv sind, gebündelt und die Synergien effizient genutzt werden. Für diese Aufgabe hat Beumer das »Center of Competence« für das Geschäftsfeld Zement geschaffen. Diese weltweit zuständige Zentrale kümmert sich um Forschung und Entwicklung, den Vertrieb, das Projektmanagement, den Einkauf und vor allem um die Betreuung der Gruppengesellschaften. Das erfordere eine reibungslose Kommunikation untereinander, erklärt Tissen. Aber es lohnt sich. Denn die Wachstumsmärkte liegen in dieser Branche immer noch in China und in Indien. Ein Ende des Baubooms und damit des Zementbedarfes ist nicht in Sicht. Um die Zementindustrie weiter voranzubringen und damit weltweit führend zu sein, unterstützt die chinesische Regierung große und profitable Unternehmen. Diese erhalten zum Beispiel zinsgünstige Kredite oder bekommen schneller und einfacher Baufläche, um expandieren zu können. Außerdem werden sie bei der Vergabe neuer Projekte staatlich unterstützt.

Unter Hightech eingestuft

Um ihre Kunden auch in China optimal betreuen zu können, hat die Beumer Group im Jahr 2006 ein Werk in Shanghai errichtet. Auf mehr als 13.000 Quadratmetern Produktionsfläche sind hier mehr als 200 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Beumer Machinery (Shanghai) Co., Ltd. deckt damit in China die gesamte Wertschöpfungskette vom Vertrieb über die Projektierung, das Engineering und die Produktion bis zum Service ab. Die chinesischen Behörden haben die Beumer Machinery (Shanghai) inzwischen sogar als Hightech-Unternehmen eingestuft. Mit der Übernahme der indischen Enexco Teknologies India Limited im Jahr 2011 konnte die Beumer Group ihre Präsenz in der Zementindustrie verstärken. Zum Portfolio gehören zum Beispiel Gurtförderanlagen mit horizontalen und vertikalen Kurven, Gurtbecherwerke, Heavy-Duty-Hochleistungsgurtbecherwerke für besonders große Fördermengen und -höhen sowie Stahlzellenförderer für Klinker mit Ketten oder Gurten als Zugorgan.

Vertrauen ist die Basis

Zudem liefert der Intralogistikspezialist auch komplette Abfüll-, Palettier-, Verpackungs- und Beladeanlagen sowie im indischen Markt auch Mahlanlagen und Silos. Neben der Lieferung der kompletten Maschinen und elektrischen Ausrüstungen für die Anlagen ist Beumer meist auch für den Gesamtprozess verantwortlich. Dazu gehören die verfahrenstechnische Auslegung der kompletten Anlagen sowie die Koordinierung und Überwachung von Montage und Inbetriebnahme.

Interessant sind die Dimensionen, in denen produziert wird. Chinas Marktführer stellt an mehreren Standorten täglich rund 12.000 Tonnen Klinker für unterschiedliche Anwendungen und Anforderungen her wie Portland- oder Hüttensandzement. Der Zementhersteller war maßgeblich am Bau diverser Großprojekte beteiligt – beispielsweise am Oriental Pearl Tower im Shanghaier Stadtteil Pudong. Dieser ist mit einer Höhe von 468 Metern der derzeit dritthöchste Fernsehturm Asiens und der fünfthöchste der Welt. Zu den weiteren Projekten gehören der Flughafen Shanghai Pudong International sowie die Schnellfahrstrecke Peking-Shanghai. Diese ist mit einer Länge von 1.318 Kilometern die zweitlängste Hochgeschwindigkeitsstrecke der Welt. Das Unternehmen vertreibt seine Produkte inzwischen in mehr als 20 Ländern in Nordamerika, Europa, Afrika und Asien.

Der Hersteller legt sehr viel Wert auf eine energieeffiziente und umweltschonende Produktionsweise. Seit Jahren setzt er unter anderem auf verschiedene Anlagen von Beumer wie Beladeanlagen, Gurtförderer und Becherwerke. »Den ersten Auftrag mit dem chinesischen Unternehmen hatten wir im Jahr 1995«, erinnert sich Dr. Christoph Beumer, geschäftsführender Gesellschafter und Vorsitzender der Geschäftsführung der Beumer Group mit Hauptsitz im westfälischen Beckum. Zwischenzeitlich hat der Intralogistikexperte rund 140 Becherwerke geliefert und installiert. Der Zementhersteller hat ambitionierte Ziele. Er will mit den weltweit führenden Unternehmen konkurrieren können und für den schon seit Jahren anhaltenden Bauboom in China stets gerüstet sein. Und der Bedarf an Zement steigt kontinuierlich. Deshalb verbessert er Technik und Ausrüstung permanent und setzt weiterhin auf Beumer. »Die Zementproduzenten wissen um die hohe Qualität unserer Anlagen und Systeme«, weiß André Tissen von der Beumer Cement Unit . »Aber die Basis unserer Zusammenarbeit beruht vor allem auf Vertrauen.«


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lj 01/2014
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