Jungheinrich kanns heben

Intralogistik

Flurförderzeuge - Jungheinrich hat einen neuen Deichselstapler an den Start gebracht. Besondere Kennzeichen sind hohes Leistungsvermögen, vielseitige Verwendbarkeit und kompakte Bauweise. Ebenfalls von Jungheinrich: eine Speziallösung für die Autobranche.

14. Mai 2009

Der neue Elektro-Deichselstapler, der Hochhubwagen trägt die Typenbezeichnung EMC 110, kann Lasten bis 1.000 Kilogramm transportieren und bis zu zwei Meter hoch stapeln. Dank kompakter Abmessungen, seines beeindruckenden Leistungsvermögens und der ausgeprägten Bedienerfreundlichkeit eignet sich das Gerät für eine Vielzahl von Anwendungen. »Der EMC 110 ist so konzipiert, dass er problemlos im Supermarkt, aber auch in der Produktionsversorgung eingesetzt werden kann«, erläutert Oliver Hiekel, Leiter Produktmanagement/-marketing Deichselgeräte bei Jungheinrich. Durch die Möglichkeit, die Palette schnell und einfach auf die erforderliche Greifhöhe anzuheben, kann der Stapler in entsprechenden Situationen auch als Hubtisch genutzt werden. So kann die Ware einfach und rückenschonend von der Palette genommen und an ihren Bestimmungsort gelegt werden. Der EMC 110 ist serienmäßig mit einem neu entwickelten Multifunktions-Deichselkopf ausgestattet, der direkt an die Bedürfnisse der Bediener angepasst ist. Eine entsprechende Farbsystematik ermöglicht intuitives Bedienen. Die gleichmäßig gute Bedienbarkeit des Geräts in jeder Deichselstellung gewährleistet ein Wippenschalter. Zudem lassen sich sämtliche Fahrfunktionen einfach und ohne Umgreifen vom Multifunktions-Deichselknopf aus steuern. Oliver Hiekel: »Das heißt in der Praxis, dass sich der Bediener vollständig auf das Ein- und Auslagern konzentrieren kann. Ein Merkmal, das seine Sicherheit beträchtlich erhöht.«

Hohes Maß an Sicherheit

Eine Reihe ergonomischer und techni-scher Weiterentwicklungen am EMC 110 machen die Handhabung des neuen Deichselstaplers von Jungheinrich besonders sicher und einfach. Die lange Deichsel beispielsweise bietet nicht nur ein hohes Maß an Sicherheit, sondern sorgt zudem dafür, dass der Bediener zum Lenken nur wenig Kraft aufwenden muss. Zu den Optimierungen zählt auch die auf Wunsch erhältliche Zwei-Stufen-Hydraulik. Sie wird vom Deichselkopf aus gesteuert und sorgt für eine äußerst feinfühlige Senkgeschwindigkeit. Oliver Hiekel: »Das exakte und sanfte Absetzen empfindlicher Waren ist somit garantiert.«

Kompakte Bauweise

Ein besonders augenfälliges Merkmal des EMC 110 ist seine kompakte Bauweise. Seine bescheidene Vorbaulänge (l2-Maß/Länge einschließlich der Gabelrücken: 535 mm) und das niedrige Gesamtgewicht (545 kg) gestatten es, den Stapler auch in engen Räumen wie zum Beispiel in Aufzügen und sogar auf Zwischenböden einzusetzen. Mittels Schleichfahrttaster ist der Bediener in der Lage, auch bei hochgestellter Deichsel das Fahrzeug sicher zu manövrieren. Um optimale Sicht zu gewährleisten, ist der EMC 110 mit einem schlanken Mittelmast ausgestattet.

Nützliche Breitspurvariante

Der neue Deichselstapler von Jungheinrich ist neben der Standardversion auch in einer Breitspurvariante erhältlich. Das Gerät mit der Bezeichnung EMC B10 eignet sich insbesondere für die Aufnahme geschlossener Paletten. Zudem kann es mit einem ISO-Gabelträger ausgerüstet werden. Auf den Träger können Anbaugeräte wie Kranhaken oder Fasswender montiert werden, eine Option, die das Einsatzspektrum des Fahrzeugs nochmals erhöht.

Herausragende Leistungsdaten

Alle Varianten des EMC sind mit der aktuellen Generation der Jungheinrich-Drehstromtechnologie ausgestattet. Produktexperte Oliver Hiekel: »Die Drehstromtechnologie sorgt für herausragende Leistungsdaten in dieser Fahrzeugklasse und schafft ideale Voraussetzungen für effizientes und wirtschaftliches Arbeiten.« Energiequelle des EMC 110 sind wartungsfreie 70-Ah-Blockbatterien. Das in den Stapler integrierte Ladegerät erlaubt das problemlose Laden der Batterien an jeder 230-Volt-Steckdose. Der aktuelle Ladestand wird permanent von einem Batterie-Entladeanzeiger angegeben.

Die servicefreundlichen Komponenten des Deichselstaplers gewährleisten eine langfristige Reduzierung der Wartungskosten. Zeit- und damit kostensparend wirkt sich zudem der einfache Zugang zu den einzelnen Aggregaten des Gerätes aus.

Ebenso effizient wie nutzbringend ist auch eine Sonderlösung von Jungheinrich, die für den schnellen, sicheren und schadstofffreien PKW-Transport in der Autobranche entwickelt worden ist. Das auf der Basis eines Niederhubwagens entwickelte Gerät, zunächst bei der zu Opel gehörenden General Motors Powertrain-Germany GmbH eingesetzt, unterstützt nun auch den innerbetrieblichen PKW-Transport bei Autobauern wie Volkswagen oder BMW. Einer der Vorteile des Jungheinrich-Spezialgeräts: Elektrisch betrieben, arbeitet es schadstofffrei und kann daher auch in geschlossenen Räumen eingesetzt werden.

Eignung nicht nur für den Autobau

»Das positive Feedback, das unsere Lösung im Markt erhalten hat, freut uns natürlich«, sagt Stefan Hirt, Leiter Produktmanagement Sonderbau bei Jungheinrich, und wird grundsätzlich. Eine Sonderlösung, so Hirt, sei in der Regel eine Einzelanfertigung für einen bestimmten Kunden oder eine bestimmte Branche. Im Falle des PKW-Transporters habe es sich dabei – eher naheliegend – um die Automobilindustrie gehandelt. Über den reinen Autobau hinaus, betont Hirt, sei das Gerät aber auch für den Einsatz etwa bei PKW-Händlern oder im Karosseriewesen prädestiniert. Mittels hydraulischer Längenverstellung lässt der Transporter sich an den Radüberhang nahezu aller gängigen PKW und Kleintransporter anpassen. Das Spezialgerät – sein Antriebselement stammt von einem Niederhubwagen – ist im Jungheinrich-Sonderbauwerk in Lüneburg entwickelt worden und wird dort auch gefertigt.

Jungheinrich

Logistikkompetenz aus Hamburg für die Welt

Das Haus Jungheinrich mit Stammsitz in Hamburg gehört zu den international führenden Unternehmen in den Bereichen Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik. Als produzierender Logistikdienstleister bietet Jungheinrich seinen Kunden ein umfassendes Programm an Gabelstaplern, Regalsystemen, Dienstleistungen und Beratungen. Dabei deckt das weltweit tätige Unternehmen von der Elbe das komplette Feld der Intralogistik ab. Die Wirtschaftskrise allerdings zieht auch an Jungheinrich nicht spurlos vorüber. Während der erfolgreiche Intralogistiker das Jahr 2008 mit einem neuen Rekordumsatz (2,145 Milliarden Euro) und dem zweitbesten Ergebnis in der Unternehmensgeschichte abschließen konnte, rechnet Jungheinrich für das Jahr 2009 »mit einem starken Markt- und Geschäftsrückgang«.

Erschienen in Ausgabe: 03/2009