20. JUNI 2018

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Technik zum Abheben


Technik

Modernisierung. Konecranes hat den Drehkran am Prüfstand für Raketenantriebe des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) modernisiert. Zugleich hat der Lifting-Businesses-Spezialist moderne Technik für mehr Effizienz und Sicherheit installiert.
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Lampoldshausen, am Standort des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR): Hier entsteht Technologie, die die europäische Raumfahrt durchstarten lässt. Am Prüfstand P4 werden Oberstufentriebwerke für Ariane-Trägerraketen getestet. Die Versuche sind bis ins Detail geplant und Prozessabläufe genau getaktet.

Bei den Vorbereitungen der Tests spielt der Drehkran auf dem Gebäudedach eine wichtige Rolle. Die in die Jahre gekommene Krananlage musste modernisiert werden. Konecranes macht den Kran mit moderner Elektrik und neuer Antriebstechnik effizienter, sicherer und reduziert die Betriebskosten. Am Prüfstand P4, einem von insgesamt acht Prüfständen auf dem Gelände, werden die Triebwerke unter Bedingungen getestet, denen sie später beim Flug im Weltall ausgesetzt sind.

Bei den Vorbereitungen der Versuche muss tonnenschweres Forschungsmaterial angeliefert und entladen werden: eine wichtige Aufgabe für den Drehkran auf dem Dach des fast zwölf Meter hohen Gebäudes und somit für Kran- und Hebezeughersteller Konecranes.

Neuester Technikstand

»Wir haben den Drehkran aus dem Jahr 1964 auf dem Dach von Prüfstand P4 genau untersucht und gemeinsam mit dem DLR ein Konzept entwickelt, um die Krananlage auf den neuesten technischen Stand zu bringen. Mit Features wie den frequenzgesteuerten Antrieben an Drehwerk und Laufkatze erfüllt der Drehkran nun optimal die Anforderungen des Prüfstandsbetriebs«, sagt Werner Marquardt, Projektmanager Modernisierungen bei Konecranes.

Die Kranexperten verstärken zudem den Stahlbau und erneuern dessen Konservierung. Verschlissene mechanische Bauteile werden ersetzt und die Kranelektrik komplett ausgetauscht. Mit neuen Laufstegen, Geländern und Aufgängen verbessert Konecranes auch die Sicherheit der Krananlage. Auf dem Dach des Raketenantriebsprüfstands muss die Anlage im Jahresverlauf Temperaturen von minus fünf bis plus 40 Grad Celsius bei Wind, Regen, Sonne und Schnee trotzen.

Zudem ist Baden-Württemberg deutschlandweit das Bundesland mit den meisten Niederschlägen. Im Jahr 2016 fielen hier pro Quadratmeter im Schnitt 965 Liter. »Die Witterung hat der Konservierung und der Stahlkonstruktion über Jahre stark zugesetzt«, sagt Werner Marquardt.

Die Spezialisten von Konecranes demontieren deshalb zunächst das Gegengewicht von insgesamt 5,5 Tonnen. Anschließend wird der komplette 13,8 Tonnen schwere Kran mittels zwei Autokranen abgehoben und auf Flur abgesetzt. Für den Transport muss ein Schraubstoß zwischen dem Ausleger und dem 3,2 Tonnen schweren Unterteil eingearbeitet werden. In einer Aufbereitungshalle entfernen die Kranexperten mittels Sandstrahlen die Reste der Lackschicht.

Mit umfassenden Schweißarbeiten wird die Stahlkonstruktion verstärkt und danach statisch nachgerechnet. Anschließend erhält die Krananlage einen komplett neuen Anstrich. Zurück auf dem Prüfstand kann der Drehkran bei einer Ausladung von 15 Metern nun Lasten bis fünf Tonnen bewegen. Bei Ausladungen bis 10,3 Meter ist der Transport von Lasten bis 7,5 Tonnen möglich.


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lj 01/2018
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© DLR/Konecranes
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