Kion setzt Wachstumskurs fort

Die Kion Group hat im 1. Quartal 2016 nahtlos an den Wachstumskurs des Vorjahres angeknüpft. Vor allem dank der ungebrochenen Nachfrage im Kernmarkt Westeuropa stieg der wertmäßige Auftragseingang in den ersten drei Monaten verglichen zum Vorjahreszeitraum um 3,9 Prozent auf 1,297 Milliarden Euro.

03. Mai 2016

Der Auftragsbestand belief sich auf 921,5 Millionen Euro, das sind 6,6 Prozent mehr als zum Jahresende 2015. Beim Umsatz legte der Konzern um 4,8 Prozent auf 1,221 Milliarden Euro zu. Das operative Ergebnis EBIT[1] stieg um 5,6 Prozent auf 98,6 Millionen Euro, womit die Kion Group in den ersten drei Monaten des Jahres verglichen zum Vorjahr eine verbesserte EBIT[1]-Marge von 8,1 Prozent erzielte. Die Fahrzeugbestellungen der Kion Group - einer der beiden größten Anbieter von Gabelstaplern, Lagertechnik und verbundenen Dienstleistungen - verzeichneten im 1. Quartal 2016 ein Plus von 4,9 Prozent auf rund 43.600 Einheiten. Damit überflügelte der Konzern erneut das Weltmarktwachstum. Im Kernmarkt Westeuropa registrierte der Konzern im 1. Quartal 6,2 Prozent mehr Bestellungen als im Vorjahreszeitraum. Im weltgrößten Einzelmarkt China wurden bei Marken der Kion Group 2,5 Prozent mehr Fahrzeuge geordert als im Vergleichsquartal des Vorjahres.

"Wir sind mit dem Jahresauftakt sehr zufrieden", sagte der Vorstandsvorsitzende der Kion Group, Gordon Riske. "Unsere Branche profitiert derzeit besonders vom Trend in Richtung Lagertechnikgeräte und Elektrostapler, auch getrieben durch den Wachstumstrend im E-Commerce. Als Weltmarktführer im Segment E-Stapler sind wir für diese Entwicklung bestens positioniert, ebenso wie für den hochattraktiven Markt der Automatisierungs- und Lagersystemlösungen." In den ersten drei Monaten des Jahres wurden weltweit rund 293.500 Neufahrzeuge und damit rund 3,7 Prozent mehr als im Vorjahr geordert. Westeuropa legte in diesem Zeitraum um 12,5 Prozent zu, während der chinesische Markt nach vier rückläufigen Quartalen in den drei ersten Monaten 2016 um 6,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wuchs. Grund für das Plus in China waren Vorzieh-Effekte aufgrund einer Verschärfung von Emissionsrichtlinien für Gabelstapler mit Verbrennungsmotor. Weltweit wuchs die Nachfrage nach Lagertechnikgeräten besonders dynamisch. Auch Elektrostapler konnten deutlich zulegen, während die Bestellzahlen bei Staplern mit Verbrennungsmotor weiter rückläufig waren.

Geschäftsentwicklung der Kion Group im Detail

Der Auftragseingang nach Stückzahlen verbesserte sich im 1. Quartal 2016 gemessen am Vorjahreszeitraum um 4,9 Prozent auf rund 43.600 Einheiten. Das stärkste Wachstum verzeichneten Elektrostapler, gefolgt von Lagertechnikgeräten. Die Bestellungen von Staplern mit Verbrennungsmotor blieben hinter dem Vorjahr, was auch dem Nachfragetrend hin zu Elektrostaplern geschuldet ist. Der Wert des Auftragseingangs stieg in den ersten drei Monaten um 3,9 Prozent auf 1,297 Milliarden Euro, wobei negative Währungseffekte durch den anziehenden Euro in Höhe von 21,6 Millionen Euro belasteten. Der Auftragsbestand legte im Vergleich zum Jahresende 2015 von 864,0 Millionen Euro um 6,6 Prozent auf 921,5 Millionen Euro zu. Der Konzernumsatz übertraf im 1. Quartal trotz negativer Währungseffekte in Höhe von rund 21,1 Millionen Euro mit 1,221 Milliarden Euro den Vorjahreswert um 4,8 Prozent. Das operative Ergebnis EBIT[1] stieg in den ersten drei Monaten des Jahres 2016 um 5,6 Prozent auf 98,6 Millionen Euro. Die EBIT[1]-Marge verbesserte sich von 8,0 Prozent im Vorjahreszeitraum auf 8,1 Prozent.

Durch Aufwendungen für Neugestaltung und Optimierung der Konzernfinanzierung in Höhe von 25,7 Millionen Euro verringerte sich das Konzernergebnis im 1. Quartal im Vorjahresvergleich um 21,0 Prozent auf 33,0 Millionen Euro. In den nächsten Quartalen werden sich niedrigere Zinsaufwendungen allerdings deutlich positiv auswirken. Das Ergebnis je Aktie lag nach den ersten drei Monaten des Jahres bei 0,33 Euro. Der Free Cashflow lag mit -20,4 Millionen Euro im 1. Quartal 2016 trotz des Kaufs des US-Systemintegrators Retrotech auf Vorjahresniveau (-19,6 Millionen Euro). Die Gesamtausgaben für Forschung und Entwicklung lagen im 1. Quartal bei 32,8 Millionen Euro, nach 30,7 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich zum Stichtag 31. März 2016 im Vergleich zum Stand Jahresende 2015 auf 23.761 (+1,1 Prozent).

Ratingagentur verbessert Einschätzung

Die Ratingagentur Moody's hat im April ihre Einstufung der Kion Group von Ba2 mit positivem Ausblick auf Ba1 mit stabilem Ausblick angehoben. Grund ist nach Angaben der Agentur der laufende Abbau der Verschuldung, unterfüttert von einem nach wie vor starken operativen Geschäft im vergangenen Jahr, das sich auch 2016 fortsetzen dürfte.

Kauf von Retrotech abgeschlossen

Die Kion Group und ihre Automatisierungs-Marke Egemin Automation haben am 1. März 2016 den Erwerb von Retrotech Inc. abgeschlossen, einem etablierten US-Anbieter für die Systemintegration von Lager- und Distributionslösungen. Damit baut der Konzern seine Kompetenz bei automatischen Lagersystemen in Nordamerika weiter aus. Eine Vereinbarung über den Kauf des Unternehmens mit einem Wert von rund 40 Millionen US-Dollar war im Februar 2016 unterzeichnet worden.

Modernstes Kion Werk im tschechischen St?íbro offiziell eröffnet

Nahe der tschechischen Stadt St?íbro bei Pilsen hat die Kion Group im Februar ihr modernstes Werk offiziell eröffnet. Dort setzt das Unternehmen mit digital vernetzten Systemen auf das Konzept einer "Smart Factory". Seit Anfang Januar 2016 produziert der Konzern dort Schubmaststapler. Zunächst arbeiten dort 150 Menschen. Die Kion Group investierte in die Ausstattung des Gebäudes mit einer Fläche von rund 24.000 Quadratmetern rund 12 Millionen Euro.

Ausblick

Die Kion Group bestätigt ihre im Konzernlagebericht 2015 aufgestellte Prognose für das Geschäftsjahr 2016. Demnach erwartet der Konzern einen Auftragseingang zwischen 5,350 Milliarden Euro und 5,500 Milliarden Euro. Beim Konzernumsatz bewegt sich der Zielwert zwischen 5,200 Milliarden Euro und 5,350 Milliarden Euro. Für das bereinigte EBIT wird ein Zielkorridor von 510 Millionen Euro bis 535 Millionen Euro angestrebt. Bei der bereinigten EBIT-Marge wird eine Erhöhung gegenüber der im Geschäftsjahr 2015 erzielten Marge von 9,5 Prozent erwartet. Der Free Cashflow wird unterdessen in der Bandbreite von 280 Millionen Euro und 320 Millionen Euro erwartet; die Akquisition der Retrotech Inc. ist darin bereits berücksichtigt.

[1] EBIT bereinigt um Kion Akquisitionseffekte sowie Einmal- und Sondereffekte