23. JUNI 2018

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Duisburg sorgt für jede Menge Drive


Unternehmen

Die Toyota Gabelstapler Deutschland GmbH blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück – und 2006 soll noch besser werden. Ein neuer Dreirad-Elektrostapler dürfte daran erheblichen Anteil haben.

2005 war für Toyota ein denkwürdiges Jahr. 50 Jahre zuvor hatte die Toyota Industries Corporation ihren ersten Gabelstapler gebaut. Seit 2001, das ist hinlänglich bekannt, ist Toyota Weltmarktführer auf dem Gebiet der motorisierten Flurförderzeuge. In dieser Position gibt’s für das japanische Unternehmen anno 2006 wieder was zu feiern: das 35-jährige Jubiläum von Toyota Flurförderzeugen in Deutschland sowie das 10-jährige Bestehen der europäischen Staplerproduktion. Erfreuliches auch von der Toyota Gabelstapler Deutschland GmbH in Duisburg: Im vergangenen Jahr lieferte das Unternehmen 3.625 Flurförderzeuge in den deutschen Markt und festigte damit einen Marktanteil von sieben Prozent. Die Duisburger Dependance des japanischen Konzerns erwirtschaftete 2005 mit dem Vertrieb von Gabelstaplern rund 70 Millionen Euro und steigerte damit ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um rund zehn Prozent. Doch damit nicht genug.

Wachstum fest geplant

»In 2006«, sagt Volker Schüssler, Geschäftsführer von Toyota Gabelstapler Deutschland, »wollen wir die Auslieferung an die Händler um zehn Prozent steigern. Und es ist nicht vermessen zu behaupten, dass wir das schaffen.«

Der Gesamtmarkt der Flurförderzeuge wuchs laut Toyota im Kalenderjahr 2005 um 0,5 Prozent. Das größte Wachstum war bei den Elektrostaplern zu verzeichnen. Die Toyota Gabelstapler Deutschland GmbH erreichte in diesem Zeitraum bezogen auf die Stückzahlen ein Wachstum von 6,6 Prozent (im Tragkraftbereich von 1,0 bis 5,0 Tonnen verfügt Toyota über eine komplette Staplerpalette mit AC²-Drehstromtechnik, einem System für Aktive Stabilität, dem Fahrerpaket OTC und einer Batteriespannung von 24 bis 80 Volt).

Bei den Lagerhausgeräten stieg der Markt ebenfalls leicht an und verzeichnete nach Angaben von Toyota im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 0,4 Prozent. Toyota erzielte in diesem Marktsegment ein Plus von 0,5 Prozent.

In Europa setzte Toyota im Jahr 2005 insgesamt 20.958 Flurförderzeuge ab, die in den europäischen Werken in Frankreich, Schweden und Italien gefertigt wurden.

Beste Plätze für die deutsche Gesellschaft

Mit 3.625 Einheiten für Deutschland belegt die Toyota Gabelstapler Deutschland GmbH zum wiederholten Mal den ersten Platz in der europäischen Rangfolge, gefolgt von Frankreich, Großbritannien und Italien. In der weltweiten Toyota-Statistik der Distributoren außerhalb Japans steht das Unternehmen hinter den USA auf Platz 2 und vor Toyota Australien.

Weltweit verkaufte Toyota im Jahr 2005 116.367 Einheiten und brach damit den Weltrekord des letzten Jahres von 100.000 Einheiten. 39.710 gingen nach Japan, 35.370 in die USA, 20.958 nach Europa und 20.329 in den Rest der Welt. 2006 beginnt für Toyota mit der Vorstellung einer neuen Dreirad-Elektrostapler-Baureihe, der Traigo-Serie. Hinter dem Traigo verbirgt sich ein kompakter 24 Volt Dreirad-Elektrostapler mit Tragfähigkeiten von 1,0 / 1,25 und 1,5 Tonnen. Die AC²-Drehstromtechnik, das SAS (System für Aktive Stabilität), das OTC-Fahrerpaket (OTC = Operator Total Care) sowie das neue OPS-System (OPS = Optimaler Personen-Schutz) verleihen dem Stapler Stärke, Durchhaltevermögen, Sicherheit und Komfort. Überall dort, wo hohe Umschlagleistung gefordert ist, Lasten von 1,0 bis 1,5 Tonnen gehoben und über größere Distanzen im Ein- oder Zweischichtbetrieb transportiert werden müssen, hat der Toyota Traigo ein Einsatzgebiet. Dank seines geringen Wenderadius von 1.230 mm und seiner Arbeitsgangbreite (nach VDI 2198 Palette 800 x 1.200 längs), die je nach Modell nur zwischen 3.020 und 3.230 Millimeter liegt, ist der Traigo äußerst wendig.

Die kraftvollen Drehstrommotoren der Traigos sind exakt auf die Drehstromsteuerung abgestimmt und sorgen für hohe Leistung, niedrige Energie-, Wartungs- und Reparaturkosten sowie für ein außerordentlich feinfühliges Fahrverhalten. Bemerkenswert auch: das regenerative Bremssystem, das bei jedem Bremsen Energie an die Batterie zurückgibt.

Mit der Fahrstufenvorwahl kann der Kunde das Fahrzeug auf seine speziellen Anforderungen einstellen. Drei Betriebsarten - Standard, Power und Hochleistung - sorgen bei jedem Einsatz für optimale Leistung. Im Standardbetrieb verlängert sich der Betriebszyklus mit einer Batterieladung, während im Powerbetrieb eine verbesserte Umschlagleistung erreicht wird. Der Hochleistungsbetrieb bewirkt im Vergleich zum Standardbetrieb eine höhere Produktivität.

Das Multifunktionsdisplay informiert den Fahrer über alle fahrzeugrelevanten Daten und zeigt an, in welchem Modus sich das Fahrzeug gerade befindet. Hervorzuheben ist das sichere Rampenverhalten des Staplers: Das Fahrzeug stoppt bei Rampenfahrt, und der Fahrer hat Zeit, die Handbremse zu betätigen.
Das System für Aktive Stabilität (SAS) im Toyota Traigo beinhaltet präventive Sicherheitsfunktionen, die das Unfallrisiko reduzieren, indem sie die Stabilität des Fahrzeugs verbessern, die Lastkontrolle vereinfachen und das Risiko des Abrutschens der Last verringern. Das System umfasst die SAS-Hubgerüststeuerung, die eine Neigewinkelbegrenzung nach vorne bewirkt und die Neigegeschwindigkeit nach hinten kontrolliert, eine automatische Gabelnivellierung, eine Absenkverriegelung sowie die SAS-Lenksynchronisation. Diese sorgt dafür, dass die Lenkradposition und die Stellung der Räder wie beim Pkw immer hundertprozentig übereinstimmen. Als zusätzliches Feature besitzt der Traigo eine aktive Kurvenkontrolle, die beim Fahren von engen Kurven das Tempo in Abhängigkeit vom Lenkwinkel automatisch reduziert.

Das ebenfalls neue OPS ist ein Sicherheitssystem, das zwei Sekunden nach Verlassen des Staplers alle Hub- und Fahrfunktionen automatisch abschaltet. Zuvor wird der Fahrer optisch und akustisch über den Abschaltvorgang informiert. Mit dem optionalen OTC-Fahrerpaket bietet Toyota ein ausgeklügeltes Ergonomiekonzept. Es beinhaltet den ORS-Fahrersitz, die Bedienung des Staplers mittels Minihebeln sowie die Accel-off-Funktion (beim Loslassen des Gaspedals wird eine sofortige Bremswirkung eingeleitet).

Herzstück des geräumigen Fahrerarbeitsplatzes ist der ergonomisch gestaltete ORS-Sitz. Er lässt sich auf das Gewicht und die Körpergröße des Fahrers einstellen. Griffe an beiden Seiten des Sitzes erlauben einen Ausstieg zur linken und zur rechten Seite. Hierzu wird die Armlehne, die am Sitz mitschwingend befestigt ist, einfach hochgeklappt. Das Fahrzeug kann optional mit in die Armlehne integrierten Minihebeln oder ? ebenfalls als Option ? mit Mulifunktionshebeln ausgestattet werden. Diese bieten dem Fahrer eine deutliche Entlastung des Arm-Schulter-Bereichs. Serienmäßig wird der Traigo mit Hydraulikhebeln (seitlich neben dem Fahrersitz) geliefert.

Die Lenksäule ist schmal und um zwölf Grad neigbar. Das große Sichtfenster, die Anordnung der Profile sowie die durchdachte Anordnung der Schutzdachstreben sorgen für beste Rundumsicht und vermeiden Gefahren und Beschädigungen.

Problemlose Wartung aller relevanten Teile

Alle wartungsrelevanten Komponenten am Traigo sind schnell zu erreichen. So können die Fußmatte und das Bodenblech ohne Werkzeug entfernt werden. Die Motorhaube mit Gasdruckdämpfern lässt sich weit öffnen.

Zur Serienausstattung des Traigo gehört ein eingebautes Diagnosesystem. Fehler können ohne zusätzliche Geräte erkannt und sofort behoben werden. Stillstandzeiten werden auf diese Weise minimiert. Die Wartungsintervalle des Traigo, für den äußerst niedrige Lifetime-Kosten zugrunde gelegt werden, liegen bei 1.000 Betriebsstunden. Für Einsätze, bei denen der Batteriewechsel schnell erfolgen muss oder kein Kran zur Verfügung steht, kann ein seitlicher Batteriewechsel über Rollenbett vorgesehen werden.

Die Toyota Gabelstapler Deutschland GmbH ist eine Tochter der Toyota Industries Corporation in Japan, deren Produkte weltweit größte Beachtung finden. So konnten innovative Technologien wie die Brennstoffzellen-Hybrid-Technologie auch im Gabelstapler umgesetzt werden. Die Konzeptstudie wurde 2005 auf der Cemat vorgestellt. Für Europa produziert Toyota in eigenen Werken in Frankreich, Schweden und Italien. Zentrale Ersatzteilzentren an den Produktionsstandorten sowie Lager bei den Vertragshändlern stellen die Versorgung mit Teilen sicher. Die Deutschland Zentrale von Toyota Gabelstapler in Duisburg-Asterlagen versorgt über ein flächendeckendes Vertragshändlernetz mit zahlreichen Servicestützpunkten einen der wichtigsten Märkte in Europa mit ganzheitlichen Logistiklösungen und maßgeschneiderten Finanzierungsangeboten.


Toyota
Innovationskraft und Zuverlässigkeit

Herausragende Leistung und umweltschonende Herstellungsverfahren kombiniert mit Sicherheit und Komfort stehen bei Toyota im Vordergrund. Das weltweit einzigartige System für Aktive Stabilität (SAS), mit dem alle Gabelstapler der Generation 7 serienmäßig ausgestattet sind, ist ein Beweis für Toyotas Innovationskraft. Überzeugend auch die auf der Cemat in Hannover vorgestellte Studie eines Brennstoffzellen-Hybrid-Staplers.

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