16. JULI 2018

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Intelligentes Powerpaket


Markt / Flurförderzeuge

Antriebstechnik - Toyota Material Handling, weltweit gesehen die Nummer 1 unter den Staplerbauern, ist auch antriebstechnisch vorn dabei. Mit Brennstoffzelle, aber auch mit Lithium-Ionen-Technik und Hydrostatik.
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Gleich vier Fahrzeuge rüstet Toyota in einem ersten Schritt mit der Lithium-Ionen-Technik aus: drei Elektro-Niederhubwagen und ein Kommissioniergerät werden mit den neuen Akkus bestückt. «Li-Ion« nennt der Hersteller die Baureihe, deren Geräte auf der Technik bewährter Baureihen basiert. Es handelt sich dabei um einen Kommissionierer aus der BT-Optio-L-Serie mit einer Tragfähigkeit von 2,5 Tonnen sowie drei Elektroniederhubwagen aus der BT-Levio-Serie mit Tragfähigkeiten zwischen 2 und 2,4 Tonnen. Im Gegensatz zu den Standardgeräten werden die Maschinen mit Lithium-Ionen-Batterien mit Kapazitäten von 100 bis 300 Ah ausgestattet.

Ein interessantes Angebot hat der Toyota für Betreiber dieser Flurförderzeuge mit konventioneller Batterietechnik: Solche fahrzeuge können nachträglich auf die Lithium-Ionen-Technik umgerüstet werden. Das Retrofit-Kit besteht aus einem Akku und einem System für das Batteriemanagement, das den Ladestrom steuert. Die Lösung ist für alle Gerätetypen geeignet, auf denen auch die neue »Toyota Li-Ion«-Baureihe basiert.

Die Lithium-Ionen-Technologie bietet signifikante Vorteile gegenüber Blei-Säure-Akkumulatoren: Die Batterien lassen sich zum Beispiel innerhalb von nur einer Stunde vollständig aufladen, wobei auch Zwischenladungen jederzeit möglich sind. Bei intensiven Mehrschichteinsätzen kann deshalb auf kostspielige Wechselbatterien verzichtet werden. Außerdem ist das Ladeverhalten deutlich effizienter: In Verbindung mit einem Hochfrequenz-Schnellladesystem wird dabei bis zu 30 Prozent weniger Energie verbraucht. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Betriebsspannung länger konstant bleibt, was die Produktivität steigert. Mit bis zu 5.000 Ladezyklen ist zudem die Lebensdauer der Lithium-Ionen-Akkus um ein Vielfaches höher als jene von Bleiakkus. Da die Batterien wartungsfrei sind, muss kein Wasser nachgefüllt werden. Auch die Gefahr des Auslaufens oder Ausgasens besteht nicht mehr.

Im Mehrschichteinsatz soll sich der höhere Anschaffungspreis binnen zwei Jahren amortisiert haben. Auf der »Habenseite« sind geringere Stillstandszeiten und ein niedrigerer Energieverbauch zu erwarten, außerdem kommen ökologische Aspekte wie die Senkung von CO2-Emissionen zum Tragen.

Der Kunde hat die Wahl

Auch in Sachen verbrennungsmotorische Antriebe tun die Staplerbauer von Toyota einen weiteren Schritt. So gibt es verbrennungsmotorische Stapler aus der Tonero-Baureihe jetzt wahlweise mit hydrodynamischem oder hydrostatischem Antrieb. Den Anfang machen die Tonero-Diesel-Modelle mit Tragfähigkeiten von 2,0 und 2,5 Tonnen. Erkennbar wird der Einsatz der Technik durch einen entsprechenden Zusatz in der Typenbezeichnung, denn die Fahrzeuge mit hydrostatischem Antrieb heißen Tonero HST. Auch für die übrigen Tonnagen und Motoren soll die neue Option nach und nach eingeführt werden.


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lj 02/2014
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