20. JUNI 2018

zurück

kommentieren drucken  

Harter Job im hohen Norden


Reportage

Logistiklösungen - Norwegen lebt nicht vom Öl allein. Auch die Fisch verarbeitende Industrie spielt eine wesentliche Rolle im Wirtschaftsleben des Landes. Fabriken befinden sich auch nördlich des Polarkreises, in Båtsfjord an der Barentssee etwa. Dort setzt Norway Seafoods zur Bewältigung seiner logistischen Prozesse auch auf Gabelstapler von Jungheinrich.
Mehrseitiger Artikel:
1 2  

Dunkelheit fast den ganzen Tag über. Jedenfalls im Winter. Zwei Monate lang. Im Sommer dann zwei Monate, in denen Lichtempfindliche unter Schlafproblemen leiden können. Dann geht die Sonne nicht unter. Wir sind in Nord-Norwegen, »on top of the world«, wie Morten Andersen die Region nennt. Auswärtige würden sie wohl auch als Ende der Welt bezeichnen. Lässt man die Küste hinter sich, begibt man sich geradewegs Richtung Nordpol. Aber auch in dieser unwirtlichen Gegend an der Barentssee findet sich Industrie. Fischindustrie, um genau zu sein. In Båtsfjord beispielsweise, auf dem Luftweg nur mit einem kleinen Flieger zu erreichen, der ab Kirkenes auch noch zwei Zwischenstopps einlegt. Båtsfjord, 2.300 Einwohner klein und in der norwegischen Provinz Finnmark gelegen, ist einer von vielen Standorten von Norway Seafoods, führender Verarbeiter und Anbieter von fangfrischem Fisch.

Hauptgeschäft von Norway Seafoods sind Filetierung und Verkauf von Kabeljau, Schellfisch und Seelachs. Aber auch Königskrabben gehen in der Barentssee in Netz. Norway Seafoods in Båtsfjord kauft sie den Fischern ab und leitet sie weiter an einen anderen Verarbeitungsbetrieb des Unternehmens.

Bekannte Kunden von Norway Seafoods außerhalb Norwegens respektive Skandinaviens sind zum Beispiel die französische Supermarkt-Kette Carrefour oder Deutsche See in Deutschland. Bedeutende Märkte sind aber auch Spanien und Großbritannien. Das China-Geschäft läuft gerade an. Die Premium-Marke von Norway Seafoods heißt Artic Supreme, »der beste Ganzfisch, den du auf der Welt kriegen kannst«, ist Morten Andersen sich sicher. Andersen ist »Fabrikksjef«, also Fabrikchef, von Norway Seafoods in Båtsfjord und nicht nur an der Qualität seiner Produkte interessiert. Auch die logistischen Abläufe rund um seine Fabrik müssen stimmen. Verantwortlich für die Technik ist »Teknisksjef« Trond Nergaard. Für die Aufgaben, die in und um die Fischfabrik von Gabelstaplern wahrgenommen werden müssen, setzt Nergaard unter anderem Fahrzeuge von Jungheinrich ein. Im Dienst sind zwei Elektrostapler und ein Dieselstapler des Hamburger Herstellers.

Der norwegische wie der gesamte skandinavische Markt ist für Staplerhersteller aus aller Welt, nicht zuletzt aber für deutsche Premiummarken, durchaus von Interesse. Der Kampf um Marktanteile findet auch hier statt, bis hinaus in die entlegensten Regionen der Finnmark. Stellt sich die Frage, warum Unternehmen wie Norway Seafoods verstärkt auf Stapler von Jungheinrich setzen. Technikchef Trond Nergaard: »Neben der Umschlagleistung, die man von einem Premiumtruck erwarten muss, zählt für uns vor allem der Service. Und im Vergleich zu anderen Staplerherstellern schneidet Jungheinrich hier wirklich gut ab. Tritt ein Problem mit einem der Geräte auf, ist Jungheinrich unverzüglich zur Stelle. Das macht die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen besonders und natürlich auch besonders angenehm.«

Zuverlässiger Service

Aus wirtschaftlichen Gründen möchte Norway Seafoods die Zahl seiner Gabelstapler so gering wie möglich halten. Zuverlässigkeit ist bei diesem Konzept das Schlüsselwort. Das gilt für die Fahrzeuge selbst, und das gilt auch für die dazugehörigen Serviceleistungen. Trond Nergaard kennt auch den Service anderer Staplerbauer als Jungheinrich, ist davon aber wenig überzeugt: »Wir können keine zwei oder drei Ersatztrucks einsetzen, nur weil wir darauf warten müssen, dass endlich ein Techniker auftaucht, der die eigentlichen Geräte in Schwung bringt. Genau hier liegt ein wesentlicher Vorteil von Jungheinrich. Der Service ist da, wenn du ihn brauchst. Die Stillstandszeiten der Stapler, so etwa im Zuge notwendiger Wartungsarbeiten, beschränken sich auf das normale Maß. Das ist von enormer Bedeutung, denn die Stapler müssen bei uns jeden Tag laufen. Anderenfalls droht erheblicher Schaden.« Um diese Gefahr abzuwenden hält Jungheinrich neben der erforderlichen Servicekapazität auch Ersatzfahrzeuge für Norway Seafoods bereit.

Ebenfalls von herausragender Bedeutung nördlich des Polarkreises: die Ausstattung der Staplerkabine mit einer funktionstüchtigen Heizung. Zum einen für ein angenehmeres Arbeiten des Fahrers, zum anderen weil die Scheiben der Kabine möglichst nicht beschlagen dürfen – der Weg von der Fabrik zum Fischtrawler ist nur weniger Meter lang. Und rechts und links vom Schiff ist – nur Wasser. Apropos: Mit seinem Salzgehalt ist das Wasser der Barentssee aggressiv. Auch davor müssen Stapler, die bei Norway Seafoods in Båtsfjord im Einsatz sind, geschützt sein.

Jungheinrich unternimmt alles, um Norway Seafoods zufriedenzustellen. Eine gute Performance dem Kunden gegenüber spricht sich herum. Auch deshalb sieht Veronica Pedersen, Sales Consultant von Jungheinrich mit Sitz in Tromsø, gute Chancen, über Norway Seafoods und andere Companies hinaus weitere Unternehmen für ihr Haus zu gewinnen. »Wir wissen, dass es in Norwegen für Jungheinrich noch viel zu gewinnen gibt. Dabei helfen uns Referenzkunden wie Norway Seafoods. Sind sie mit den Leistungen unserer Trucks und den so wichtigen Services rund um die Fahrzeuge zufrieden, interessieren sich auch Unternehmen für Jungheinrich, die bislang noch Maschinen anderer Hersteller einsetzen.« Diesbezüglich haben Veronica Pedersen und das Team von Jung-heinrich noch einiges zu tun, denn andere Hersteller sind schon länger in Norwegen unterwegs und haben deswegen einen vergleichsweise hohen Bekanntheitsgrad. Doch Jungheinrich, so viel ist sicher, holt auf, ist dabei, Boden beziehungsweise Marktanteile hinzuzugewinnen. Veronica Pedersen mit typisch norwegischem Understatement: »Wir bewegen uns in die richtige Richtung.« Die Trucks tun das am Tag unseres Besuchs in Båtsfjord nicht immer.


Mehrseitiger Artikel:
1 2  
Ausgabe:
lj 02/2016
Unternehmen:
Bilder:
Foto: Tobias Oechler
© Jungheinrich/Tobias Oechler
Foto: Tobias Oechler
Foto: Tobias Oechler
Foto: Tobias Oechler
Foto: Tobias Oechler
Foto: Tobias Oechler
Foto: Tobias Oechler
Foto: Tobias Oechler
Foto: Tobias Oechler
Foto: Tobias Oechler

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 

 
» Finden Sie weitere Fachartikel in unserem Artikelarchiv

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Aktuelle Ausgaben

Weltmarkt Flurförderzeuge

logistik journal: Weltmarkt Flurförderzeuge 2016

Video der Woche

 

ANZEIGE