21. JUNI 2018

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Mehr Linde fürs Lager


Flurförderzeuge Unter der negativen Entwicklung der Märkte hatte der Absatz von Gabelstaplern besonders zu leiden. Lagertechnik dagegen ging weniger stark zurück. Linde reagiert darauf mit neuen Geräten.

In der Krise hat sich der Markt für Lagertechnik-Geräte als stabilisierender Faktor erwiesen. Zwei von drei in Europa verkauften, neuen Flurförderzeugen kommen mittlerweile aus dem Segment Warehouse-Equipment. Kein Wunder also, dass die Lagertechnik in den Fokus der FFZ-Hersteller gerückt ist. So auch bei Linde Material Handling. Christophe Lautray, Mitglied der Geschäftsführung von Linde MH und verantwortlich für den weltweiten Vertrieb der Flurförderzeuge von Linde, sagt, wo sein Haus steht und welches Ziel Linde mit seinen Lagertechnik-Produkten verfolgt: »Bereits heute sind wir in wichtigen europäischen Ländern wie Großbritannien oder Frankreich Marktführer in der Lagertechnik oder stehen an zweiter Stelle, wie beispielsweise in Deutschland. Diese Position wollen wir konsequent ausbauen.« Die dem Ziel von Linde Material Handling zugrunde liegende Strategie umfasst zahlreiche Maßnahmen. Dazu gehören insbesondere innovative Produkte in modularer bzw. Matrix-Bauweise, größere Kapazitäten für den Bau von Sonderlösungen sowie der kräftige Ausbau des Service- und Dienstleistungsprogramms.

Dass Linde MH auf der Produktseite kräftig Gas gibt, zeigt insbesondere die Zahl der Produktinnovationen. Allein 35 neue Lagertechnikfahrzeuge – von Nieder- und Hochhubwagen über Kommissionierer und Schubmaststapler bis hin zu starken Schleppern - sind seit 2007 erschienen. Weitere zehn Modelle sollen in diesem Jahr folgen. Sie alle sind laut Linde darauf ausgerichtet, »Bedienern und Betreibern ein Maximum an Leistungsfähigkeit, Sicherheit, Belastbarkeit und Bedienkomfort zu bieten«.

Das Matrix-Konzept versetzt Linde in die Lage, Kostenvorteile der Großserienfertigung mit Anwendungsvorteilen einer passgenauen Einzellösung zu verbinden. Mittels Matrix können die Funktionseinheiten Antrieb, Last und Bedienteil beinahe beliebig kombiniert werden. Auf diese Weise entsteht aus standardisierten Komponenten kundenindividuelle Lagertechnik. Beispiel: die von Linde angebotenen Geräte der neuen Kommissionierer-Baureihen V08 und N20 VLi.

Noch einen Schritt weiter in Richtung Individualisierung geht Linde bei den modular aufgebauten Systemtechnik-Geräten. Hier hat der Kunde die Möglichkeit, aus einer Vielzahl verschiedener Motor-, Batterie-, Hubmast-und Chassis-Varianten ein Gerät nach seinen ganz persönlichen Vorstellungen zusammenzustellen. Beispiele aus diesem Bereich sind der Kommissionierer Linde V10 und der Elektro-Schmalgangstapler Linde A.

Sonderlösungen für Spezialaufgaben
Über individuell aufgebaute Geräte hinaus gibt es in der Lagertechnik immer auch Bedarf für reine Sonderlösungen. So fertigt allein Linde MH pro Jahr mehr als 2.000 Lagertechnik-Fahrzeuge, die dem Sonderbau zuzurechnen sind. Ein Niederhubwagen etwa ist komplett mit Edelstahl verkleidet und mit Lastrahmen aus massivem Edelstahl ausgestattet worden, wodurch das Fahrzeug zum Beispiel in Bereichen mit besonderen Hygieneanforderungen - etwa in der Lebensmittelindustrie – eingesetzt werden kann.

Guter Service immer wichtiger
Wie bei anderen Maschinen und Anlagen hat die Service-Leistung der Anbieter auch auf dem Gebiet der Lagertechnik deutlich an Bedeutung gewonnen. Linde MH sieht sich hier in einer Top-Position. Allein in Deutschland sind 1.400 Servicetechniker im Einsatz. In Europa sind es über 5.000. Komplettiert wird der Linde-Dauerdienst durch einen 24-Stunden-Service im Ersatzteilbereich. Was auch immer passiert, in kürzester Zeit kann ein Servicetechniker von Linde Material Handling vor Ort sein. Und das aus gutem Grund.
Linde-Vertriebsgeschäftsführer Christophe Lautray: »Beratung ist bei der Ausschreibung von Lagertechnik-Projekten häufig der Schlüssel zum Verkaufserfolg.«

Neuer Horizontal-Kommissionierer
Apropos Erfolg: Den verspricht Linde sich auch von dem neuen Horizontal-Kommissionierer N20 C aus der Traglast-Klasse von 2 Tonnen. Die unter der Bezeichnung N20 C angebotene Lösung unterscheidet sich dadurch von der Standardversion, dass die Batterie nicht hinter, sondern vor dem Fahrerarbeitsplatz angeordnet ist. Damit, so Linde MH, sei man »der einzige Flurförderzeug-Hersteller, der beide Varianten anbietet«.

Durch die geänderte Anordnung von Bedienteil und Batterie kann sich eine erkennbare Verbesserung der Abläufe ergeben, wenn je nach Artikelstruktur und Lagerort der Laufweg reduziert oder ein direkter Zugang zur Ware auf den Gabelzinken benötigt wird. Je nach Anforderung kann die jeweils optimale Lösung gewählt werden. Wie auch der Schlepper vom Typ Linde P30 C verfügt der Horizontal-Kommissionierer N20 Classic über eine abgedämpfte Plattform in U-Form mit breitem, niedrigem Zugang. Zusammen mit der Rückenlehne und der höhenverstellbaren Bedienkonsole ist die Plattform vom Rest des Fahrzeugs abgekoppelt und hält durch Unebenheiten des Fahruntergrunds ausgelöste Stöße vom Bediener fern.

Die ergonomisch geformte Bedienkonsole integriert Lenkeinheit, Klemmbrett, Informationsdisplay und Notaus-Schalter. Alle Hauptsteuerungsfunktionen sind in die Griffe der Lenkeinheit integriert. Dank automatischer Mittenzentrierung der Lenkeinheit bleibt das Fahrzeug auch dann in Geradeausstellung, wenn der Lenker losgelassen wird. Ist nur eine kurze Strecke zwischen zwei Picks zu überwinden, kann der Bediener den seitlich am Chassis angebrachten Tastfahrtschalter für den Mitgänger-Betrieb betätigen und neben dem Fahrzeug hergehen. Auch dabei leistet die automatische Mittenzentrierung wertvolle Dienste. Aus Sicherheitsgründen ist das Fahrzeug so konstruiert, dass der Bediener während der Fahrt stets innerhalb der Gerätekontur bleibt. Dabei sind seine Hände von einem Doppelhandgriff sicher umschlossen. Für zusätzlichen Schutz von Fahrer und Fahrzeug sorgt eine Stoßleiste.

Angetrieben von einem Drehstrommotor mit 3 kW Leistung beschleunigt der N20 C innerhalb von fünf Metern sowohl mit als auch ohne Last auf seine Maximalgeschwindigkeit von 12 km/h und sorgt so für eine hohe Produktivität auch bei langen Transportwegen. Das Fahrzeug bewältigt Steigungen bis 13 Prozent, wobei das Gerät beim Anfahren in der Steigung nicht zurückrollt. 1.000 Stunden kann der N20 C eingesetzt werden, bevor ein Check fällig wird. Beim Service können sämtliche Fahrzeugdaten mittels CANBus-Verbindung einfach ausgelesen werden. Als besonders servicefreundlich erweisen sich auch der wartungsfreie Drehstrommotor und der einfache Zugang zu den einzelnen Komponenten des Kommissionierers.

www.linde-mh.de




Ausgabe:
lj 02/2010
Bilder:

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