17. JANUAR 2019

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Wieselflink: Fahrerlos auf dem Logistikhof


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Fahrerloser Transport - Jetzt wird es vollautomatisch bei DB Schenker: Der Logistikdienstleister erprobt in Nürnberg den Einsatz eines sich vollkommen autonom bewegenden »Wiesels« von Kamag.
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Leider spielte das Wetter nicht ganz mit. Immer wieder zogen üppige Regenschauer über das Betriebsgelände von DB Schenker in Nürnberg, wo der Logistikdienstleister zur Präsentation des automatisierten »Wiesels« geladen hatte. Dies tat der Vorstellung jedoch keinen Abbruch, denn wenn sich ein wie von Geisterhand gesteuertes Fahrzeug über den Hof bewegt, ist dies auch nass äußerst beeindruckend – Regen hin, Regen her.

DB Schenker testet in Nürnberg

Das zur TII Group gehörende Unternehmen Kamag will mit dem »Wiesel« den fahrerlosen Transport von Wechselbrücken auf Logistikhöfen ermöglichen. Das Fahrzeug kann die Wechselbrücken autonom bewegen. DB Schenker hat bereits seit Jahren normale »Diesel-Wiesel« im Einsatz. Da das Thema Automated Guided Vehicle (AGV) in der Transportlogistik immer wichtiger wird, testet DB Schenker in Nürnberg, dem größten Knotenpunkt im europäischen Netzwerk, nun den automatisierten Wechselbrückenhubwagen von Kamag – auf einer Logistikfläche von 15.842 Quadratmetern. Bei dem in Nürnberg eingesetzten automatisierten Wiesel handelt es sich um ein Versuchsfahrzeug, wofür ein Standard-Wiesel umgebaut wurde. Der wichtigste Unterschied zum Diesel-Wiesel: alles ohne Fahrer! Der neue, mit Laser-Sensorik ausgestattete Truck sucht sich selbst den Weg zum nächsten »Container auf Füßen« und fährt diesen zur ausgewählten Rampe. Das Wiesel ist für den internen Transport von Wechselbehältern aller Baugrößen sowie Sattelanhängern und Anhängern konzipiert. Durch seinen hydrostatischen Fahrantrieb ist das Fahrzeug laut Hersteller äußerst wartungsarm. Die Servicefreundlichkeit soll durch die Verwendung von Großserienbauteilen und -komponenten erreicht werden, auch der Kraftstoffverbrauch soll »Maßstäbe setzen«. Das in Nürnberg getestete Wiesel dient der Erprobung und Evaluierung der automatisierten Prozesse und wird für die Nutzung auf Betriebsgeländen entwickelt– nicht aber für den Einsatz im öffentlichen Verkehrsraum. Bei DB Schenker soll das Fahrzeug vielfältige Aufgaben bewältigen: zum Beispiel Wechselbrücken aufnehmen und abstellen, frei navigieren und dabei Personal und Fahrzeuge identifizieren und selbstständig parken.

»Wir wollen FTS weiter ausbauen«

Erik Wirsing, Vice President Global Innovation der Schenker AG, sagte anlässlich der Präsentation des »Wiesels«: »Wir nutzen bereits heute fahrerlose Transportsysteme und wollen dies weiter ausbauen. Gerade in unseren Logistikzentren können wir deutlich effizienter und schneller werden. Die Auswertung der Testphase wird zeigen, wie wir das System in unser Landverkehrssystem integrieren.« Geschäftsführer Bernd Schwengsbier von Kamag ergänzte: »Das Pilotprojekt mit DB Schenker ermöglicht uns, die Technik im konkreten Logistikalltag zu testen. Dies wird uns Erkenntnisse für die weitere Produktentwicklung liefern. Mit unseren fahrerlosen Fahrzeugen leisten wir einen Beitrag zur Effizienzsteigerung bei unseren Kunden.«


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lj 05/2018
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© TII Group
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