20. JULI 2018

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Material stets im Fluss


Unternehmen

Intralogistik. Ob Regaltechnik für ein neues Behälter-Shuttle-System oder für ein automatisches Kleinteilelager: Bito-Lagertechnik entwickelt maßgeschneiderte Lösungen für seine Kunden.

Das oberste Gebot der Bito-Lagertechnik aus Meisenheim ist, dem Kunden einen nachweisbaren Mehrwert zu bieten. Der Komplettanbieter entwickelt und liefert Regal- und Behälterlösungen, mit denen Unternehmen effiziente, flexible und fehlerfreie Materialflüsse sicherstellen können. Dazu stehen die Bito-Spezialisten in engem Kontakt mit den Anwendern. Verantwortlich dafür ist das Team um Okten Gassner, Leiter Entwicklung Metalltechnik. Damit bringt Bito sowohl den Kunden als auch sich selbst immer einen Schritt nach vorn. »Im engen Austausch mit dem Anwender und seinen Fragestellungen ergeben sich naturgemäß neue Produkte und Produktideen«, ist Gassners Erfahrung. Das Bito-Technikzentrum unterstützt ihn und sein Team bei der Arbeit. Die Mitarbeiter erstellen dort Prototypen, realisieren Testaufbauten, führen Bauteilprüfungen und Dauertests durch und ermitteln statische Kennwerte. »Häufig verfolgen wir dabei mehrere Ideen und Konzepte gleichzeitig. Diese bewerten wir und wählen die passenden aus«, beschreibt Gassner. Die Testergebnisse stehen auch der Entwicklung zur Verfügung und fließen gegebenenfalls in die Optimierungszyklen der Standardprogramme ein. Auf diese Weise hat Bito für eine große Supermarktkette das Sicherheitszubehör für Regale robuster gestaltet. Daraus entwickelte sich später eine Standardvariante für das Baukastensystem.

Nah am Kunden
Passgenaue Lösungen und Konzepte erfordern eine enge Zusammenarbeit mit dem Kunden. Für die Bito-Experten ist dabei die Teamarbeit wichtig. Systemintegratoren wie Shuttle-Hersteller sind Spezialisten für die jeweiligen Logistikkonzepte und die dafür benötigten Geräte. Der eigentliche Regalbau kommt häufig erst am Schluss. »Damit wir kundenspezifisch entwickeln können, sollten wir so früh wie möglich mit im Boot sitzen«, sagt Okten Gassner. »Denn somit können wir Anforderungen, die Technik und die Restriktionen besser und schneller verstehen.« Doch die Anforderungen der Anwender haben sich verändert. Insbesondere Systemintegratoren müssen heute innerhalb kürzester Zeit neue Logistikkonzepte definieren, erläutern und umsetzen. Und das funktioniert nur mit schlanken Prozessen, die auf abgestimmten und durchdachten Baukästen basieren. »Die Entwicklung dieser kundenspezifischen Baukästen ist unsere Aufgabe«, erläutert Gassner.

Neue Wünsche
Bei den Komponenten sind Statik, Montagearbeiten oder auch Toleranzen bereits geklärt, Fertigungsprozesse festgelegt und benötigte Maschinen und Werkzeuge vorhanden. Das ermöglicht eine schnelle Kalkulation und vermeidet ungeplante Produktionskosten. Mit diesem Vorgehen kann Bito dem Anwender bereits im Vorfeld ein genaues Angebot erstellen. Im Technikum werden dann durch den Musterbau sehr früh Schwachstellen aufgedeckt und beseitigt. »Mit dem maßgeschneiderten System ist der Kunde zudem wettbewerbsfähiger und kann seine Investitionskosten schneller amortisieren als dies mit Katalogware der Fall ist«, so Gassner. In einem speziellen Anwendungsfall unterstützte Bito einen seiner Partner bei der Fertigung eines Shuttles. Die Fahrzeuge sollten in unterschiedlichen Varianten entwickelt werden: Für verschiedene Lager, Gewichtsanforderungen oder auch Laufzeiten. Auch hier kam das Bito-Baukastensystem zum Einsatz: Der Komplettanbieter empfahl, auf der Regalseite ein standardisiertes modulares System anzubringen. Prozesse lassen sich damit erheblich beschleunigen. Die Anfragen nach maßgeschneiderten Lösungen kommen meist von Kunden, die bereits Regale oder Behälter von Bito einsetzen. Die Key-Account-Manager stehen in ständigem Kontakt zu den Anwendern und betreuen sie intensiv. »Damit stellen wir sicher, dass wir permanent über neue Trends und Entwicklungen informiert sind und mit entsprechenden Konzepten reagieren können«, sagt Gassner. Um bei Projektbeginn die Anforderungen und die genauen Ziele des Anwenders zu verstehen, startet Bito in der Regel mit einem Workshop. »Dabei ist es wichtig, unsere Entwickler mit an den Tisch zu holen«, betont Gassner. Beide Parteien kooperieren eng und stimmen sich immer wieder neu ab. Denn Anforderungen können sich verschieben. Da es sich meist um komplexe Aufgabenstellungen handelt, können sich kleinste Änderungen auf das Gesamtsystem auswirken. »Wir haben grundsätzlich die Leistungsfähigkeit des Gesamtsystems im Auge. Es kann durchaus sinnvoll sein, einen Mehraufwand im Regalbau zu betreiben – wenn unser Kunde dadurch teure und aufwendige Sensorik einsparen kann«, sagt Gassner.
www.bito.com
 
Daten und Fakten:
Bito mit Hauptsitz in Meisenheim (Rheinland-Pfalz) ist auf Lager- und Betriebseinrichtungen sowie auf Kommissioniertechnik spezialisiert.
Das Unternehmen bietet Regale, Regalsysteme, Lager- und Kommissioniersysteme, Kästen, Behälter sowie Lagereinrichtungen und Zubehör.

Ausgabe:
lj 05/2016
Unternehmen:
Bilder:

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