16. JULI 2018

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»Jetzt müssen wir die Lehren ziehen«


Unternehmen

<b>Intralogistik</b> Ein Weitermachen wie bisher kann es nach der schweren Krise für den Intralogistiker Christoph Hahn-Woernle nicht geben. Stattdessen fordert der Viastore-Chef,nun die Lehren aus den Fehlentwicklungen zu ziehen.
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Das Jahr 2009 war wenig erfreulich. Für die Logistik generell und damit auch für das Haus Viastore Systems. Am Unternehmenssitz in Stuttgart zog der international tätige Hersteller von Intralogistik-Anlagen Bilanz: Christoph Hahn-Woernle, geschäftsführender Gesellschafter von Viastore Systems: »2009 war ein Jahr, in dem nur eines sicher war: die Unsicherheit.« 2009 erwirtschaftete die Viastore-Gruppe einen konsolidierten Umsatz von 68,4 Millionen Euro, was gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang von rund 30 Prozent entspricht. Die Wirtschaftskrise, so viel steht fest, hat auch Viastore getroffen.

Projekte, die Ende 2008 noch zur baldigen Verwirklichung anstanden, wurden 2009 zurückgezogen. Auch für das kommende Jahr rechnet der Viastore-Chef nicht mit einer wesentlichen Belebung des Geschäfts. Christoph Hahn-Woernle: »Selbstverständlich geht mit dem Rückgang des Auftragsvolumens und des Preisniveaus einher, dass die guten Jahre zunächst vorbei sind. Damit hält sich der Optimismus beim Auftragseingang und bei unseren Erwartungen für 2010 deutlich in Grenzen.«

Die strategischen Unternehmensziele aber stehen fest: »Auch in der Krise arbeiten wir konzentriert daran, unsere Systeme, die Software und unsere Dienstleistungen weiter zu verbessern«, sagt Hahn-Woernle und ergänzt: »Auch jetzt müssen wir unsere Hausaufgaben machen.« Als erfolgreich gelöste »Hausaufgabe« ist unter anderem das neu ausgerichtete Warehouse Management System »Viadat« zu sehen, das dem Kunden neue Energiemanagement-Konzepte bietet. Viadat, das von Datenbanken, Betriebssystemen und Hardware unabhängig ist, bildet sämtliche Lagerfunktionen ab, die zwischen Wareneingang und Verladung erforderlich sind.

Hohe Flexibilität

Die Software besteht aus einem Basispaket, dessen Funktionen je nach Anforderung, Anlagentyp und Leistung einzeln bestimmt werden. Bei der Vorstellung des Systems ging Viastore-Chef Hahn-Woernle auch auf die Art der Implementierung ein: »Das komplette Paket wird installiert und eine Art Maske darüber gelegt. Je nach geforderter Leistung können einzelne Funktionen ein- beziehungsweise ausgeschaltet werden.«

»Viadat« ist dank hoher Flexibilität für komplexe Logistikzentren mit verschiedenen Lagern und hoher Performance ebenso geeignet wie für Automatiklager mit geringem bis mittlerem Umschlag oder für konventionelle Lager. Kernfunktionen des Systems sind: Bestandsführung, Auftragssteuerung, Benutzerverwaltung, Inventur und Staplerleitsysteme. Auch kunden- oder branchenspezifische Zusatzfunktionen, beispielsweise die Chargen- und Seriennummern-Verwaltung oder das Energiemanagement, gehören zu den Features von »Viadat«.

Kommt es auf leistungsstarkes Warehouse Management in hochautomatisierten Lagersystemen an, enthält das Softwarepaket Viadat-WMS alle erforderlichen Bausteine zur Steuerung von Regalbediengeräten, Fördertechnik und anderen mechanischen Komponenten. Zudem regelt Viadat-WMS die Steuerung und Visualisierung der komplexen Materialfluss-Systeme.

Für Automatiklager mit geringerer Komplexität wurde das vorkonfigurierte Warehouse Management System »Viadat-ONE« konzipiert. Das Software-Paket umfasst die wichtigsten und grundlegenden Funktionen für Warehouse Management, Materialfluss-Steuerung und Anlagen-Visualisierung und ermöglicht so geringe Einstiegskosten und eine kurze Projektlaufzeit. Das System basiert auf demselben Software-Kern wie »Viadat-WMS« und ist somit offen für spätere Erweiterungen.

Modernisieren geht immer

Auch für Kunden, die in ein bestehendes Logistikzentrum nachträglich einen automatischen Lagerbereich integrieren wollen, hat Viastore eine patente Lösung parat: »Viadat-CLM«. CLM steht dabei für »Container Location Management«. Das System ist an das bestehende WMS oder ERP gekoppelt und konzentriert sich auf Vergabe und Management von Lagerplätzen sowie auf die Fahrstrategien für die Ladeeinheiten im automatisierten Teil des Logistikzentrums.

Vorteil für den Kunden: Die Benutzerdialoge des bestehenden Systems können weiterverwendet werden. Die kompakte Lösung eignet sich auch für automatische Pufferlager oder Sorter, bei denen einfache und schnelle Ein- und Auslagerungen von kompletten Gebinden im Vordergrund stehen. Für das Management von manuell und staplerbedienten Lagern und Logistikzentren bietet sich die Standard-Software »Viadat-RFM« an. Diese Version ist für die Kombination unterschiedlicher Lagertypen geeignet.

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lj 01/2010
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