20. JULI 2018

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Giganten der Logistik


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Häfen - Umschlag und Distribution von Waren und Gütern in Reinkultur: Kein anderes logistisches Ballungszentrum kann es mit den großen Häfen der Welt aufnehmen. Nummer 1 in Europa ist Rotterdam, gefolgt von Antwerpen und Hamburg. Der Hafen von Antwerpen hat jetzt sogar die größte Schleuse der Welt.
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Die Kieldrecht-Schleuse (Foto rechts oben) ist nach einer Bauzeit von fünf Jahren in diesem Sommer fertig geworden. Die Zahlen, die Aufschluss geben über den Umfang des Mammutprojekts, passen prächtig zur jährlichen Zwischenbilanz des Port of Antwerp. In beiden Fällen, Hafen und Schleuse, kann man getrost von Rekorden sprechen.

Die »Kieldrecht Sluis«, wie die Flamen ihre neue, gigantische Hafenanlage nennen, weist eine Länge von 500 Metern und eine Breite von 68 Metern auf. Der Boden der Schleuse liegt 17,80 Meter unter dem Meeresspiegel. Ziel der 382 Millionen Euro teuren Baumaßnahme war, die Wettbewerbsfähigkeit des Antwerpener Hafens weiter zu stärken. Wettbewerbsfähig allerdings ist der Port of Antwerp ohnehin. Obwohl die Vertiefung der Schelde für absehbare Zeit abgeschlossen ist, lassen die Hafenverantwortlichen in Antwerpen an einer Konstanten keinen Zweifel aufkommen: Wird eine weitere Vertiefung des Stroms gebraucht, um auch Schiffen künftiger Größenordnungen den Weg nach Flandern freizumachen, wird diese Vertiefung stattfinden. Da kann Hamburg nur neidisch nach Belgien blicken. An der Elbe setzen sich immer wieder Bedenkenträger durch, wenn es um die Schiffbarkeit des Flusses auch für die größten Containerriesen geht. Und ist der Frosch auch noch so klein – in vielen Köpfen zählt er offenbar mehr als Tausende von Arbeitsplätzen, und zwar einschließlich der Familien, die von Jobs im Hafen leben. Diskussionen über dringend erforderliche Maßnahmen dauern eine gefühlte Ewigkeit, Entscheidungswege sind lang. Anders in Antwerpen. Hier folgt man einem bewährten Motto: Ungewöhnliche Umstände erfordern ungewöhnliche Maßnahmen.

Plus 3,6 Prozent im Güterumschlag

Der Hafen Antwerpen hat im ersten Halbjahr 2016 seinen Güterumschlag im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,6 Prozent gesteigert. Von Januar bis Juni wurden insgesamt 108.317.922 Tonnen über Europas zweitgrößten Seehafen abgewickelt. Das Containervolumen legte dabei um 4,4 Prozent zu. Die Flüssigtonnage erzielte sogar ein Plus von 8,4 Prozent und bekräftigte so ihre Rolle als bedeutender Wachstumsträger für den belgischen Hafen.

Besonders deutlich stieg die Zahl der Anläufe ultragroßer Containerschiffe, hier lag der Zuwachs bei 66 Prozent. Waren es im Vorjahreszeitraum noch 146, liefen im ersten Halbjahr 2016 242 Containerriesen den Hafen Antwerpen an. In der Kategorie über 13.000 TEU lag die Steigerungsrate sogar bei 78 Prozent.

Die Container-Tonnage wuchs im ersten Halbjahr um 3,9 Prozent auf 59.762.977 Tonnen. Dies entspricht einem Umschlagsvolumen von 5.047.468 TEU und einem Anstieg um 4,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.


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lj 04/2016
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Port of Antwerp, Belga Images
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Michael Weilacher

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